S04-Torwart über besondere Situation

"Wichtigere Dinge als Fußball" - Schalke-Keeper Alexander Nübel spricht über Coronavirus-Krise

Wie alle anderen Profis des FC Schalke 04 muss auch Alexander Nübel wegen des Coronavirus auf Mannschaftstraining verzichten.
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Wie alle anderen Profis des FC Schalke 04 muss auch Alexander Nübel wegen des Coronavirus auf Mannschaftstraining verzichten.

Durch das Coronavirus ist das Training beim FC Schalke 04 derzeit eingeschränkt. Keeper Alexander Nübel spricht über seine Eindrücke der Krise.

  • Wie der Rest der Bundesliga kann auch der FC Schalke 04 nicht mit der kompletten Mannschaft trainieren.
  • S04-Torwart Alexander Nübel berichtet über die besondere Coronavirus-Situation.
  • Laut des Profis gibt es Zeichen von Normalität.

Gelsenkirchen - Auch für die Profis von Bundesliga-Klubs ist die aktuelle Coronavirus-Lage etwas besonderes. Schalke-Torwart Alexander Nübel, dessen baldiger Konkurrent Manuel Neuer (34) mächtig sauer auf den FC Bayern München ist, gewährt nun einen Einblick in seine Gefühlswelt.

FC Schalke 04-Torwart Alexander Nübel: Das geht vor beim Coronavirus

Die Pandemie des Coronavirus hat das öffentliche Leben komplett zum Erliegen gebracht. Die Bundesliga - und damit auch der FC Schalke 04 - musste ebenfalls den Betrieb einstellen. Doch das ist laut S04-Profi Alexander Nübel (23) aktuell nebensächlich.

Es gäbe "weitaus wichtigere Dinge als Fußball", erklärt das Torhüter-Talent in einer Erklärung auf der Webseite seines Berater-Büros Siebert und Backs. Dabei zeigt er vor allem Dankbarkeit gegenüber den sogenannten systemrelevanten Berufsgruppen oder "Helden des Alltags" wie er sie nennt.

Damit meint Alexander Nübel, der vom Trainer seines neuen Klubs FC Bayern München eine düstere Prognose bekommen hat, besonders "Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal und alle, die sonst noch tatkräftig anpacken."

FC Schalke 04: Alexander Nübel über Training in Zeiten des Coronavirus

Dennoch möchte Alexander Nübel ebenfalls einen Einblick in seinen Alltag geben. Und der ist aktuell von vielen Restriktionen gebeutelt. Denn auch die Bundesliga-Profis müssen sich an die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot halten. So stand zunächst Cybertraining auf dem Programm.

Dabei trainierten alle Schalke-Profis individuell über Videochat. Mittlerweile gab es ebenfalls wieder erste Trainingseinheiten auf dem Platz - "zum Glück", wie der 23-Jährige erklärt. Jedoch mit nur zwei Spielern plus Trainer.

FC Schalke 04-Torwart Alexander Nübel über Heimtraining: "Anstrengend und eintönig"

Der Fokus bleibt durch die Einschränkungen wegen des Coronavirus (Ex-Schalke-Star Jefferson Farfan muss bei Lok Moskau auf Gehalt verzichten) weiterhin auf dem Training in den eigenen vier Wänden. Obwohl sich Alexander Nübel glücklich schätzt, "einen Garten zu haben", scheint auch ihn ein wenig der Lagerkoller zu ereilen.

In der Mitteilung auf der Webseite seines Beraters erklärt der bei Schalke-Fans in Ungnade gefallene Torwart: "In erster Linie blieb mir nur, an meiner Ausdauer, Stabilität und Kraft zu arbeiten, was auf Dauer natürlich sehr anstrengend und eintönig wird."

FC Schalke 04: Alexander Nübel hofft trotz Coronavirus auf baldige Normalität

Auch deshalb hat Alexander Nübel vor allem einen Wunsch: Normalität. Und die scheint etwas näherzurücken, dürfen die Schalke-Profis seit dieser Woche bereits wieder zu siebt auf den Platz. Ein Schritt zu eben jener Normalität.

Schalke-Athletiktrainer Klaus Luisser misst Abstand auf dem Trainingsplatz.

Doch der junge Torwart macht direkt klar: Selbst mit sieben Profis gibt es keine "Spielformen und Zweikämpfe" - das Kontaktverbot solle ja weiterhin eingehalten werden. Denn nur so kann eine Ausbreitung des Coronavirus gestoppt werden.

Eine Hoffnung, auf die auch Alexander Nübel setzt und hofft, "dass die Zahl der Erkrankten weltweit langsam abnimmt, damit Normalität und Alltag für jeden von uns wieder in Reichweite kommen."