Schalke-Bewertungen fallen mau aus

Nur einmal Note 2: Die Einzelkritik zum S04 nach dem Remis gegen den SC Paderborn 

Der FC Schalke 04 konnte gegen den SC Paderborn 07 nicht überzeugen - so liest sich dann auch die Einzelkritik zu (fast) jedem Einzelnen.
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Der FC Schalke 04 konnte gegen den SC Paderborn 07 nicht überzeugen - so liest sich dann auch die Einzelkritik zu (fast) jedem Einzelnen.

In der Einzelkritik zum FC Schalke gegen den SC Paderborn gibt es einmal die Note 2. Außer Ahmed Kutucu konnte kaum ein Spieler wirklich überzeugen.

  • Am Ende kam der FC Schalke 04 nicht über ein 1:1 gegen den SC Paderborn hinaus.
  • Die meisten S04-Spieler wirkten nach dem langen Pokal-Fight unter der Woche müde.
  • Ahmed Kutucu bekommt in der Einzelkritik die beste Note.

Gelsenkirchen - Das Tabellen-Mittelfeld rückt immer näher und näher. Der FC Schalke 04 hat gegen den SC Paderborn (1:1) einen Heimsieg verpasst - was in der Bewertung der einzelnen Spieler deutlich wird. 

Einzelkritik FC Schalke 04 gegen SC Paderborn: Note 4 für S04-Startelf-Debütant Timo Becker

Alexander Nübel: Zweimal (73. und 81. Spielminute) reagierte der Torwart des FC Schalke 04 gegen den SC Paderborn (der Ticker zum Nachlesen) sehr gut. Beim Gegentor war er machtlos. Der baldige FC-Bayern-Torhüter offenbarte aber Schwächen bei seinen Abspielen und war erneut nicht immer sicher, wenn es um das Abfangen von Flanken ging. Note: 3,0

Timo Becker: Bei seinem Startelf-Debüt für die Königsblauen absolvierte der 22-Jährige ein "ordentliches Spiel", wie auch Trainer David Wagner (48) nach dem Match zu Protokoll gab. Da die "Knappen" keinen Rechtsverteidiger mehr haben, musste der gebürtige Hertener von Beginn an spielen. Nach 82 Minuten musste Timo Becker, der den FC Bayern nicht besser als den SC Paderborn findet, entkräftet das Feld verlassen. Bis dahin tatsächlich ein ordentliches Spiel. Hatte die beste Passquote (92 Prozent) und gewann das ein oder andere wichtige Duell. Das vermeintliche entscheidende vor dem Gegentor aber nicht, was die Einzelkritik schmälert. Note: 4

Einzelkritik FC Schalke 04 gegen SC Paderborn: Guter Ozan Kabak fehlt S04 verletzt

Ozan Kabak: Spielte nur 37 Minuten und wurde dann ausgewechselt. Ozan Kabak droht dem FC Schalke 04 nun wegen einer Verletzung wochenlang zu fehlen. Bis zu seinem frühen Feierabend aber mit einer mal wieder guten Partie. Seine Anwesenheit gibt dem S04 immer Stabilität. Die bricht jetzt erst einmal weg. Note: 2,5

Matija Nastasic: Wandelt mit seiner Zweikampf-Führung immer mal wieder auf einem schmalen Grat. In der 79. Spielminute riskierte der Innenverteidiger bei einer Grätsche im Strafraum alles - und blockte einen Schuss noch im letzten Moment ab. Dass sein Timing nicht immer stimmt, zeigte die 53. Spielminute, als er zu lange zögerte, ob er vorpreschen soll. Er tat es, kam zu spät, räumte Streli Mamba heftig ab und sah zu Recht die Gelbe Karte, was seine Einzelkritik schmälert. Hatte bei sehr vielen Pässen eine gute Passquote von 85 Prozent und gewann sechs seiner zehn Zweikämpfe. Note: 3

Einzelkritik FC Schake 04 gegen SC Paderborn: Note 3 für Bastian Oczipka und Omar Mascarell

Bastian Oczipka: Einer der wenigen, der trotz 120 Minuten Pokal-Fight (wir berichten im Live-Ticker, welchen Gegner der FC Schalke 04 bei der DFB-Pokal-Ausloung für das Viertelfinale zieht), erneut 90 Minuten spielte. Ist vom wartenden Juan Miranda einfach nicht aus der Startelf zu verdrängen. Defensiv gegen den SC Paderborn eigentlich wenig gefordert, verlor aber trotzdem mit 14 (von 22) Duellen die meisten aller Akteure auf dem Feld. Aber: Seine gute Vorarbeit auf Ahmed Kutucu führte zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Note: 3

