DFB-Pokal-Spiel des FC Schalke 04

Verwirrung um Gelbe Karte für S04-Verteidiger: Warum Salif Sané nicht vom Platz flog

Alle, selbst der Live-Ticker des FC Schalke 04, dachten, dass Salif Sané gegen den FC Schweinfurt zweimal Gelb sah. Trotzdem flog er nicht vom Platz.

Gelsenkirchen - Am Ende gewann der FC Schalke 04 im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 deutlich mit 4:1 (2:1). Doch danach hatte es am Dienstag (3. November) lange Zeit gar nicht ausgesehen.

NameSalif Sané
Geboren25. August 1990 (Alter 30 Jahre), Lormont, Frankreich
Größe1,96 Meter
Gewicht78 Kg
Karrierebeginn2010
BruderLudovic Sané

FC Schalke 04: Salif Sané verschuldet gegen FC Schweinfurt im DFB-Pokal einen Elfmeter

Schon gar nicht in der 69. Spielminute, als Schiedsrichter Sven Jablonski (30) Elfmeter pfiff - für den FC Schweinfurt! Zu dem Zeitpunkt führte der FC Schalke 04 nur mit 2:1 und hatte bis dahin große Probleme gegen den Viertligisten offenbart.

Nach Ansicht des Schiedsrichters hatte Salif Sané (30) ein Foulspiel an Adam Jabiri (36) begangen. Nach der Partie teilten nicht alle Beteiligten diese Ansicht. Der Video-Schiedsrichter konnte aber nicht konsultiert werden, da er im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz kommt.

FC Schalke 04: Salif Sané verschuldet zwei Elfmeter in fünf Tagen

Für Salif Sané war es das zweite Mal binnen fünf Tage, dass er einen Elfmeter verschuldete. Erst am vergangenen Freitag (30. Oktober) beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart hatte der baumlange Innenverteidiger den Ball im Strafraum unglücklich gegen den Arm geköpft bekommen (alle News zum S04 auf RUHR24.de).

Dieses Mal war seine Aktion aber alles andere als unglücklich. Entsprechend bekam er keine gute Note und Einzelkritik nach dem Spiel des FC Schalke 04 gegen den FC Schweinfurt.

Salif Sané vom FC Schalke 04 sah gegen den FC Schweinfurt von Schiedsrichter Sven Jablonski die Gelbe Karte.

FC Schalke 04: Fans rechnen mit Platzverweis von Salif Sané

Doch das schien im Moment des Pfiffs von Schiedsrichter Sven Jablonski noch das geringste Problem aller Königsblauen zu sein. Es passte aber ins Bild der Fans, die den FC Schalke 04 nach dem Sieg im DFB-Pokal gegen den FC Schweinfurt auf Twitter mit Häme und Spott übergossen.

Denn nicht nur, dass die S04-Anhänger dachten, dass der krasse Außenseiter mit dem 2:2-Ausgleich tatsächlich noch einmal ins Spiel zurückfinden würde und das bei dem labilen Zustand der Mannschaft beinahe schon einem Todesstoß gleich gekommen wäre. Darüber hinaus dachte jeder beim Zücken der Gelben Karte des Unparteiischen, dass Salif Sané nun auch den Platz verlassen muss.

FC Schalke 04: Salif Sané in Rudelbildung mit Kristian Böhnlein vom FC Schweinfurt

Warum? Für fast alle Beobachter und vor allem die TV-Zuschauer war es für Salif Sané bereits die zweite Gelbe Karte im DFB-Pokal-Fight.

Demnach hatte der Innenverteidiger des FC Schalke 04 bereits in der 56. Spielminute nach einer Rudelbildung mit Kristian Böhnlein (30) vom FC Schweinfurt den „gelben Karton“ gesehen. Nach einem absichtlichen Foulspiel von Böhnlein, der den S04-Verteidiger von hinten mit einem Tritt gegen das Knie unsanft gestoppt hatte, war Letzterer sofort aufgestanden und hatte sich mit dem Übeltäter angelegt.

Salif Sané (FC Schalke 04): Platzverweis bleibt nach Elfmeterpfiff aus – Zuschauer irritiert

Der Frust von Salif Sané war in dieser Situation verständlich. Die Gelbe Karte für Kristian Böhnlein ebenso. Und in dem kurz danach aufgelösten Gerangel sah es für (fast) alle Beobachter so aus, als ob der Abwehrspieler des FC Schalke 04 ebenfalls die Gelbe Karte gesehen hatte.

Als TV-Kommentator Marcus Lindemann (54) dann nach der Gelben Karte gegen Salif Sané in der 69. Minute wie alle anderen (außerhalb des Platzes) dachte, dass damit der Platzverweis perfekt wäre, dieser aber nicht erfolgte, war die Verwirrung perfekt. Selbst der FC Schalke 04 ging in seinem Ticker vom Platzverweis aus.

Nabil Bentaleb beim DFB-Pokal-Spiel des FC Schalke 04 gegen den FC Schweinfurt.

FC Schalke 04: Nabil Bentaleb und nicht Salif Sané bei der Rudelbildung bestraft

Erst Minuten später folgte die Aufklärung. Sky-Kommentator Marcus Lindemann hatte sich bei seinen Kollegen erkundigt, die ebenfalls auf Spurensuche gehen mussten.

Die Lösung: Es war nicht Salif Sané, sondern Nabil Bentaleb, der bei der Rudelbildung die Gelbe Karte gesehen hatte. Offenbar hatte demnach nur Schiedsrichter Sven Jablonski den Durchblick.

FC Schalke 04: Erster Sieg nach 273 Tagen - mit Salif Sané auf dem Platz

Wie übrigens dann auch Ralf Fährmann (32). Der parierte den fälligen Elfmeter vom FC Schweinfurt, der danach wie gebrochen wirkte.

Fortan hatte der FC Schalke 04 noch mehrere Torchancen und konnte sich so nach 273 Tagen ohne Pflichtspielsieg mal wieder über einen Erfolg freuen. Mit Salif Sané, der beim Abpfiff dann noch auf dem Platz stand.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/dpa

Mehr zum Thema