Ehemaliger S04-Stürmer

Ailton blickt zurück: Das war der größte Fehler in seiner Zeit auf Schalke

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Ailton verließ den FC Schalke 04 nach nur einer müden Saison.

Beim FC Schalke 04 hatte Ex-Bundesligastürmer Ailton nicht die beste Zeit. Nun erklärt er seinen Fehler beim S04.

  • Beim FC Schalke 04 verbrachte der ehemalige Bundesliga-Stürmer Ailton nur ein Jahr.
  • Die Zeit des Stürmers beim S04 gilt als Missverständnis.
  • Nun spricht der Brasilianer über seinen schnellen Abgang.

Gelsenkirchen - Mit großen Erwartungen verpflichtete der FC Schalke 04 in der Saison 2004/2005 Stürmer Ailton vom Bundesliga-Konkurrenten Werder Bremen. Doch nach nur einem Jahr war Schluss. Nun spricht der Brasilianer über seine kurze Zeit beim S04.

FC Schalke 04: Ailton mit großen Vorschusslorbeeren aus Bremen gekommen

Der "Kugelblitz", wie Stürmer Ailton (46) liebevoll genannt wurde, schoss in den frühen 2000er Jahren für Werder Bremen regelmäßig die Bundesliga in Brand. Er wurde mit den Werderanern nicht nur Meister, sondern krönte die Spielzeit zusätzlich mit der Torjäger-Kanone (28 Treffer).

Dementsprechend hoch waren die Erwartungen als ihn Schalke zur Saison 2004/2005 verpflichtete. Doch der Brasilianer sollte stets unter seinen Möglichkeiten bleiben. Zwar konnte er in 29 Spielen immerhin 14 Tore erzielen, doch vermehrte Reibereien mit S04-Trainer Ralf Rangnick (61), der zuletzt beim BVB im Gespräch war, führten zum Bruch.

FC Schalke 04: Ailton spricht über seinen Fehler beim S04

Nach nur einer Saison war Schluss und Ailton wechselte im Sommer 2005 zum Besiktas Istanbul in die Türkei. "Dass ich Schalke nach nur einem Jahr wieder verlassen habe, war natürlich ein Fehler", erklärt der ehemalige Bundesliga-Stürmer nun im Interview mit dem FC Schalke 04, dessen Abwehr-Talent Malick Thiaw (18) ins Visier des FC Liverpool gerückt ist.

Wurden auf Schalke nie so wirklich warm miteinander: Ralf Rangnick (links) und Stürmer Ailton.

Sein Vertrag wäre noch einige Jahre gelaufen und Ailton hätte versuchen können, die Probleme mit den Verantwortlichen auf Schalke zu lösen, "auch wenn mir mein Temperament damals gesagt hat: geh!", erklärt der 46-Jährige seinen damaligen Abgang.

FC Schalke 04: Ailton als fußballerischer Wandervogel und Entertainer im Fernsehen

Nach seiner Zeit in Istanbul ging es für Ailton zunächst zum Hamburger SV, bevor es ihn unter anderem nach Serbien, in die Ukraine und nach Österreich zog. Als er 2014 seine Karriere bei Hassia Bingen beendet, kann der ehemalige Kugelblitz auf eine beeindruckende Wanderkarriere zurückblicken.

Bei 22 verschiedenen Vereinen in neun Ländern heuerte der temperamentvolle Brasilianer zwischen 1993 und 2014 an. In der Bundesliga kam er immerhin auf 106 Tore in 2019 Spielen. Zuletzt war in RTL-Formaten wie Let's Dance oder dem Dschungelcamp zu sehen.

FC Schalke 04: Ailton bereut S04-Abgang im Rückblick

Trotz einer beeindruckenden Zeit bei Werder Bremen hat die Karriere von Ailton nach seiner Station beim FC Schalke 04 - ähnlich wie bei S04-Flop Sebastian Rudy (29) - einen faden Beigeschmack. An seine Glanzzeiten in der Bundesliga der frühen 2000er konnte er nie anknüpfen.

Seinen Karriereweg hat sich der 46-Jährige sicher auch anders vorgestellt und erklärt im Interview: "Wäre ich im Juli 2005 nicht so überhastet von Schalke nach Istanbul gewechselt, wäre meine Karriere sicher anders verlaufen und vor allem besser."

Video: Ailton: 'Let's Dance ist härter als Dschungelcamp'

Hätte Ailton mehr Geduld gezeigt und wäre das Verhältnis zu Ralf Rangnick am Ende nicht so schlecht gewesen: Man kann sich die Erfolge von Verein und Spieler nur ausmalen. Am Ende bleibt der Beigeschmack des Missverständnisses dennoch bestehen.