12. Bundesliga-Spieltag

Schalke-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Viermal Note 5 bei erneuter Pleite

Der FC Schalke zeigte sich gegen den SC Freiburg stark verbessert in der Defensive. Doch das Offensiv-Problem bleibt. Die Einzelkritik mit Noten.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 verliert auch unter Neu-Trainer Thomas Reis. Der S04 kassierte am 12. Bundesliga-Spieltag gegen den SC Freiburg eine 0:2-Pleite. Die Einzelkritik mit Noten.

BegegnungFC Schalke 04 – SC Freiburg
Endstand0:2
Wettbewerb1. Bundesliga (12. Spieltag)

Schalke-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Alexander Schwolow verhindert Schlimmeres

Alexander Schwolow: Der zuletzt unsichere S04-Schlussmann mit einer seiner besten Saisonleistungen: Er hielt einen Doan-Abschluss (26. Spielminute) sicher, parierte gegen Grifo (53. und 54.), wehrte einen Kübler-Abschluss zur Seite ab (74.) und sprang auch beim 0:2 vom Punkt (61., Grifo) in die richtige Ecke, doch konnte wie schon beim 0:1 durch Grifo (45. +1) den Einschlag nicht verhindern. Note: 2,5

S04-Torwart Alexander Schwolow behielt den Durchblick, doch konnte die Gegentore trotzdem nicht verhindern.

Thomas Ouwejan: Überschaubare Leistung des Standardspezialisten, denn der Linksverteidiger musste bereits nach 34 Spielminuten verletzt ausgewechselt werden. Auffällig wurde er nur einmal: Sein Freistoß in der 21. Spielminute führte zu einem Gäste-Konter. Note: 3,5

Schalke-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Innenverteidiger-Duo weiß zu überzeugen

Henning Matriciani: Der 22-Jährige überzeugte mit einer tollen Vorstellung, die dennoch in einer S04-Niederlage mündete. Er lief 9,5 Kilometer, gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 85 Prozent seiner Bälle an den Mann. Note: 2,5

Maya Yoshida: Der Abwehr-Chef präsentierte sich stark verbessert. Am Boden, aber vor allem in der Luft, gab es kaum ein Vorbeikommen am Japaner. Jedoch: Beim 0:1 durch Grifo war er nur Zuschauer. Und: Die Geschwindigkeitsdefizite bleiben. Note: 3

S04-Verteidiger Maya Yoshida präsentierte sich stark in der Luft.

Cedric Brunner: Ackerte viel, doch war kaum ins S04-Spiel eingebunden. Wurde es gefährlich, dann ging es ausschließlich über die linke Seite. Der Rechtsverteidiger kam vor dem 0:1 zu spät in den Zweikampf. Note: 5

Schalke-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Tom Krauß zwischen Genie und Wahnsinn

Tom Krauß: Hohe Passquote (94 Prozent), doch extrem schwach in den Zweikämpfen (12 Prozent) – so auch vor dem 0:1: Der zentrale Mittelfeldspieler ließ Grifo Zeit und Raum, den SC Freiburg in Front zu schießen. Zudem mangelte es an Ideen, die Kollegen in Szene zu setzen. Einziger Lichtblick: Tolle Einzel-Aktion in der 77., als der 21-Jährige einen von Mollet verloren geglaubten Ball zurückeroberte, sich mit einem Doppelpass über Terodde in die Freiburger Gefahrenzone kombinierte und erst von SC-Torwart Flekken gestoppt werden konnte. Wurde nach 81 Spielminuten erlöst. Das kann er deutlich besser. Note: 5

Alex Kral: Das Engagement hat gestimmt, die Leistung nicht. Das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive kam auf magere 42 Ballaktionen, von 31 Pässen landeten 13 beim Gegner. Note: 4

Marius Bülter: Erhebliche Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Der Flügelspieler kam zu spät in den Zweikampf vor dem 0:1 und hatte gegen Höler Glück, dass dessen Kopfball am S04-Kasten vorbeischoss (86.). Immerhin: Der 29-Jährige gab drei Torschüsse ab und schrubbte fast elf Kilometer ab. Note: 4

Schalke-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Karaman belebt die S04-Offensive

Kenan Karaman: Der Angreifer hatte den ersten S04-Abschluss der Partie (19.). Er war der auffälligste Schalker in einer sonst ungefährlichen Offensive: Sehr umtriebig, sehr engagiert, sprach viel, forderte die Bälle. Das macht Hoffnung auf mehr. Nach 56 Spielminuten war Feierabend. Note: 3

Florent Mollet: Hatte viel Zeit nach Zuspiel von Bülter, doch schloss zu hastig ab und jagte das Leder weit über den Kasten des Sport-Clubs (44.). Es sollte die einzig nennenswerte Aktion des Franzosen blieben. Aber: Kein Schalker lief mehr (12,5 Kilometer). Note: 4

Florent Mollet viel gegen den SC Freiburg die meisten Kilometer aller S04-Spieler.

Sebastian Polter: Der Stürmer wollte seinen Startelf-Einsatz nutzen, um den neuen Trainer von seinem Können zu überzeugen, doch vergaß den Fußball. Nach 56 Spielminuten und ohne einen einzigen Torschuss (aber sieben Fouls) ausgewechselt. Note: 5

Schalke-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Calhanoglu bekommt die Note 5

Kerim Calhanoglu: Legte los wie die Feuerwehr, doch ließ mächtig nach. Der Außenverteidiger war nach seiner Einwechselung für Ouwejan (34.) erst wenige Sekunden auf dem Platz, als sein wuchtiger Abschluss von der Sechzehner-Kante nur knapp das Freiburger Tor verpasste (36.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff ermöglichte er den Gästen durch ein unüberlegtes Anlaufen den Angriff, der zum 0:1 führte und ebenso ungestüm ging er gegen Jeong in den Zweikampf, der im Elfmeter und dem 0:2 mündete. Note: 5

Tobias Mohr: In der 56. für Karaman eingewechselt, brauchte der Flügelspieler zunächst einige Minuten, um ins Spiel zu finden, doch sorgte in der Folge mit seinen Hereingaben durchaus für Gefahr (76., 83.). Sein linker Fuß bleibt eine Waffe, die der 27-Jährige allerdings noch zu selten zur Geltung bringt. Note: 3,5

Simon Terodde: Der Stürmer betrat nach 56 Spielminuten für Polter den Rasen. Doch auch die Nummer neun strahlte wenig Torgefahr (ein Abschluss) aus. Note: 4,5

Danny Latza: Durfte ab der 81. für Krauß ran. Ohne Note

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