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46 Tore! So oft wie Youssoufa Moukoko (14) traf niemand zuvor in der U17-Bundesliga. Damit hat das Dortmunder Talent den Torrekord des Ex-Schalkers Donis Avdijaj (22) geknackt.

  • Moukoko traf beim Spiel gegen den MSV Duisburg (6:0) dreifach
  • Der Torrekord von Avdijaj bestand seit 2013
  • Der Ex-Schalker hatte damals 44 Tore erzielt

Update, Dienstag (11. August), 17.18 Uhr: Angekommen in der neuen Altersklasse: Im Auftaktspiel der A-Junioren Bundesliga West besiegte die BVB U19 den Wuppertaler SV mit 9:2. Jung-Talent Moukoko steuerte einen Sechserpack bei

+++ Bis 2022: BVB verlängert Vertrag von Talent Youssoufa Moukoko +++

Erstmeldung, Samstag (1. Juni), 16.05 Uhr: Beim letzten regulären Saisonspiel in Duisburg konnte sich Moukoko bereits vor dem Pausenpfiff freuen. Denn schon zu diesem Zeitpunkt stand fest: Der Dortmunder Stürmer hat den U17-Torrekord geknackt.

Moukoko trifft vor der Pause doppelt

In der 30. Minute traf das BVB-Talent zum zwischenzeitlichen 0:2. Danach hatte er es ganz eilig. Denn: Nur zwei Minuten später knipste Moukoko erneut.

Mit seinen Saisontoren 44 und 45 hatte der 14-Jährige den U17-Torrekord bereits sicher. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen nach der Pause noch Nummer 46 nachzulegen.

Avdijaj verliert seinen Rekord

Damit hat der Dortmunder in dieser Saison zwei Tore mehr erzielt als der bisherige Rekordhalter Donis Avdijaj, der vor einem Wechsel zu Trabzonspor steht. Dem gelangen in der Saison 2012/2013 ganze 44 Treffer für den S04.

Danach konnte der Ex-Schalker allerdings nirgendwo richtig Fuß fassen. Auf Skandale und Vertragsauflösungen folgte zuletzt Verwirrung um ein Probetraining in Italien.

Moukoko nach Wechsel zum BVB in aller Munde

Über Youssoufa Moukoko dagegen gibt es hauptsächlich Positives zu berichten. Spätestens seit seinem Wechsel zum BVB ist der Stürmer bei den meisten Fußballfans bekannt.

Kein Wunder. Denn er legte im Sommer 2017 einen Raketenstart für Borussia Dortmund hin. Die starken Leistungen blieben keine Ausnahme. Ab der kommenden Saison läuft Moukoko in der U19 des BVB auf. Seine Nachfolge in der U17 tritt Bradley Fink (16) an.

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So kamen Zweifel auf, ob das Alter des Stürmers stimme. Vater Joseph legte wegen der Diskussionen zwischenzeitlich sogar eine Geburtsurkunde des deutschen Konsulats vor, die zeigte, dass sein Sohn am 20. November 2004 in Yaoundé (Kamerun) geboren sei.

2014 kam Moukoko nach Deutschland. Anfangs konnte das Talent nur Französisch sprechen. Mittlerweile hat er die deutsche Staatsbürgerschaft, einen hochdotierten Sponsoren-Vertrag unterschrieben und vier Länderspiele (drei Tore) für Deutschlands U16 gemacht.

BVB versucht Moukoko zu schützen

Trotzdem versucht Borussia Dortmund den Stürmer so gut es geht aus der Öffentlichkeit zu halten. Sportdirektor Michael Zorc kritisierte jüngst die ständigen Schlagzeilen rund um das BVB-Juwel.

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Dass die mediale Berichterstattung angesichts Moukokos beeindruckenden sportlichen Leistungen nicht abklingen wird, wird in Dortmund allerdings nicht erst seit dem neuen Torrekord jedem klar sein. Der neue U19-Trainer Michael Skibbe mahnt zur Geduld mit Moukoko.

Der Spieler selbst hat jedoch kürzlich selbst das Wort ergriffen und erklärt, dass er sich nicht dafür Schämen muss, dass er im Fußball so enorme Leistungen zeigt.

Ein weiteres Talent hat ebenfalls auf sich aufmerksam gemacht. Immanuel Pherai wird eine große Zukunft beim BVB vorausgesagt. Enrique Peña Zauner wechselt hingegen zum SV Sandhausen.

Der BVB hat das nächste US-Talent an der Angel. Ist Gio Reyna der nächste Pulisic?