Parkstadion Gelsenkirchen

Schalke-Ultras wollen Fluchtlichtmast restaurieren: Kosten explodieren

Die Schalke-Ultras wollen ein Überbleibsel des früheren Parkstadions in Gelsenkirchen retten. Doch die Kosten für die NRW-Landmarke steigen enorm.

Gelsenkirchen – Beim FC Schalke 04 hat sich in den vergangenen Jahren vieles verändert. Nicht nur der S04-Kader ist immer in Bewegung, auch das Berger Feld in Gelsenkirchen – das Trainings- und Spielgelände der „Knappen“ – hat sich seit der Jahrtausendwende enorm verändert.

VereinFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
OrtGelsenkirchen

Schalke-Ultras wollen NRW-Landmarke restaurieren: Kosten für Denkmal explodieren

Seit dem Sommer 2001 spielt der FC Schalke 04 in der Veltins-Arena. Das benachbarte Parkstadion wurde in den darauffolgenden Jahren fast komplett abgerissen. Nur die Gegengerade blieb erhalten und dient jetzt als Tribüne für rund 3.000 Zuschauer für Spiele der „Knappenschmiede“, Testspiele der Profis oder Trainingseinheiten vor Zuschauern.

Auch eine NRW-Landmarke blieb stehen. Ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen: einer der ursprünglich vier 68 Meter hohen Flutlichtmasten des Parkstadions Gelsenkirchen. Dieser ist jedoch mittlerweile in die Jahre gekommen, die Ultras des S04 wollen das „Denkmal“ restaurieren – bekamen aber einen Schock, als sie die Kosten mitgeteilt bekamen.

Schalke 04: Restaurierung des Flutlichtmastes kostet 240.000 Euro

„Vor dem finalen ‚Go‘ zum Start des Projektes betrugen die kalkulierten Kosten zur Umsetzung etwa 150.000 Euro“, teilen die Ultras Gelsenkirchen auf ihrer Homepage mit. Doch dann kam es anders: „Bedingt durch die aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und insbesondere den damit verbundenen enorm gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Arbeitsmaterialien sowie Energiepreise, traf uns in den vergangenen Tagen sprichwörtlich der Schlag, als uns die neue finale Kostenkalkulation erreichte.“

Mittlerweile sollen die Kosten für die Restaurierung des Flutlichtmastes rund 240.000 Euro kosten. „Eine nicht für möglich gehaltene Preissteigerung und gleichzeitig eine unfassbare Summe“, stellen die Schalke-Ultras fest.

Die Schalke-Ultras wollen mit dem Flutlichtmast des Parkstadions Gelsenkirchen eine NRW-Landmarke restaurieren.

Schalke-Ultras verkaufen Schals und Teile einer Torlatte für die Restaurierung

Aufgeben sei aber keine Option. Die Ultras Gelsenkirchen geben sich kämpferisch: „Auch wenn dies einen enormen Kraftakt voraussetzt, welcher ohne den bedingungslosen Zusammenhalt aller Schalker nicht zu stemmen ist. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir die Restauration des letzten Flutlichtmastes gemeinsam schaffen.“

Durch den Verkauf eines Parkstadionschals haben die Ultras bereits eine große Summe eingenommen. Bei der Saisoneröffnung am 24. Juli in Gelsenkirchen versteigerte die Fan-Gruppierung zudem drei Teile einer Torlatte – von der Mannschaft unterschrieben.

Schalke 04: Flutlichtmast soll in Gelsenkirchen „bei Nacht erstrahlen können“

Ziel des Projekts ist es, dass der Flutlichtmast des Parkstadions Gelsenkirchen aufwendig restauriert werden kann. Zukünftig soll dieser nach Angaben der Ultras und des FC Schalke 04 „wieder in Betrieb genommen werden und bei Nacht erstrahlen können“.

Der Blick ins heutige Parkstadion Gelsenkirchen – mit dem einzigen verbliebenen Flutlichtmast.

Der Flutlichtmast ist als NRW-Landmarke weithin bekannt. Wer über die A2 in Gelsenkirchen fährt, kann stets einen Blick auf das 68 Meter hohe „Denkmal“ erhaschen.

Ein Zitat des S04-Fans und Buchautors Stefan Barta zeigt auf, wie wichtig den Fans des FC Schalke 04 das Überbleibsel des Parkstadions ist: „Und wenn ich als Kind aus dem Urlaub wiedergekommen bin und zum ersten Mal die Flutlichtmasten des Parkstadions wieder gesehen habe, wusste ich, ich bin zu Hause und alles ist in Ordnung!“

Rubriklistenbild: © Michael Ketzer/Imago