Missverständnis neigt sich dem Ende

TSG Hoffenheim wird S04-Leihgabe Sebastian Rudy fest verpflichten - finaler Transfer "wohl nur noch eine Formsache"

Sebastian Rudy wird wohl nicht zum FC Schalke 04 zurückkehren.
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Sebastian Rudy wird wohl nicht zum FC Schalke 04 zurückkehren.

Sebastian Rudy ist derzeit vom FC Schalke 04 an die TSG Hoffenheim verliehen. Eine Rückkehr zum S04 wird es wohl nicht geben.

  • Die TSG 1899 Hoffenheim will bei Sebastian Rudy die Kaufoption ziehen.
  • Gegenwärtig kickt der 29-Jährige noch als Leihgabe von Schalke 04 für den Klub aus Sinsheim.
  • Der finale Transfer wäre wohl im Interesse aller beteiligter Parteien.

Gelsenkirchen/Sinsheim - 850.000 Euro hat die TSG Hoffenheim an den FC Schalke 04 bezahlt, um sich für ein Jahr die Dienste von Sebastian Rudy (29) zu sichern. Im Sommer werden wohl weitere sechs Millionen Euro an den Klub aus Gelsenkirchen fließen. 

Das ist dem Vernehmen nach die Summe, für die die TSG den 29-fachen Nationalspieler fest verpflichten kann. Allerdings heißt es, dass es zwei Gründe gibt, weswegen Sebastian Rudy zurück zum FC Schalke 04 muss.

FC Schalke 04: Bevorstehender Wechsel von Sebastian Rudy zur TSG Hoffenheim

Laut kicker (Printausgabe vom 30. Dezember) bereitet man in Sinsheim den finalen Transfer des Mittelfeldspielers bereits vor. Dass die TSG Hoffenheim im Sommer die Kaufoption ziehen wird, sei "wohl nur noch eine Formsache". Allzu überraschend ist diese Nachricht nicht.

Der Wechsel zum S04 im Sommer 2018 sollte sich schon sehr bald als beidseitiges Missverständnis entpuppen. Sebastian Rudy, der in einem Interview scharf gegen den FC Schalke 04 schießt, sollte im zweiten Jahr unter Domenico Tedesco (34) Dreh- und Angelpunkt des neuen Schalker Offensivfußballs werden. Weil Königsblau den Saisonstart jedoch völlig in den Sand setzte, nahm man von diesem Vorhaben recht schnell Abstand.

Sebastian Rudy will nicht zum S04 zurückkehren

Mit der Rückkehr zum destruktiveren Fußball aus der Vizemeister-Saison wollten Trainer und Mannschaft den freien Fall stoppen. Sebastian Rudy, bei dem sich abzeichnet, wie es mit ihm und dem FC Schalke 04 weitergeht, sah sich mit einer taktischen Ausrichtung konfrontiert, die ihm alles andere als gefiel - Schalke hatte einen teuren Spieler im Kader, für den es wenig bis gar keine Verwendung gab.

Wie wenig Schalke und Sebastian Rudy zusammenpassten, belegen auch die Leistungsdaten aus der gemeinsamen Zeit. In 28 Einsätzen traf der 29-Jährige kein einziges Mal und erzielte keine einzige Torvorlage. Der erhoffte Mittelfeldmotor war er zu keinem Zeitpunkt.

Auch macht Sebastian Rudy selbst keinen Hehl daraus, dass er nicht zu Schalke 04 zurückkehren möchte. Warum auch? Bei der TSG Hoffenheim erlebt der frühere Münchener derzeit seinen zweiten Frühling. Trainer Alfred Schreuder (47) setzt voll auf die S04-Leihgabe.

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Mit 1440 Spielminuten sammelte Sebastian Rudy in der laufenden Spielzeit so viele Einsatzminuten, wie kein anderer Spieler der TSG. Einzig eine Gelbsperre zwang den 29-Jährigen, sich ein Spiel von der Tribüne anzusehen - ausgerechnet die 1:3-Niederlage bei RB Leipzig.

Sebastian Rudy: Abschied von Schalke scheint sicher

Auf noch mehr Einsatzzeit will der Mittelfeldspieler in der kommenden Saison kommen. "Ich werde alles dafür tun, auch mit der TSG noch mal international zu spielen", so Sebastian Rudy im kicker. Das setzt allerdings voraus, dass der FC Schalke 04 und die TSG Hoffenheim den Transfer bis zum Sommer offiziell abwickeln.

Video: Verlorenes Jahr für Sebastian Rudy - Rückkehr zu Hoffenheim

In den Genuss eines internationalen Pokalspiels mit seinem Herzensklub ist Sebastian Rudy bis jetzt noch nicht gekommen. Bislang hat der Mittelfeldspieler nur mit dem VfB Stuttgart, Bayern München und Schalke 04 Champions-League-Luft schnuppern dürfen.