Schalke-Frust nach dem Spiel: So reagierte Caligiuri auf den Schiedsrichter

Daniel Caligiuri beim Schalke-Heimspiel gegen den FC Bayern München. Foto: Guido Kirchner/dpa
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Daniel Caligiuri beim Schalke-Heimspiel gegen den FC Bayern München. Foto: Guido Kirchner/dpa

Daniel Caligiuri ist wegen der Schiedsrichter-Leistung gegen Bayern München frustriert. Der S04-Spieler stellt das Vertrauen in Frage. Hier die Infos.

Wie viele Elfmeter hätte der FC Schalke 04 gegen den FC Bayern München (0:3) bekommen müssen? Daniel Caligiuri (31) hatte dazu nach der Partie eine eindeutige Meinung.

  • Der Frust auf Schalke nach der Niederlage gegen Bayern München war groß.
  • Das lag vor allem an wiederholt strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen gegen den S04.
  • Daniel Caligiuri stellt deshalb das Vertrauen zu den Unparteiischen in Frage.

Daniel Caligiuri, der zum Spieler der vergangenen Saison gewählt wurde, wirkte zunächst unsicher, ob er in den Katakomben vor den Journalisten stehen bleiben sollte (im Gegensatz zu Manuel Neuer, der über Alexander Nübel sprach). Der erfahrene Mittelfeldspieler wusste natürlich, auf was er angesprochen werden sollte - und vielleicht dachte er sich in einem kurzen Moment noch, ob es nicht besser wäre zu schweigen.

Caligiuri war nach dem Spiel angefressen

Doch der 31-Jährige blieb dann zwischen Tür und Treppen-Aufgang stehen. Danach machte er nicht einmal den Anschein, über irgendetwas anderes reden zu wollen.

"Viermal gab es innerhalb kurzer Zeit Diskussionen, oder?", fragte Caligiuri rhetorisch in Richtung der Journalisten, ohne, dass diese überhaupt schon in der Nähe parat standen, geschweige denn die erste Frage schon fertig ausformuliert hatten. Gemeint war vor allem die kurze Drangphase des S04 im Heimspiel gegen den FC Bayern München (0:3) zwischen der 56. und 65. Spielminute.

Caligiuri sprach nach jeder Szene mit dem Schiedsrichter

Der Frust war dem Deutsch-Italiener ins Gesicht geschrieben. Nicht nur, weil der FC Bayern zuvor deutlich gewonnen hatte.

"Ich habe ihn jedes Mal gefragt, ob es ganz klar kein Elfmeter wäre und er sagte 'Ja'", so Caligiuri, der einer Vertragsverlängerung offen gegenüber steht, weiter, der zunächst schon fast zu einem Monolog angesetzt hatte. Welche kritische Situation der Schiedsrichter auf dem Platz, Marco Fritz (41), durch den Video-Schiedsrichter Bastian Dankert (39) überprüfen ließ und welche nicht, konnte der Schalke-Spieler nicht beantworten. Bis auf eine.

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"Beim Kopfball von Matija Nastasic (26), der an der Hand von Benjamin Pavad (23) hängen blieb, hat er es nicht prüfen lassen. Aus meiner Sicht wäre der Ball aber eindeutig Richtung Tor und wahrscheinlich sogar ins Tor geflogen."

Perisic wehrt einen Freistoß mit der Hand ab

Für noch mehr Ärger sorgte der Video-Schiedsrichter, über den nach der Partie auch die Tochter von David Wagner (47) herzog, bei einer anderen Szene. Bei der, als Daniel Caligiuri, dessen Vertragsverhandlungen mit dem FC Schalke 04 vor einer Entscheidung stehen, zum Freistoß antrat und der Ball in der Mauer von Ivan Perisic (30) mit dem Arm abgewehrt wurde.

"Die Hand geht raus und geht zum Ball. Der wäre sonst an der Mauer vorbeigeflogen. Ich habe sofort gesehen, dass die Hand im Spiel war", so der 31-Jährige.

Doch seine Proteste halfen nicht. Nun hat Caligiuri, der angeblich zwei Probleme auf Schalke ausgelöst haben soll, ein großes Problem mit den Unparteiischen, der sich auch nach Spielende uneinsichtig zeigte. Mittlerweile hat sich Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich zu den Vorfällen auf Schalke geäußert.

"Was soll der Schiedsrichter machen? Er lässt die Situation durch den Video-Schiedsrichter überprüfen und wenn er das machen lässt und eine Entscheidung fällt, vertraut man ihnen. Wenn man sich nachher aber die Bilder anschaut, ist die Frage, ob wir noch vertrauen können!?"