Bild: Caroline Seidel/dpa

Nach seinen rassistischen Aussagen gab es von vielen Seiten Kritik an Clemens Tönnies (63). Nun hat sich auch Gerald Asamoah (40) dazu geäußert.

  • Asamoah hat nun über Instagram Stellung zu den rassistischen Aussagen bezogen und und kritisiert.
  • Der gebürtige Ghanaer ist „geschockt“ und „verletzt“.
  • Am Dienstag (6. August) wird der Ehrenrat die Causa Tönnies besprechen.

Nach der rassistischen Entgleisung des Aufsichtsratsvorsitzenden überschlugen sich die Ereignisse. Doch von Seiten des Vereins kam bisher wenig Reaktionen. Nun hat sich Asamoah, der Teammanager der U23 und gebürtiger Ghanaer, mit klaren Worten dazu geäußert.

Asamoah: „Seine Äußerung hat mich sehr verletzt“

Der 40-Jährige zeigte kein Verständnis für Tönnies Worte und schrieb auf Instagram: „Seine Äußerung hat mich sehr überrascht, geschockt und auch verletzt.“

Gerald Asamoah kritisierte Clemens Tönnies für seine rassistischen Aussagen scharf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Gerald Asamoah kritisierte Clemens Tönnies für seine rassistischen Aussagen scharf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

„Er beleidigt mich und alle anderen Betroffenen. Das können wir nicht dulden“, fuhr Asamoah, der vor dem S04-Ehrenrat aussagen soll, in aller Deutlichkeit fort.

Eigentlich sind beide alte Freunde

Die langjährige Vereinsnähe und -treue des U23-Teammanagers sorgte auch für ein gutes Verhältnis zwischen ihm und Tönnies. Dementsprechend überrascht zeigte sich der 40-Jährige auch über dessen rassistische Entgleisung.

„Ich bin ehrlich gesagt etwas sprachlos. Ich arbeite schon lange mit Clemens Tönnies zusammen und wir sind auch schon lange eng befreundet.“ Rassistisches Verhalten sei Asamoah, dem S04 gegen den FC Bayern aus einem bestimmten Grund etwas zutraut, bei seinem langjährigen Weggefährten nie aufgefallen.

Asamoah fordert klare Konsequenzen

Nichtsdestotrotz forderte er Konsequenzen für Tönnies und schrieb: „Er hat mich persönlich angerufen und sich für sein Verhalten entschuldigt, nichts desto trotz werden wir uns zeitnah zusammensetzen, denn so etwas darf nicht passieren (!!).“

Zudem sei es traurig, dass man 2019 immer noch über so etwas sprechen müsse. Noch drastischer reagierte Gerald Asamoah beim Eklat zwischen Bulgarien und England.

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Ähnlich sah das auch DFB-Präsident Reinhard Rauball (72), der ebenfalls Konsequenzen für Tönnies forderte. Am Dienstag (6. August) wird sich der Ehrenrat auf Schalke zur Causa Tönnies besprechen, ehe die Aussagen des Aufsichtsratsvorsitzenden auch Thema bei der DFB-Ethikkommission werden sollen.