Trotz Kaufoption

Schalke 04 bestätigt Itakura-Abgang: Die S04-Entscheidung ist alternativlos

Der S04 hat im Fall von Ko Itakura eine Transfer-Entscheidung getroffen. Der Japaner wird demnach nicht fest verpflichtet. Die Gründe dafür.

Update, Dienstag (31, Mai), 16.23 Uhr: Jetzt ist es amtlich, Ko Itakura wird den FC Schalke 04 wieder verlassen. Sportdirektor Rouven Schröder erklärt in einer Klubmitteilung die Gründe: „Sportlich gibt es keine zwei Meinungen: Ko war einer der herausragenden Spieler in der vergangenen Saison. Wir hätten ihn gerne als Teil unserer Bundesliga-Mannschaft gesehen, allerdings war dies aus finanziellen Gründen leider nicht möglich.“

NameKo Itakura
Geboren27. Januar 1997 (Alter 25 Jahre), Yokohama, Japan
Größe1,86 Meter
Aktueller Verein FC Schalke 04 (auf Leihbasis von Manchester City)

Schalke 04 bestätigt Itakura-Abgang: Die Entscheidung des S04 ist alternativlos

Der Sportdirektor weiter: „Wir wollen nicht drum herumreden – zum jetzigen Zeitpunkt, an dem noch zahlreiche Kaderentscheidungen umgesetzt werden müssen, konnten wir die Kaufoption nicht ziehen. Das finanzielle Volumen war schlicht zu groß und hätte unseren mit Bedacht gesetzten Rahmen gesprengt.“ Demnach wolle der S04 seinen Weg konsequent fortsetzen: Nur das Geld ausgeben, was der Verein zur Verfügung habe.

Ko Itakura selbst äußerte laut S04-Angaben Verständnis für die Entscheidung: „Ich hatte den großen Wunsch, weiter auf Schalke zu spielen und werde alle Menschen dort sehr vermissen. Aber ich verstehe die grundsätzlichen Rahmenbedingungen, die der Entscheidung zugrunde liegen.“

Schalke 04 gibt Ko Itakura ab: Die Entscheidung des S04 ist alternativlos

Erstmeldung, Dienstag (31, Mai), 12.55 Uhr: Die Fans von Schalke 04 hatten lange auf ein kleines Wunder gehofft. Doch allem Anschein nach bleibt es ihnen verwehrt. Wie Sky, Bild und Sport1 unabhängig voneinander berichten, lässt der S04 die vereinbarte Kaufoption bei Ko Itakura verstreichen. Der Aufstiegsheld wird in der kommenden Saison folglich nicht im königsblauen Trikot auflaufen.

Er war einer der Garanten für die starke Saison des FC Schalke 04, die im direkten Wiederaufstieg und der Zweitligameisterschaft mündete. Ko Itakura kam in 31 von 34 möglichen Spielen zum Einsatz und erzielte dabei vier Tore. Doch viel wichtiger war sein kompromissloses Auftreten auf dem Platz. Er verkörperte die Malocher-Mentalität wie kaum ein anderer S04-Profi in den vergangenen Jahren.

Umso bitterer ist nun die Entscheidung der Schalke-Verantwortlichen, von einer Verpflichtung Abstand zu nehmen. Jedoch ist sie aufgrund der finanziellen Situation im Klub alternativlos. Finanzchefin Christina Rühl-Hammers machte erst kürzlich gegenüber der Bild deutlich: „Wir geben nur das Geld aus, das wir auch haben.“

Schalke 04 lässt Kaufoption bei Ko Itakura verstreichen: Ablösesumme finanziell nicht darstellbar

Schalke 04 hatte im Zuge der Leih-Vereinbarung mit Manchester City eine Kaufoption in Höhe von etwa 5 Millionen Pfund (ca. 5,9 Millionen Euro) ausgehandelt. Diese Option läuft allerdings am Dienstag (31. Mai) ab. Um von jener Vertragsklausel Gebrauch zu machen, fehlt es dem Revierklub an finanziellen Ressourcen.

Mit dem Aufstieg gingen beim S04 gleich mehrere Kaufverpflichtungen einher. So mussten bereits fixe Ablösesummen für die Leihspieler Thomas Ouwejan (2 Millionen Euro an AZ Alkmaar), Rodrigo Zalazar (2,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt) und Marvin Pieringer (500.000 Euro an den SC Freiburg) bezahlt werden.

Schalke 04: Manchester City untersagt direkten Weiterverkauf von Ko Itakura

Laut Sky-Reporter Dirk große Schlarmann gibt es für Schalke 04 auch nicht die Möglichkeit, Ko Itakura zu verpflichten, um ihn anschließend für mehr Geld weiterzuverkaufen. Manchester City habe zuvor vertraglich eindeutig fixiert, dass ein direkter Weiterverkauf nicht erlaubt wäre.

Der S04 lässt die Kaufoption bei Ko Itakura verstreichen.

Die Zukunft von Ko Itakura ist daher zunächst ungewiss. Mit seinen Leistungen im S04-Dress hat er sich jedoch in den Fokus einiger Klubs gespielt. So sollen unter anderem der SC Freiburg, Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim großes Interesse an einer Verpflichtung zeigen.

Rubriklistenbild: © Fotos: Tim Rehbein/RHR-Foto; Montage: RUHR24

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