29. Spieltag der 2. Bundesliga

Schalke 04: Einzelkritik gegen Heidenheim – einmal Note 1 für S04-Profi

Der S04 hat gegen Heidenheim mit 3:0 gewonnen. Alle Noten für die Profis des FC Schalke 04 in der Einzelkritik.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 hat am 29. Spieltag der 2. Bundesliga im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 3:0 gewonnen. Aber nicht nur Ko Itakura und Torwart Martin Fraisl lieferten eine starke Partie ab.

VereinFC Schalke 04
OrtGelsenkirchen
StadionVeltins-Arena
TrainerMike Büskens

Schalke 04: Einzelkritik gegen Heidenheim – alle Noten für den S04

Martin Fraisl: Der Österreicher erwies sich einmal mehr als starker Rückhalt beim S04. In der ersten Halbzeit verhinderte Fraisl mehrfach einen Rückstand. Bereits in der 3. Minute fing er einen langen Ball in den Strafraum aufmerksam ab. In der 9. Minute glänzte er mit einer doppelten Mega-Parade.

Erst parierte er den Schuss von Heidenheims Schöppner stark, anschließend reagierte er beim Nachschuss von Kleindienst blitzschnell. Mitte der ersten Halbzeit dann ein Schreckmoment: Fraisl rutschte auf dem seifigen Rasen aus und musste behandelt werden. Für ihn ging es aber schnell weiter. Bis auf ein, zwei kleinere Unsicherheiten ein Top-Aufritt des Torhüters. Note: 2

Henning Matriciani: Stand etwas überraschend für den corona-erkrankten Lode in der Startelf. Zu Beginn der Partie noch mit kleineren Unzulänglichkeiten und zu wenig Gegnerdruck. Im weiteren Verlauf jedoch sehr aufmerksam und engagiert auf der rechten Abwehrseite. Defensiv beinahe fehlerfrei. In der Offensive teilweise noch etwas zurückhaltend. In Summe dennoch mit einer soliden Leistung. Note: 3

Schalke 04: Einzelkritik gegen Heidenheim – Note 2,5 für Malick Thiaw

Malick Thiaw: Hinterließ gemeinsam mit Marcin Kaminski einen insgesamt ordentlichen Eindruck in der Defensive. Mehrmals verteidigte er aufmerksam und konsequent. Besonders im Luftzweikampf stark. Im Spielaufbau zudem konzentriert und unaufgeregt. Insgesamt ließen die Verteidiger allerdings zu viele Torchancen der Gäste zu. Es fehlte an der einen oder anderen Stelle ein wenig an der Organisation. Diese machte Malick Thiaw jedoch mit Kompromisslosigkeit wett. Note: 2,5

Marcin Kaminski: Der Pole präsentierte sich defensiv ebenfalls gut. Anders als Thiaw ließ er sich jedoch im Spielaufbau ab und an zu unnötigen langen Bällen hinreißen. Trotzdem war er ähnlich konsequent im Zweikampfverhalten. Am Ende gibt es in der Einzelkritik leichte Abzüge aufgrund der zahlreichen einfachen Torchancen für die Gäste. Diese hätten mit etwas mehr Struktur verhindert werden können. Note 3,5

Malick Thiaw machte gegen den 1. FC Heidenheim ein gutes Spiel.

Schalke 04: Einzelkritik gegen Heidenheim – Note 1,5 für Ko Itakura

Kerim Calhanoglu: Als Vertreter von Thomas Ouwejan machte Calhanoglu ein richtig gutes Spiel auf der linken Abwehrseite. Er wurde in der Offensive immer wieder miteinbezogen und wirkte sehr agil. Defensiv zeigte er sich zudem sehr abgeklärt und ließ nur wenig anbrennen. Eine blitzsaubere Vorstellung des Youngsters. Note: 2

Ko Itakura: Der japanische Nationalspieler machte nach einer unscheinbaren ersten Halbzeit ein brutales Spiel. In Durchgang zwei fackelte er ein regelrechtes Feuerwerk ab. In der 56. Spielminute tänzelte er im gegnerischen Strafraum zwei Gegenspieler aus und zog anschließend trocken zum 2:0 ab. Wenig später hätte Itakura beinahe sogar selbst auf 3:0 gestellt. Seinen Gewaltschuss aus der zweiten Reihe konnte FCH-Keeper Müller allerdings gerade noch so parieren. Auch gegen den Ball war seine Leistung durchaus ansprechend. Immer wieder warf er sich in die Zweikämpfe. Note: 1,5

