Dank Maya Yoshida

FIFA zahlt 215 Millionen Euro an Klubs – auch Schalke 04 kassiert ab

Wie schon bei den zurückliegenden drei Weltmeisterschaften entschädigt die FIFA Vereine, die ihre Spieler für die WM abstellen. Der S04 kassiert mit.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 kann derzeit jeden Cent gebrauchen. Trotz der Rückkehr in die Bundesliga ist Königsblau finanziell nicht auf Rosen gebettet. Eine kleine Finanzspritze erhalten die Gelsenkirchener dank der FIFA-Ausschüttung an die Vereine zur WM 2022 in Katar.

WettbewerbFußball-Weltmeisterschaft
AustragungsortKatar
Zeitraum20. November 2022 - 18. Dezember 2022

FIFA zahlt für WM 215 Millionen Euro an Klubs aus – Schalke kassiert für Yoshida

Insgesamt zahlt der Weltverband rund 215 Millionen Euro an Klubs, die ihre Spieler für die Weltmeisterschaft abstellen. Darauf haben sich die FIFA und die europäische Klubvereinigung (ECA) bereits vor der WM 2010 in Südafrika geeinigt. 2015 wurde die Vereinbarung für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 verlängert.

Umgerechnet erhält jeder Klub 10.300 Euro für jeden Tag, den ein Spieler während der Weltmeisterschaft vom 20. November bis 18. Dezember in Katar und während der Vorbereitung auf das Turnier bei seiner Nationalmannschaft verbringt. Auch Schalke 04 hat mit Neuzugang Maya Yoshida einen potenziellen WM-Teilnehmer in den eigenen Reihen. Der 34-Jährige ist sogar Kapitän von Deutschlands Vorrundengegner Japan.

Japan-Kapitän Maya Yoshida beschert Schalke 04 einen Geldregen

Je länger Yoshida mit Japan am Turnier teilnimmt, umso mehr Geld bekommt Schalke 04 dafür von der FIFA. Für einen Finaleinzug ist die Summe pro Spieler bei umgerechnet rund 380.000 Euro gedeckelt. Allerdings werden alle Klubs anteilig beteiligt, bei denen ein Spieler in den letzten zwei Jahren vor der WM gespielt hat.

Japan-Kapitän Maya Yoshida (l.) ist voraussichtlich Schalkes einziger Nationalspieler bei der WM in Katar.

Im Fall von Maya Yoshida profitiert also neben dem S04 auch Ex-Klub Sampdoria Genua. Grund dafür ist die WM-Qualifikationsphase, für die die Vereine ihre Spieler in den zwei Jahren vor der Weltmeisterschaft ebenfalls abgestellt und eine Verletzung riskiert haben.

Da Schalke 04 für die WM in Katar voraussichtlich keinen weiteren Nationalspieler abstellt, bleibt den „Knappen“ nur die Hoffnung, dass ehemalige Schalker der vergangenen zwei Jahre möglichst lange am Turnier teilnehmen. Einer dieser Kandidaten wäre etwa der marokkanische Nationalspieler Amine Harit, für dessen WM-Teilnahme Schalke dann neben Olympique Marseille ebenfalls anteilig von der FIFA entschädigt werden würde. Mit DPA-Material

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-Foto - Montage: RUHR24

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