Omar Mascarell: 91 Prozent erfolgreiche Pässe, sieben von elf gewonnenen Zweikämpfen - ein abermals souveräner Auftritt des Kapitäns des FC Schalke 04. Seine Aufgaben sind das Abräumen vor der Abwehr und die erste Anspielstation beim Eröffnen des Spiels zu sein. Für Letzteres trat er wenig in Erscheinung. Akzente nach vorne setzte der Spanier kaum, was ihm bei der Einzelkritik deswegen keine bessere Bewertung einbringt. Note: 3

Einzelkritik FC Schalke 04 gegen SC Paderborn: Laufen alleine reicht nicht bei Alessandro Schöpf

Weston McKennie: Gewann genauso viele Zweikämpfe, wie er verlor (sieben). Verhinderte gleich mehrmals Torabschlüsse und scheiterte selbst bei der besten Chance des FC Schalke 04 in der ersten Halbzeit am gegnerischen Torhüter. Lief starke 11,98 Kilometer, war dafür aber recht unauffällig. Wirkt nach wie vor wegen seiner Schulterverletzung etwas gehemmt. Note: 3,5

Alessandro Schöpf: Lief mit 12,81 Kilometer mal wieder am meisten. Doch das allein reicht mittlerweile einfach nicht mehr als Maßstab in der Einzelkritik. Zehn (!) von zwölf Zweikämpfen verlor der österreichische Nationalspieler, der diese Saison regelmäßiger spielt. Torgefahr entwickelte er erneut nicht. War auch nach dem Spiel noch der Meinung, dass ihm in der 46. Spielminute im Strafraum auf den Fuß gestiegen wurde, weswegen es Elfmeter hätte geben müssen. Es war seine mit Abstand auffälligste Szene. Note: 4,5

Weston McKennie (l.) lief zwar von allen fast am meisten, spielte aber insgesamt unauffällig.

Einzelkritik FC Schalke 04 gegen den SC Paderborn: Note 5 für Michael Gregoritsch

Amine Harit: In der Schlussphase verdribbelte sich Offensivspieler gleich dreimal. Aber: Amine Harit gewann die meisten Duelle des Spiels (13), schloss die meisten Dribblings des Spiels ab (sechs) und wurde am häufigsten gefoult (dreimal). Zudem mit 84 Prozent Passquote nicht so schlecht, wie manch einer glauben mochte. Trotzdem: Der Kreativkopf des FC Schalke 04 hätte mit früheren oder noch genaueren Abspielen zu einer effektiveren Spielweise seiner Mannschaft beitragen können - und zu einer besseren Bewertung der Einzelkritik. Note: 3,5

Michael Gregoritsch: Durfte nur 55 Minuten spielen, ehe er für Ahmed Kutucu Platz machen musste. Ob es an den 210 Minuten in den vergangenen beiden Spielen lag, dass dem Winter-Neuzugang nichts gelang? In der 49. Spielminute hätte er auf den völlig frei stehenden Benito Raman querlegen müssen, schloss aber eigensinnig ab und verzog knapp. Führte nur drei Zweikämpfe, was zu dem Eindruck passt, dass er sehr unscheinbar war. Bislang hatte er nur einen guten Auftritt in diesem Jahr und der war direkt am ersten Spieltag nach der Winterpause gegen Borussia Mönchengladbach. Note: 5

Einzelkritik FC Schalke 04 gegen den SC Paderborn: Jean-Clair Todibo deutet Potenzial an

Benito Raman: Hätte zu Recht zu gerne in der 49. Spielminute den Ball von Michael Gregoritsch aufgelegt bekommen und traf in der 57. Spielminute die Latte. Wirkte agiler als sein Sturmpartner, hatte aber auch 60 Minuten weniger in seinen Beinen. Hing dieses Mal etwas mehr in der Luft als sonst. Note: 3,5

Ahemd Kutucu konnte als Joker beim FC Schalke 04 mal wieder helfen.

Jean-Clair Todibo: Wurde nach 37 Minuten für den verletzten Ozan Kabak eingewechselt. Führte fünf Zweikämpfe und gewann alle! Ein Fehler in der 73. Spielminute führte aber beinahe zum Ausgleich, was die Einzelkritik schmälert. Mit noch besserer Eingliederung ins Team könnte der Winter-Neuzugang aber tatsächlich eine gute Alternative in der Innenverteidigung des FC Schalke 04 werden. Note: 3

Ahmed Kutucu: Funktioniert offenbar nur als Joker - dann aber meist richtig gut. Wurde nach 55 Minuten für Michael Gregoritsch eingewechselt. Erzielte die Führung und hätte beinahe noch per Schlenzer ein zweites Tor nachgelegt (71.). Hatte eine kürzere Spielzeit als die meisten, bekommt aber die beste Einzelkritik und Bewertung. Note: 2

Nassim Boujellab: Timo Becker machte nach 82 Minuten Platz für den Mittelfeldspieler. Ohne Note