14. Bundesliga-Spieltag

Schalke-Einzelkritik gegen Mainz 05: Zweimal Note 1 für leidenschaftlichen S04

Schalke 04 hat gegen Mainz 05 den zweiten Saisonsieg in der Bundesliga eingefahren. Die Noten in der S04-Einzelkritik fallen entsprechend gut aus.

Gelsenkirchen - Mit einer leidenschaftlichen Vorstellung hat der S04 den FSV Mainz 05 mit 1:0 bezwungen. Es war ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf. Hier gibt es alle Noten für die Spieler des FC Schalke 04 in der Einzelkritik.

Schalke-Einzelkritik gegen Mainz 05: Alle Noten für die S04-Profis

Alexander Schwolow: Der Schalker Schlussmann wurde in der ersten Halbzeit nur selten ernsthaft geprüft. In der 31. Spielminute war er hellwach und klärte im letzten Moment einen langen Ball gegen Lee. Beim Volleyschuss von Lee in der 35. Minute ebenfalls zur Stelle. Im weiteren Spielverlauf kam nicht mehr viel Zwingendes auf seinen Kasten. Wenn dann mal so etwas wie Gefahr aufkam, war er zur Stelle. Ein konzentrierter und sicherer Auftritt des Schnappers. Note: 2,5

Cedric Brunner: Auf der rechten Abwehrseite relativ unauffällig. Viele Angriffe der Mainzer gingen eher über die andere Seite. Dennoch war Brunner stets auf dem Posten, wenn er gebraucht wurde und ließ nur wenig bis gar nichts über seinen Flügel zu. In der offensive eher zurückhaltend, jedoch hin und wieder mit ordentlichen Flanken unterwegs. Insgesamt ein solider Job. Note: 3,0

Schalke-Einzelkritik gegen Mainz 05: Henning Matriciani blüht als Innenverteidiger auf

Maya Yoshida: Der Japaner zeigte sich sichtlich formverbessert. Seine Abwehraktionen waren zwar nicht immer einwandfrei und klar, jedoch hielt er den Laden gemeinsam mit Matriciani bis zum Schluss zusammen. Mehrmals landete der Ball zwar herrenlos im Schalker Strafraum, jedoch wurde es nur selten richtig brenzlig. In Summe eine befriedigende Leistung. Note: 3,0

Henning Matriciani: Der Youngster entpuppt sich immer mehr als heimlicher Abwehr-Chef. Spielte sehr aufmerksam, unaufgeregt und kontrolliert. Im Zweikampf sehr robust und resolut. Auch in der Luft oftmals besser als seine Gegenspieler. Mit solchen Leistungen kommt er auch in der Rückrunde als Innenverteidiger infrage. Note: 2,0

Henning Matriciani überzeugte gegen Mainz auf ganzer Linie.

Schalke-Einzelkritik gegen Mainz 05: Tobias Mohr offenbart weiterhin Abwehr-Defizite

Tobias Mohr: Auf seiner Abwehrseite war deutlich mehr Betrieb, als auf der von Cedric Brunner. Hatte hin und wieder große Mühe mit Ingvartsen und Stach. Defensiv stand er nicht immer sattelfest und ließ sich oftmals zu leicht abkochen. Wirkte wie schon gegen Bremen unsicher im Abwehrverhalten. Hier muss Tobias Mohr noch deutlich zulegen. In der Offensive war der Ex-Heidenheimer dafür ziemlich fleißig. In der 14. Minute hätte er mit seinem feinen langen Ball beinahe Simon Terodde zu seinem zweiten Treffer des Tages verholfen, der Ball war am Ende jedoch zu scharf. In der 83. Minute dann ein kläglicher Vorstoß, als er eine vier-gegen-zwei Überzahlsituation viel zu überhastet mit einer Flanke ins Aus abschloss. Tobias Mohr fällt in einer starken Schalker Mannschaft bei der S04-Einzelkritik ab. Note: 4,5

Tom Krauß: Der Youngster ging im Zentrum aufgrund der starken Leistungen von Alex Kral und Florent Mollet beinahe unter. Tom Krauß machte seine Sache aber ebenfalls mehr als ordentlich. Auch er zeigte viel Leidenschaft, gewann wichtige Zweikämpfe und ackerte für die Mannschaft. Offensiv trat er dagegen nur selten in Erscheinung. Trotzdem unterm Strich sehr solide und mit wenig Fehlern. Note: 3,0

Schalke-Einzelkritik gegen Mainz 05: Alex Kral mit Gala-Vorstellung im Mittelfeld

Alex Kral: Der Tscheche zeigte eine überragende Partie gegen den FSV Mainz 05. Er bewies echte Leader-Qualitäten und ging kaum einem Zweikampf aus dem Weg. Gefühlt war Alex Kral überall auf dem Platz. Das 1:0 bereitete er sensationell vor. Zunächst erkämpfte er sich im Mittelfeld den Ball und spielte anschließend einen echten Zuckerpass in die Tiefe auf Simon Terodde, der die Kugel nur noch an Keeper Zentner vorbei legen musste. In der 32. Spielminute hätte Kral sich beinahe noch mit einem eigenen Treffer belohnt, Hack grätschte aber im letzten Moment noch dazwischen. Trotzdem war es eine bärenstarke Vorstellung, die in der S04-Einzelkritik mit der Bestnote honoriert wird. Note: 1,0

Alex Kral zeigte ein überragendes Spiel.

