„Bisher noch nicht anwesend“

Weidenfeller verpetzt Asamoah: Schalke-Legende „schwänzt“ das Studium

BVB-Ikone Roman Weidenfeller und Schalke-Legende Gerald Asamoah sind derzeit Kommilitonen. Dennoch laufen sie sich nicht oft über den Weg.

Gelsenkirchen – Roman Weidenfeller und Gerald Asamoah waren für viele Jahre die Gesichter der Rivalität zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04. Die beiden Ex-Nationalspieler verstanden sich in den direkten Duellen auf dem Platz oft ähnlich gut wie die beiden Fangruppen auf den Tribünen.

Weidenfeller verpetzt Schalke-Legende Asamoah: „An Präsenztagen noch nicht anwesend“

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass beide ihren Vereinen auch nach dem Karriereende treu geblieben sind. Weidenfeller arbeitet als BVB-Botschafter, Asamoah leitet die Lizenzspielerabteilung von Schalke 04. Außerdem drücken beide inzwischen gemeinsam die Schulbank.

Denn Weidenfeller und Asamoah sind zwei von insgesamt 17 Teilnehmern des Sportmanagement-Studiums, welches die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gemeinsam anbieten. Der Platz von Asamoah bleibt im „Klassenzimmer“ aber in der Regel leer, wie Weidenfeller jetzt in einem Interview mit der Bild verriet.

„Bisher war er (Asamoah, Anm. d. Red.) allerdings bei den Präsenztagen noch nicht anwesend, da er sich um Schalke kümmern musste“, so der langjährige BVB-Torwart. Tatsächlich ist Asamoah beim S04 voll mit der Mission „Klassenerhalt“ beschäftigt. Das plötzliche Aus von Rouven Schröder als Sportdirektor und der Trainerwechsel mitten in der Saison dürften das Arbeitspensum von „Asa“ zudem nicht verringert haben.

Weidenfeller und Asamoah studieren gemeinsam: Torsten Frings vermittelte zwischen Derby-Streithähnen

Viel Zeit für die Schulbank bleibt da nicht. Dabei hat es das Studium durchaus in sich, wie Weidenfeller erzählt. „Selbst Hausarbeiten bekommen wir zwischen den Präsenztagen“, so der 42-Jährige.

Sollten sich Weidenfeller und Asamoah in Zukunft auf dem Weg zur Vorlesung aber doch noch einmal begegnen, dürfte es weit weniger hitzig zugehen als bei den vielen Revierderbys, in denen beide aufeinandertrafen. Denn das böse Blut zwischen dem Dortmunder und dem Schalker gehört der Vergangenheit an.

Auf dem Platz nie die besten Freunde: Roman Weidenfeller (l.) und Gerald Asamoah (m.)

Am Rande eines Legenden-Spiels der Nationalmannschaft haben sich die beiden Derby-Hitzköpfe ausgesprochen und alte Feindseligkeiten aus der Welt geschafft. „Es war an der Zeit, sich die Hand zu geben und gemeinsam ein Bier zu trinken. Torsten Frings hatte die Idee, kam mit zwei Getränken an und hat uns so die Brücke gebaut. Jetzt drücken wir beide sogar gemeinsam die Schulbank“, so Weidenfeller im Bild-Interview.

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