Neue Aufgaben im Trainer-Team

Thomas Reis krempelt Schalke 04 um: Mike Büskens nicht mehr in der ersten Reihe

Schalke-Trainer Thomas Reis sorgt für Veränderungen – auch im Trainer-Team. Aufstiegstrainer Mike Büskens spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.

Gelsenkirchen – Thomas Reis, Markus Gellhaus, Matthias Kreutzer, Mike Büskens und Beniamino Molinari – die Zahl der Trainer beim FC Schalke 04 schießt in die Höhe. Das „Team hinter dem Team“ – zu dem auch noch Torwart-Trainer, Spielanalysten, Athletik-Trainer und Reha-Trainer dazugehören – ist mittlerweile so groß, dass der S04 in der Veltins-Arena umbauen musste.

Thomas Reis krempelt Schalke 04 um: Mike Büskens nicht mehr in der ersten Reihe

Sichtbar wurde das beim Heimspiel gegen den SC Freiburg. Der neue Schalke-Chef-Trainer Thomas Reis und sein „Co“ Markus Gellhaus saßen auf Klappstühlen vor der Ersatzbank, auf der sich die restlichen Mitglieder des Trainerteams, der Staff und die Ersatzspieler aufreihten.

Mit Markus Gellhaus brachte Thomas Reis seinen Co-Trainer vom VfL Bochum mit. Der 52-Jährige ist der „erste Ansprechpartner“ des S04-Coaches. Er ist das Bindeglied für den Trainer zur Mannschaft, beide vertrauen sich zu 100 Prozent. Das Duo steht an der Spitze, trifft die sportlichen Entscheidungen. Aufstiegstrainer Mike Büskens ist nicht mehr in der ersten Reihe aktiv.

Schalke-Trainer Thomas Reis setzt auf eine klare Aufgabenverteilung

Immer wieder wurden Gerüchte laut, dass Mike Büskens als „Schatten-Trainer“ auf Schalke eine Gefahr für jeden Chef-Coach sei. Ein Aufstiegstrainer in der zweiten Reihe, kann das gut gehen? Mittlerweile lässt sich sagen: Der Plan des S04 ging nur bedingt auf.

Reis-Vorgänger Frank Kramer brachte keinen Vertrauten mit, verzichtete auf Wunsch des S04 auf einen eigenen Co-Trainer. Mike Büskens war weiterhin in der ersten Reihe zu sehen. „Mit Frank war es möglich, eine gewisse Konstanz zu erhalten und die Aufstiegstrainer ganz nah an der Mannschaft zu haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Schröder der FAZ. Jetzt sieht es beim FC Schalke 04 anders aus. Thomas Reis setzt auf eine klare Aufgabenverteilung.

Schalke-Trainer Thomas Reis (r.) setzt auf eine klare Aufgabenverteilung – auch mit Aufstiegstrainer Mike Büskens.

Matthias Kreutzer hilft bei Schalke 04 bei den Spielanalysen

Co-Trainer Matthias Kreutzer, dem Reis ein „gutes Auge“ bescheinigt, hilft dem Chef-Trainer und Markus Gellhaus vor allem bei der Trainingsgestaltung mit. Der 49-Jährige gilt als Taktikfuchs und bringt sich viel in die Spielanalyse ein.

Matthias Kreutzer beschrieb seine Arbeit einst wie folgt: „Das Ziel ist es, für jeden Spieler eine Akte anzulegen, mittels derer wir seine Stärken und Schwächen, aber auch sein Potenzial anschaulich herausstellen können. Das Material hilft gleichzeitig uns und dem Spieler, im Dialog die gewünschten Ziele besser zu erreichen.“

Schalke-Aufstiegstrainer Mike Büskens arbeitet als „Bindeglied zur U23“

Mike Büskens agiert als „Bindeglied zur U23“, wie es Thomas Reis ausdrückte. Er ist erster Ansprechpartner für die jungen Talente, die bei den Profis mittrainieren. Diese Aufgabe hatte er bereits vor seinem Posten als Interims-Chef-Trainer in der Aufstiegssaison inne.

Das Trainer-Team auf Schalke: (v.l.) Thomas Reis, Markus Gellhaus, Matthias Kreutzer, Beniamino Molinari und Mike Büskens.

Hinzu kommt Sprachtalent Beniamino Molinari als Co-Trainer beim FC Schalke 04. Der 42-Jährige kam im Juni zum S04 und wurde von Ex-Sportdirektor Rouven Schröder als „Menschenfänger und Teamplayer“ beschrieben. Zuvor arbeitete er für den amtierenden zyprischen Meister Apollon Limassol.

Schalke-Trainer Thomas Reis deutet personelle Änderungen an: Gespräche in der WM-Pause

Ob der S04 in dieser Besetzung mit vier Co-Trainern auch den Rest der Saison angehen wird, ließ Thomas Reis bei der Pressekonferenz am 3. November vor dem Bremen-Spiel offen. Der Trainer deutete an, dass es personelle Änderungen geben könnte.

Er wolle sich mit Sportvorstand Peter Knäbel in der WM-Pause zusammensetzen „und schauen, wie wir weiterhin die Aufgaben verteilen“. Aktuell zeigt sich Thomas Reis aber mit der Aufgabenverteilung zufrieden: „Mir wird Arbeit abgenommen, sodass ich mir auch mal in Ruhe ein Training anschauen kann, um die Spieler ein bisschen anders zu beäugen.“

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