S04-Heimspiel gegen Freiburg

Ultras-Choreo hat Folgen: Schalke 04 zieht nach Polizei-Vorwürfen Konsequenzen

Die große Choreografie der Ultras Gelsenkirchen beim Schalke-Heimspiel gegen Freiburg kam bei der Polizei nicht gut an. Der S04 reagiert jetzt.

Update, Montag (31. Oktober), 17.56 Uhr: Der FC Schalke 04 meldet sich noch einmal bei RUHR24 mit einem weiteren Statement. So habe es am heutigen Montag „einen Austausch zwischen dem Verein und der Polizei Gelsenkirchen“ gegeben, wie Klubsprecherin Alina Bolous mitteilt.

VereinFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
StadionVeltins-Arena
OrtGelsenkirchen

Weiter heißt es vom S04, dass „die Polizei dem Verein mit Blick auf die weitere Zusammenarbeit signalisierte, dass das gegenseitige Vertrauen zwischen den Verantwortlichen zu 100 Prozent gegeben ist“.

Polizei-Vorwurf gegen Schalke-Ultras: S04 zieht Konsequenzen nach Choreo

Update, Montag (31. Oktober), 14.20 Uhr: Der FC Schalke 04 hat auf Anfrage von RUHR24 Stellung zur Mitteilung der Polizei am Sonntagabend genommen. Der S04 bestätigt, dass die Choreografie gegen den SC Freiburg „beim Verein angemeldet und von der Polizei sowie der Feuerwehr Gelsenkirchen gleichsam genehmigt“ wurde, wie Klubsprecherin Alina Bolous mitteilt.

Aber: Auch der FC Schalke 04 hatte keine Kenntnis vom Einsatz von Rauchtöpfen in der Nordkurve: „Der Einsatz von blauem Rauch war weder Bestandteil der Anmeldung noch der Genehmigung.“

Dies habe Konsequenzen für die S04-Ultras: „Nach der Ankündigung durch die Polizei und Feuerwehr Gelsenkirchen von Sonntagabend stellt sich die Frage nach der Durchführung weiterer Choreografien zum jetzigen Zeitpunkt nicht.“ Heißt: Eine Choreo wird es bei den kommenden Heimspielen des FC Schalke 04 vorerst nicht mehr geben dürfen.

Schalke 04 sieht Sicherheitskonzept für Bundesliga-Heimspiele als unstrittig an

Schalke-Sprecherin Alina Bolous: „Die Notwendigkeit eines mit den Behörden abgestimmten Sicherheitskonzeptes zur Durchführung der Bundesliga-Heimspiele ist unstrittig. Ziel des Vereins ist es dabei, auch stets die Faninteressen in einem möglichst hohen Maß zu berücksichtigen. Dementsprechend werden wir mit allen Beteiligten sprechen, um auf einen gemeinsamen Weg zurückzukehren.“

Die Polizei Gelsenkirchen hatte am Sonntagabend mitgeteilt, „bis auf Weiteres dem Sicherheitskonzept des Vereins nicht mehr zuzustimmen, sobald Choreografien angemeldet werden“.

Die Choreo der Ultras Gelsenkirchen beim Schalke-Heimspiel gegen Freiburg.

Schwerer Vorwurf gegen Schalke-Ultras: Polizei spricht von Vertrauensverlust

Erstmeldung, Sonntag (30. Oktober), 21.07 Uhr: Zum wiederholten Mal haben die Ultras Gelsenkirchen beim FC Schalke 04 mit einer aufwändigen Choreografie für Aufsehen gesorgt. Bis nach Mitternacht arbeitete die Gruppe noch am Spieltag vor der Partie des S04 gegen den SC Freiburg (0:2) in der Veltins-Arena und bereitete die Aktion vor.

Doch nicht überall kam die unmittelbar vor dem Anpfiff des Spiels durchgeführte Choreo gut an. Polizei und Feuerwehr Gelsenkirchen sprachen fast zeitgleich mit dem Abpfiff der Partie des S04 gegen Freiburg in einer Pressemitteilung von einem „Vertrauensverlust“.

Demnach seien Absprachen mit den Schalke-Ultras bzw. dem S04 nicht eingehalten worden. Die Polizei Gelsenkirchen kündigte Konsequenzen an.

Schalke-Spiele ohne gültiges Sicherheitskonzept: Polizei lehnt künftige Choreos ab

„Bis auf Weiteres“ wollen Polizei und Feuerwehr Gelsenkirchen „dem Sicherheitskonzept des Vereins nicht mehr zuzustimmen, sobald Choreografien angemeldet werden“.

„Die Spiele müssten dann ohne gültiges Sicherheitskonzept durchgeführt werden“, wird Peter Both, Leitender Polizeidirektor der Polizei Gelsenkirchen laut Pressemitteilung zitiert.

Schalke-Choreo verärgert Polizei und Feuerwehr: Durchführung angeblich anders als vereinbart

Demnach gab es wie vor jedem Spiel eine Sicherheitsbesprechung zwischen den Klubverantwortlichen des S04, der Feuerwehr und der Polizei Gelsenkirchen. Der Choreo stimmten die Behörden zu.

Laut Pressemitteilung sei die Durchführung der Choreografie schließlich aber anders abgelaufen als vereinbart. „Entgegen der Absprachen brannten die Fans jedoch unter anderem zahlreiche Rauchtöpfe ab. Dadurch wurden sowohl Zuschauer als auch die Mannschaften beider Vereine beeinträchtigt“, so die Polizei Gelsenkirchen.

Polizei Gelsenkirchen kündigt Strafverfahren nach Schalke-Choreo an

Das Spiel des FC Schalke 04 gegen den SC Freiburg musste kurz nach Spielbeginn für rund anderthalb Minuten unterbrochen werden, da der blaue Rauch aus der Nordkurve über das Spielfeld flog und den Spielern sowie Schiedsrichtern keine freie Sicht mehr gewährte.

Die Polizei Gelsenkirchen kündigte gegenüber den Schalke-Ultras an: „Die Polizei weist darauf hin, dass das Abbrennen von Pyrotechnik aller Art in Fußballstadien verboten ist, weil es gesundheitsgefährdend ist. Es werden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.“

RUHR24 bat den FC Schalke 04 und die Ultras Gelsenkirchen am Sonntagabend um Stellungnahmen zu den Vorwürfen und deren Konsequenzen seitens der Polizei und Feuerwehr. Kurzfristig gab es noch keine Antwort des S04 und der Fan-Gruppierung. Wir berichten weiter.

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