Bild: Guido Kirchner/dpa

Christian Heidel wird seinen Vertrag beim FC Schalke vorzeitig auflösen. Das gab der Verein nach der Niederlage gegen Mainz bekannt. Zuvor hatte der „kicker“ darüber berichtet.

Update 17.54 Uhr: Im Interview mit Sky erklärte Christian Heidel, dass er Domenico Tedesco bereits gestern Abend über seinen Rücktritt informiert habe. Der Aufsichtsrat habe seit Montag von seiner Entscheidung gewusst.

Die Entscheidung sei bereits in der Winterpause gereift, er habe aber noch die aktuelle Entwicklung abwarten wollen.

„Wir können in dieser Saison nicht auf den Platz bringen, was wir wollen“, so Heidel. Er sei dafür verantwortliche und werde dem nicht mehr gerecht.

Heidel: „Kann nicht für Ruhe sorgen“

Hinzu komme, dass die Diskussionen um seine Person der Auslöser für Unruhe im Verein seien. „Wenn ich nicht für Ruhe sorgen kann, muss ich die Konsequenz ziehen.“

Wie Heidel betonte, werde er den Vertrag ohne Abfindung auflösen und dem Verein bis zum 30. Juni beratend zur Seite stehen. „Allerdings nicht mehr in erster Reihe“, schränkte er ein.

Update 17.32 Uhr: Wie der FC Schalke soeben mitgeteilt hat, wird Christian Heidel seinen bis 2020 laufenden Vertrag vorzeitig auflösen und sein Vorstandsamt niederlegen. Der Aufsichtsrat habe diesem Wunsch entsprochen.

Heidel übernimmt demnach die Gesamtverantwortung für die schlechte Bundesliga-Saison. Er benötige jedoch Ruhe, um gemeinsam Dinge entwickeln zu können. „Diese Ruhe ist derzeit nicht zu gewährleisten, was in erster Linie mit Diskussionen um meine Person zusammenhängt“, so der Manager.

„Ich habe in meinem Leben immer konsequent gehandelt. Deshalb habe ich schon am vergangenen Montag Aufsichtsratschef Clemens Tönnies über meinen festen Entschluss informiert. Ich hoffe, dass wir im Club nun den Blick ganz auf die Zukunft richten können“, so Heidel weiter.

Heidel setzt Amtsgeschäfte bis Übergabe fort

Schalke sei ihm in den vergangenen drei Jahren sehr ans Herz gewachsen.
Seine Amtsgeschäfte setzt der 55-Jährige bis zur Übergabe an eine Nachfolge fort.

„Ich bedauere diesen Schritt, der Christian Heidel ganz sicher nicht leichtgefallen ist. Wir werden bis zur Übergabe der Geschäfte selbstverständlich vertrauensvoll und verantwortungsbewusst zusammenarbeiten“, erklärt Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04.

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Heidels Entschluss habe ihn überrascht. Eine Nachfolgeregelung werde zügig, aber nicht übereilt vorgenommen. „Für die geleistete Arbeit danken wir Christian Heidel ganz herzlich.“

Erstmeldung, 17.18 Uhr.

Schon vor dem Spiel gegen Mainz hatte Heidel in der Kritik gestanden. Dem Schalker Sportvorstand war klar, dass eine Niederlage das endgültige Aus beim S04 bedeuten könnte.

Aktuelle S04-Themen

Wie der kicker berichtet, wird Heidel nach der voraussichtlichen Niederlage des S04 gegen Mainz seinen Rücktritt als Schalke-Manager zum Saisonende verkünden.

Damit würde Heidels Zeit beim S04 ein Jahr vor offiziellem Vertragende gestoppt werden. Heidel ist seit 2016 Manager der Schalker.

Heidels Transfers sorgen für Kritik

Der 55-Jährige ist besonders angesichts seiner Transferentscheidungen in den vergangenen Monaten auch intern immer stärker in die Kritik geraten. Besonders für den Transfer von Sebastian Rudy gab es immer wieder Kritik. Nach kicker-Informationen glaubt der Aufsichtsrat mittlerweile nicht mehr, dass Heidel noch der Richtige für Schalke ist.

Heidel würde damit einen möglichen Rauswurf entgegenkommen.