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Beim Tag des Handwerks hat Clemens Tönnies (63) mit einer rassistischen Aussage für Empörung gesorgt. Der Ex-Profi Cacau (38) äußerte sich erneut zum Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden.

  • Cacau kritisierte Tönnies bereits vor einigen Tagen öffentlich.
  • Am Samstag (10. August) erneuerte er seine Kritik im ZDF.
  • Trotzdem erklärte Cacau, dass Tönnies eine zweite Chance verdient habe.

In einer Pressemitteilung des DFB äußerte sich Cacau bereits am Montag (5. August) zu den Tönnies-Aussagen. „Mich haben die verächtlichen Worte von Clemens Tönnies schockiert“, hieß es damals.

Cacau fordert echte Reue von Schalke-Boss Tönnies

Im ZDF-Sportstudio warnte Cacau nun eindringlich vor einer Relativierung der rassistischen Aussagen. „Man darf nicht an einer Spaltung teilnehmen, die in unserer Gesellschaft passiert oder auf dem Weg dorthin ist“, sagte der DFB-Integrationsbeauftragte.

Trotzdem habe der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende eine zweite Chance verdient. Er müsse in Zukunft zeigen, dass seine Reue echt und er „kein Rassist“ sei.

Tönnies löst mit rassistischen Aussagen Empörung aus

Tönnies, den auch Fortuna-Boss Thomas Röttgermann (58) öffentlich scharf kritisiert, hatte in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, hatte Tönnies gesagt.

Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los. Unter anderem DFB- und BVB-Präsident Reinhard Rauball kritisierte die Aussagen und forderte Konsequenzen.

S04-Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies. Foto: Bernd Thissen/dpa
Der S04-Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies. Foto: dpa

Auch die S04-Ultras üben Kritik

Sogar bei den Ultras des FC Schalke 04 genießt Tönnies seitdem offenbar kein Vertrauen mehr. Die Fan-Gruppe sieht das Image des Vereins nachhaltig geschädigt und fordert Konsequenzen. Beim Schalker DFB-Pokalspiel protestieren dann die Anhänger dann auch mit einer Choreographie.

Tönnies hatte sich nach dem Vorfall für seine Worte „bei den Fans, Mitgliedern und Freunden des FC Schalke 04″ entschuldigt. Im Einvernehmen mit dem Ehrenrat des Vereins will er sein Amt nun für drei Monate ruhen lassen.