Lösungen für die S04-Krise

Kritik von Jochen Schneider an den eigenen Kollegen bei Schalke 04: „Das ist verheerend“

„Dann haben wir keine Chance!“ Jochen Schneider appelliert an den Verein. Der FC Schalke 04 müsse dringend mehr zusammenhalten.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 muss mittlerweile nicht nur auf dem Platz heftig gegen die Krise ankämpfen. Am Ernst-Kuzorra-Weg brennt es mittlerweile an allen Fronten lichterloh.

NameJochen Schneider
Geboren13. September 1970 (Alter 50 Jahre), Mutlangen
Funktion beim FC Schalke 04Sportvorstand

Jochen Schneider (FC Schalke 04) suspendiert Nabil Bentaleb, Amine Harit und löst Vertrag mit Vedad Ibisevic auf

Sportvorstand Jochen Schneider (50) hatte insbesondere am Dienstag (24. November) alle Hände voll zu tun. Der 50-Jährige suspendierte vorübergehend Nabil Bentaleb (26) und Amine Harit (23), löste den Vertrag mit Vedad Ibisevic (36) zum 31. Dezember dieses Jahres auf und musste Stellung zum Aus vom Technischen Direktor Michael Reschke (63) beim S04 beziehen.

Die sportliche Krise des FC Schalke 04 ist dadurch natürlich nicht gestoppt. Bekanntlich warten die Königsblauen seit mittlerweile 24 Spielen auf einen Sieg in der Bundesliga. Der bis dato letzte datiert vom 17. Januar gegen Borussia Mönchengladbach (2:0).

Jochen Schneider (FC Schalke 04): S04 zerfleischt sich aktuell ein Stück weit

Kein Wunder, angesichts der vielschichtigen Probleme, die die „Knappen“ haben. „Aktuell zerfleischen wir uns ein Stück weit“, hält Jochen Schneider mit Kritik gegen die eigenen Reihen des FC Schalke 04 nicht hinter dem Berg.

Geht es nach dem Sportvorstand des S04, dann ist die Lösung dieses Problems auch der Ansatz für das große Ganze. In einer digitalen Medienrunde am Mittwoch (25. November) rüffelte der 50-Jährige die eigenen Kollegen.

S04-Sportvorstand Jochen Schneider ist frustriert darüber, dass ständig Informationen nach außen dringen.

Jochen Schneider (FC Schalke 04): Rüffel an S04-Kollegen für die Weitergabe von Informationen

„Wenn etwas nach außen dringt, dann Glückwunsch an Sie, aber das ist verheerend“, so Jochen Schneider gegenüber den Journalisten. „Da müssen wir schleunigst dagegenhalten. Das ist meine Vision für die nächsten Wochen und Monate. Wenn wir zusammenhalten, dann kommen wir aus der Krise.“

Für den Sportvorstand des FC Schalke 04 ist „das der Anfang. Wir müssen zusammenhalten. Auf allen Ebenen. Das ist mir zuletzt zu kurz gekommen.“

Jochen Schneider (FC Schalke 04): Zwei Punkte stimmen den S04-Sportvorstand optimistisch

Optimistisch stimmt Jochen Schneider trotz der Mega-Krise beim FC Schalke 04 die „Erkenntnis der Jungs, dass es nur zusammen geht. Auf dem Platz, in der Kabine, durch das Helfen des Nebenmannes“, so der Sportvorstand weiter. Außerdem komme ein weiterer Aspekt hinzu.

„In Kombination mit dem Potenzial, und ich sage bewusste nicht Qualität, kriegen wir es wieder hin. Es geht nur darum, dass die Mannschaft wieder positive Ergebnisse hinbekommt.“ Das klappte zuletzt bei der 0:2-Niederlage des S04 gegen den VfL Wolfsburg aber nicht. Sehr zur Überraschung des 50-Jährigen.

Jochen Schneider (FC Schalke 04): Erste Halbzeit gegen VfL Wolfsburg war ein heftiger Rückschlag

„Die erste Halbzeit gegen den VfL Wolfsburg war ein heftiger Rückschlag, den ich so nicht erwartet habe. Vor allem nicht nach dem Spiel in Mainz“, gibt Jochen Schneider unumwunden zu.

In der Tat hatte der FC Schalke 04 beim 2:2 gegen Mainz 05 trotz viel Schiedsrichter-Ärger nicht nur die beste Saisonleistung, sondern überhaupt die beste Leistung seht über einem halben Jahr gezeigt. Doch dann kamen die Länderspiele und der kleine Funken Hoffnung erlisch im nächsten Spiel gegen die „Wölfe“ binnen weniger Minuten.

Jochen Schneider (FC Schalke 04): Wir brauchen keine Konkurrenten im eigenen Verein

Damit die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben gehalten werden kann, „brauchen wir diesen einen Sieg“, so Jochen Schneider. Doch dafür bedarf es beim FC Schalke 04 noch mehr Zusammenhalt, wie der Sportvorstand nicht müde wird zu betonen.

„Wenn man den eigenen Kollegen nicht trauen kann, was ist das dann für ein Miteinander? Wir haben schon 17 große Konkurrenten im Land, da brauchen wir nicht noch zusätzliche im Verein. Wenn wir das aber nicht hinkriegen, dann haben wir keine Chance.“

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/Kirchner-Media

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