Munterer S04-Auftritt

Schalke-Einzelkritik gegen Werder Bremen: Zweimal Note 2 trotz Niederlage

Der FC Schalke 04 verliert auch gegen Werder Bremen. In der Schalker Einzelkritik zum Spiel gibt es dennoch ein paar Lichtblicke.

Bremen – Im Auswärtsspiel bei Werder Bremen spielte Schalke 04 (2:1) insbesondere in der Anfangsphase munter nach vorne und war phasenweise die bessere Mannschaft. Am Ende kassierten die „Knappen“ dennoch die achte Niederlage in Folge, weil die Bremer ihre wenigen Angriffe schlicht besser zu Ende spielten. Die Noten in der S04-Einzelkritik.

Schalke-Einzelkritik gegen Werder Bremen: S04-Defensive zweimal überspielt

Alexander Schwolow: Der Schlussmann der Schalker hatte heute nicht das allermeiste zu tun. Beim 1:0 durch Niclas Füllkrug in der 30. Minute traf die Hertha-Leihgabe keine Schuld. Beim 2:0 durch Marvin Ducksch kam Schwolow zwar etwas zögerlich aus dem eigenen Kasten. Der Angriff der Bremer wurde aber auch nahezu perfekt vorgetragen. Note: 3,5

Cedric Brunner: Der Schweizer schimpfte wegen eines gegen ihn gepfiffenen Stürmerfouls in der Nachspielzeit wie ein Rohrspatz. Warum das erwähnenswert ist? Weil Brunner ansonsten ein absolut unauffälliges Spiel machte. Bei beiden Toren durch Werder wurde aber der gesamten Schalker Abwehr, und somit auch ihm, schonungslos die Grenzen aufgezeigt. Note: 4

Note 2 für S04-Verteidiger Henning Matriciani in der Einzelkritik gegen Werder Bremen

Maya Yoshida: In der 22. Minute blockte Yoshida einen Schuss von Niclas Füllkrug stark, spielte ansonsten solide. Er war heute einer von vielen tapferen Schalkern, den man trotz der Niederlage keinen wirklichen Vorwurf machen kann. Note: 3,5

Henning Matriciani: Durchaus überraschend: Matriciani war heute der mit Abstand beste S04-Verteidiger. Auf dem Boden gewann er fünf von sieben Zweikämpfen, in der Luft blieb er in zehn Zweikämpfen siebenmal siegreich. Sein Stellungsspiel war gut, ebenso seine vielen Balleroberungen wie etwa vor dem Abseitstreffer durch Král in der 16. Minute. Note: 2,5

Henning Matriciani (l.) machte gegen Werder Bremen ein starkes Spiel.

Tobias Mohr: Der Ouwejan-Ersatz ist kein Linksverteidiger, das war heute erneut deutlich zu sehen. Sein Laufduell gegen Mitchell Weiser verlor Mohr vor dem 1:0. Generell war sein defensives Stellungsspiel nicht gut. Offensiv trat der 27-Jährige, von seinem kläglichen Freistoß in der 57. Minute abgesehen, zwar deutlich besser in Erscheinung. Seine Hauptaufgabe ist das auf dieser Position aber nicht. Dennoch geht diese Note auch auf das Konto von Trainer Thomas Reis. Note: 4,5

S04-Einzelkritik gegen Werder Bremen: Krauß und Král machen starkes Spiel

Tom Krauß: Sein Nebenmann Král hatte zwar die auffälligeren Szenen, doch auch Krauß machte auf Seiten der Schalker ein gutes Spiel. 90 Prozent seiner Pässe brachte er an den Mann. Das defensive Mittelfeld ist es nicht, welches in der laufenden Saison das Bundesliga-Niveau vermissen lässt. Nach 77 Minuten kam Dominick Drexler für ihn in die Partie. Note: 3

Alex Král: Der Tscheche war insbesondere in der Anfangsphase sehr präsent und hätte sich mit einem Treffer in der 16. Minute beinahe selbst belohnt. Doch der VAR schaltete sich ein. Auch danach war Král offensiv immer wieder auffällig, wie bei seinem Abschluss in der 66. Minute, den Jiri Pavlenka parierte. Note: 2,5

Alex Král jubelte schon nach dem vermeintlichen 1:0 für Schalke, dann schaltete sich der VAR ein.

Kenan Karaman: Allmählich scheint der zunächst von vielen Fans skeptisch beäugte Neuzugang besser in die Mannschaft zu finden. In der dominanten Anfangsphase war Karaman einer der Aktivposten, brachte in der 3. Minute Marius Bülter in einer aussichtsreichen Position zum Abschluss. Auch danach setzte er immer wieder Akzente. Das „letzte bisschen“, was Schalke heute gefehlt hat, konnte aber auch der Türke nicht aufbringen. Note: 3

Glücklose S04-Offensive zeigt sich gegen Werder Bremen deutlich verbessert

Florent Mollet: Der Franzose schoss in der 8. Minute versehentlich Terodde ab, wodurch sich beinahe eine gute Chance für den S04 ergeben hätte. In der 38. Minute setzte er Terodde dann gezielt in Szene, der jedoch am Aluminium scheiterte. Ansonsten blieb Mollet in einer deutlich verbesserten Schalker Offensive weitgehend blass. Note: 4

Marius Bülter: Der frühere Berliner ist und bleibt eine der tragischen Figuren der laufenden Saison. Auch gegen Werder gab der 29-Jährige bis zu seiner Auswechslung unter Schmerzen in der 64. Minute Vollgas und ackerte unermüdlich. Einmal mehr blieb der Rechtsfuß dabei aber glücklos. Seine beste Szene hatte Bülter gleich in der 3. Spielminute, seinen Abschluss parierte Pavlenka stark mit dem Fuß. Note: 3,5

Erneut kämpferisch, erneut glücklos: Schalke-Stürmer Marius Bülter.

Simon Terodde: In der 38. Minute verhinderte der Pfosten den dritten Saisontreffer des Zweitliga-Torschützenkönigs. Auch danach kam Terodde noch mehrmals zum Abschluss, wenngleich er sich dabei in der 61. Minute im Abseits aufhielt. Im internen Stürmer-Duell mit Sebastian Polter sollte er nach diesem Auftritt aber die Nase vorn behalten. Note: 3,5

Schalke-Einzelkritik gegen Werder Bremen: Joker Drexler erzielt Anschlusstreffer

Jordan Larsson: Kam in der 64. Minute für Marius Bülter und verschenkte mit einer überhasteten und unpräzisen Hereingabe in der 69. Minute eine potenziell gute Chance. Sein kurzer Auftritt dürfte S04-Coach Reis – vorbehaltlich möglicher Verletzungen – wohl keinen Anlass dazu geben, Bülter oder Karaman im nächsten Spiel aus der Startelf zu nehmen. Note: 4

Dominick Drexler: Wurde in der 77. Minute für Tom Krauß eingewechselt und erzielte in der 89. Minute den späten Anschlusstreffer. Ohne Note

Sebastian Polter: Kam in der 85. Minute für Florent Mollet in die Partie. Ohne Note

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