Kenan Karaman: Mit etwas Verspätung zeigt der Offensivmann, warum Schalke 04 ihn am Ende der Transferperiode noch verpflichtet hat. Kenan Karaman ist ein belebendes Element im Angriff. Zwar gelang dem Türken nicht alles, jedoch ging er mutig ins eins-gegen-eins und suchte den Weg in die Box. Gegen Mainz war er zudem sehr laufstark und half auch defensiv mit einigen Zweikämpfen aus. In der 56. Minuten ließ er allerdings eine absolute Top-Chance liegen. Simon Terodde bediente Karaman mustergültig. Sein Kopfball aus kurzer Distanz ging dann genau auf Torhüter Zentner. Nach 72 Minuten verließ er den Platz für Danny Latza. Note: 3,0

Schalke-Einzelkritik gegen Mainz 05: Mollet leichtfüßig & Bülter ohne Glück

Florent Mollet: War neben Alex Kral und Simon Terodde der auffälligste S04-Profi im ersten Durchgang. Mehrfach bewies Mollet, was er für ein feines Füßchen hat. Punktgenaue Zuspiele und viel Dynamik kennzeichneten sein Spiel. Der Franzose war ein echter Aktivposten. In der 9. Minute sorgte er außerdem für einen vorzeitigen Jubel in der Arena, als er einen Freistoß ans Außennetz zirkelte. Einige Zuschauer hatten diesen Ball schon drin gesehen. Einziger Kritikpunkt: Seine unnötig frühe Gelbe Karte, die dafür sorgte, dass Mollet zur Halbzeit unten bleiben und durch Drexler ersetzt werden musste. Note: 2,0

Marius Bülter: Sehr engagiert und umtriebig, aber glücklos. So lässt sich die Partie von Marius Bülter gut zusammenfassen. Der 29-Jährige riss auf der linken Seite einige Kilometer ab, zeigte viel Herz, aber war in den entscheidenden Momenten zu ineffizient oder zu unpräzise. Bezeichnend war seine Mega-Chance in der 86. Minute, als er Zentner schon umkurvt hatte und den Ball an den Pfosten knallte. Spielerisch gab es in der Vergangenheit sicherlich bessere Auftritte und dennoch war sein Einsatz heute sehr lobenswert. Note: 3,5

Marius Bülter fehlte gegen Mainz 05 das nötige Glück.

Schalke-Einzelkritik gegen Mainz 05: Terodde ebnet den Weg zum Sieg

Simon Terodde: Der S04-Torjäger war wieder zur Stelle! Schon nach 10 Zeigerumdrehungen nutzte Simon Terodde seine erste Chance eiskalt und brachte seinem Team die wichtige 1:0-Führung ein. Nur wenige Augenblicke später hätte er fast auf 2:0 gestellt, der lange Ball von Tobias Mohr war allerdings nur schwer zu kontrollieren. Ansonsten war der 34-Jährige viel unterwegs und holte sich einige Bälle etwas weiter hinten ab. Ein sehr engagierter Vortrag des Altstars, der heute einiges einstecken musste. In der 56. Minute zeigte er zudem seine Fähigkeiten als Flankengott. Seine mustergültige Hereingabe vergab Kenan Karaman jedoch kläglich. Nach 84 Minuten musste er völlig entkräftet und leicht angeschlagen für Polter weichen. Note: 1,5

Dominick Drexler: kam mit Anpfiff der zweiten Halbzeit für Florent Mollet aufs Feld. Ein Tausch, der dem Schalker Spiel jedoch in keinster Weise einen Abbruch tat. Agierte im Vergleich zu Mollet zwar eher mit der gröberen Kelle, hinterließ aber einen ebenso ordentlichen Eindruck. Note: 3

Danny Latza: Eingewechselt in der 72. Minute für Kenan Karaman. Half dabei mit, den Sieg über die Zeit zu retten. Ohne Note.

Sebastian Polter: Betrat nach 84 Minuten das Feld und ersetzte den starken Simon Terodde. Setzte seinen Körper in der Schlussphase geschickt ein und holte wichtige Sekunden von der Uhr. Ohne Note.

Mehmet Aydin: Kam in der 89. für Cedric Brunner. Ohne Note.

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