S04 ohne jede Chance

Schalke-Einzelkritik gegen Leverkusen: Zweimal Note 6 bei S04-Debakel

Mit 4:0 hat sich Bayer Leverkusen gegen Schalke 04 aus der Krise geballert. Der S04 steckt in jener hingegen nun tiefer denn je. Die Einzelkritik mit Noten.

Leverkusen – Der FC Schalke 04 hatte gegen Bayer Leverkusen (0:4) nicht den Hauch einer Chance. Für das Kollektivversagen in der BayArena gibt es entsprechende Noten in der S04-Einzelkritik.

Schalke-Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen: S04-Defensive wird völlig überrannt

Alexander Schwolow: Der Gewaltschuss aus der Distanz von Moussa Diaby zum 1:0 in der 38. Minute war sicher nicht unhaltbar. Bei den übrigen Treffern traf den Schalker Schlussmann hingegen keine Schuld. Note: 4,5

Cedric Brunner: Konnte froh sein, dass der Gastgeber zunächst die linke Seite der Schalker als Schwachstelle ausgemacht hat. In einer heillos überforderten Defensive machte aber auch der 28-Jährige weder vor noch nach der Systemumstellung zur Halbzeit ein gutes Spiel – von offensiven Aktionen mal ganz zu schweigen. Note: 5

S04-Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen: Note 6 für Yoshida und Mohr

Leo Greiml: Der Österreicher fiel – vor allem in der ersten Hälfte – nicht so negativ auf wie Maya Yoshida. Beim 3:0 war Leo Greiml allerdings genauso nur Zuschauer wie seine Nebenleute. Insgesamt ein Startelf-Debüt zum Vergessen. Note: 5

Maya Yoshida: Die Geschwindigkeitsdefizite des Japaners wurden gleich in der ersten Spielminute im Laufduell mit Moussa Diaby sichtbar und auch im weiteren Spielverlauf immer wieder schonungslos aufgedeckt. Ab der 13. Minute war der 34-Jährige nach einem rustikalen Einsteigen gegen Jeremie Frimpong mit Gelb vorbelastet. Seine Auswechslung in der 79. Minute verhinderte einen möglichen Platzverweis, einen großen Unterschied hätte der aber wohl auch nicht gemacht. Note: 6

Hat seine Stärken nicht in der Endgeschwindigkeit: Schalke-Verteidiger Maya Yoshida.

Tobias Mohr: Insbesondere in der Anfangsphase kamen viele Leverkusener Angriffe über die linke Seite. Mohr hatte Frimpong und Diaby überhaupt nicht im Griff und wurde zeitweise schwindelig gespielt. Für offensive Aktionen hatte der Linksverteidiger überhaupt keine Zeit. Zur zweiten Halbzeit kam Thomas Ouwejan für ihn in die Partie. Note: 6

Schalke-Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen: Mittelfeld und Sturm quasi nicht auf dem Platz

Tom Krauß: Wurde von Callum Hudson-Odoi vor dem 2:0 eben so alt aussehen gelassen wie sein Mittelfeld-Partner Florian Flick. Da Schalkes Hintermannschaft im Spielaufbau häufig nicht einmal an Leverkusens Stürmern vorbeikam, segelten viele Bälle einfach über den Kopf des „Rookies des Monats September“ hinweg. Vor dem Treffer zum 4:0-Endstand in der 90. Minute sah er im Mittelfeld nicht gut aus. Note: 5

Florian Flick: Fiel erstmals in der 25. Minute auf, als er an der Seitenlinie am Ball vorbeirutschte, wodurch sich in der Folge eine gute Chance für Leverkusens Patrik Schick ergab. Vor dem 0:2 im Zweikampf mit Hudson-Odoi war er ganz deutlich nur zweiter Sieger. Ein Spielaufbau fand über ihn ebenso wenig statt wie über Krauß. Note: 5

Dominick Drexler: Der 32-Jährige durfte mit seiner Flanke auf Simon Terodde in der 41. Minute zumindest die erste „Offensivaktion“ von Königsblau für sich beanspruchen. Allerdings ging dessen Kopfball deutlich links am Tor vorbei. Ansonsten blieb Schalkes Top-Vorlagengeber der laufenden Saison blass. Nach 64 Minuten machte er Platz für Florent Mollet. Note: 4,5

Schalke-Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen: Bülter ist der beste in einer schlechten S04-Mannschaft

Marius Bülter: Dem besten Schalker auf dem Platz konnte man zumindest sein Bemühen nicht absprechen. Bezeichnend, dass er es war, der die ersten zwei Eckbälle für die Gelsenkirchener herausholte. Ansonsten weitgehend auf sich allein gestellt, konnte auch der frühere Berliner offensiv nicht viel ausrichten. Note: 4

Marius Bülter war der beste Schalker. Viel war dafür allerdings nicht nötig.

Sebastian Polter: Ohne zuvor wirklich in Erscheinung getreten zu sein, war für Sebastian Polter gegen Bayer Leverkusen schon zur Halbzeit Schluss. Es ist zugegebenermaßen zurzeit aber auch schwierig, als Stürmer bei Schalke 04 in Erscheinung zu treten. Das sollte in der Einzelkritik berücksichtigt werden. Note: 4,5

Simon Terodde: Für ihn gilt im Grunde das Gleiche wie für Sebastian Polter. In einer Mannschaft ohne jedes erkennbare Offensiv-Konzept, war der Zweitliga-Torschützenkönig aus der Vorsaison heute nur zu bemitleiden. Note: 4,5

Einzelkritik nach S04-Klatsche in Leverkusen: Systemumstellung macht keinen Unterschied

Thomas Ouwejan: Mit dem Doppelwechsel und der Umstellung auf Dreierkette zur Halbzeit wollte Frank Kramer den Bock umstoßen. Acht Minuten später fiel das 3:0 für Bayer Leverkusen. Danach schaltete die „Werkself“ mindestens einen Gang zurück, sodass Ouwejan zumindest nicht so auseinandergenommen wurde, wie Tobias Mohr im ersten Durchgang. Note: 4,5

Mehmet Aydin: Nicht wenige Fans forderten Mehmet Aydin bereits in den vergangenen Wochen in der Startelf. Heute durfte er zumindest zu Beginn der zweiten Halbzeit ran, wenngleich die Lage zu diesem Zeitpunkt schon recht aussichtslos war. Seinen Eckball in der 77. Minute faustete Lukas Hradecky problemlos weg. Note: 4,5

Schalke-Trainer Frank Kramer stellte gegen Bayer Leverkusen zur Halbzeitpause auf Dreierkette um.

Alex Král: Wurde in der 64. Minute für Florian Flick eingewechselt. In Erinnerung blieb vor allem die Szene, in der er an der Seitenlinie von Trainer Frank Kramer angeschubst wurde, um schneller auf das Feld zurückzukehren. Note: 5

Florent Mollet: In der laufenden Saison ist der Neuzugang von HSC Montpellier noch überhaupt kein Faktor. Das änderte sich auch nach seiner Einwechslung in der 64. Minute für Dominick Drexler nicht. Note: 5

Danny Latza: Kam in der 79. Minute für den akut gelb-rot-gefährdeten Maya Yoshida. Ohne Note

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