Schalke 04: Einzelkritik gegen Heidenheim – Note 2 für Dominick Drexler

Danny Latza: Ging voran, wie es sich für einen Kapitän gehört. Immer wieder führte er giftige Zweikämpfe und peitschte die Mannschaft so nach vorne. Auch beim Treffer zum 1:0 war Latza involviert. Nach einer Ecke setzte er gut nach und sorgte dafür, dass die Kugel wieder ihren Weg in den Strafraum fand. Fußballerisch war insgesamt noch etwas Luft nach oben und auch die Kräfte ließen mit zunehmender Spieldauer sichtlich nach. Dennoch eine solide Leistung. In der 67. Minute ging er schließlich für Florian Flick vom Feld. Note: 3

Dominick Drexler steuerte ein Tor und eine Vorlage bei.

Dominick Drexler: Der Flügelspieler glänzte an diesem Samstag insbesondere durch Effizienz. Bis zu seinem Kopfballtor in der 36. Minute war von Drexler lange nicht viel zu sehen. Umso sehenswerter war in der Folge jedoch sein feiner Kopfball-Heber zur Führung. Auch am Treffer zum 2:0 war er direkt beteiligt. Erst zog er einen Gegenspieler auf sich und legte den Ball dann clever im richtigen Moment zu Itakura rüber. Danach wurde er deutlich aktiver und initiierte mehrere gute Angriffe. Note: 2

Schalke 04: Einzelkritik gegen Heidenheim – Note 3 für Marius Bülter

Rodrigo Zalazar: In Durchgang eins über weite Strecken unauffällig. Bei der Doppel-Chance der Heidenheimer in der 9. Minute zudem schläfrig. In Halbzeit zwei war jedoch eine deutliche Steigerung erkennbar. Mit Wiederanpfiff wirkte er deutlich umtriebiger und sprühte vor Spielfreude. Auch in puncto Laufbereitschaft deutlich engagierter. Im Großen und Ganzen fehlte es bei ihm allerdings an der letzten Konsequenz und Passgenauigkeit, um noch gefährlicher zu sein. Für ihn war nach 82. Minuten Schluss. Blendi Idrizi kam für ihn aufs Feld. Note: 3

Marius Bülter: Der Angreifer war gewohnt umtriebig. Er ackerte nach vorne und war an vielen guten Möglichkeiten der Knappen beteiligt. So auch am Treffer zum 1:0. Aus dem Gewühl heraus löffelte er den Ball in den Strafraum, wo wenige Augenblicke später Drexler einnicken konnte. Bülter selbst hatte nur wenige eigene Abschlusschancen. Ähnlich wie Zalazar war bei ihm die Passgenauigkeit heute ein Kritikpunkt. Oftmals waren seine Zuspiele zu ungenau. Note: 3

Marius Bülter zeigte im Spiel gegen den 1. FCH große Einsatzbereitschaft.

Schalke 04: Einzelkritik gegen Heidenheim – Note 2,5 für Simon Terodde

Simon Terodde: Der Torjäger musste gegen den 1. FC Heidenheim richtig viel arbeiten. Die Verteidiger nahmen ihn fast durchgängig in die Manndeckung. So biss sich Terodde im ersten Durchgang häufiger fest. Trotzdem gelang es ihm hin und wieder die Bälle gut festzumachen. Er steckt nicht auf und zeigte große Einsatzbereitschaft.

Diese wurde im zweiten Durchgang in mehrfacher Hinsicht belohnt. Der Stürmer selbst kam dann besser ins Spiel und leitete mehrere gute Szenen mit ein. Auch er selbst profitierte letztlich von seinem großen Aufwand. In der Nachspielzeit verwandelte er eine Idrizi-Flanke per Kopf zum 3:0. In der 76. Minute ließ er eine große Möglichkeit noch ungenutzt. Note: 2,5

Florian Flick: Wurde in der 67. Minute für Danny Latza eingewechselt. Ohne Note.

Darko Churlinov: Kam in der 82. für Zalazar ins Spiel. Ohne Note.

Blendi Idrizi: In der Nachspielzeit für Dominick Drexler im Spiel. Ohne Note.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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