Stevens: So bekommt Bentaleb eine zweite Chance auf Schalke

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Schalke-Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb. Foto: Ina Fassbender/dpa

Nabil Bentaleb darf auf Schalke weiterhin nicht mit den Profis trainieren. Laut Huub Stevens gibt es aber eine zweite Chance. Hier die Infos.

Nabil Bentaleb darf wegen einer disziplinarischen Maßnahme derzeit auf Schalke nicht mit den Profis trainieren. Trainer Huub Stevens hat nun erklärt, wie der 24-Jährige es schaffen kann, zurück zu kommen.

"Die Hintergründe gehören nicht in die Öffentlichkeit", sagt Huub Stevens im Interview mit dem kicker. Gemeint ist das Verhalten von Nabil Bentaleb, der seit dem 17. März nicht mit den Profis trainieren darf.

Der zentrale Mittelfeldspieler wurde wohl für sein Fehlen beim Heimspiel am Tag zuvor gegen RB Leipzig (0:1) bestraft. Das berichten Medien übereinstimmend.

Bentaleb hätte verletzungsbedingt zwar sowieso nicht spielen können. Stevens hatte ihn aber nach dem Abschlusstraining vor der Partie darauf aufmerksam gemacht, trotzdem zu erscheinen.

Bentaleb entschuldigte sich öffentlich für sein Fehlverhalten

Tat er aber nicht. Der Spieler selbst entschuldigte sich wenige Tage später (öffentlich).

Als Grund nannte Bentaleb die Geburt seiner Zwillinge. Vor lauter Aufregung habe er nach schwierigen Monaten mit seiner Frau, die wegen einer anscheinend komplizierten Schwangerschaft viel Zeit im Krankenhaus verbringen musste, vergessen eine SMS zu schicken.

Doch Stevens blieb hart. Auch in diesen Tagen fehlt der algerische Nationalspieler bei der Vorbereitung auf das nächste Spiel.

"Aber eines kann ich sagen: Auch Nabil wird eine zweite Chance bekommen. Aber er allein muss die Tür öffnen", so Stevens im kicker-Interview über Bentaleb.

Aktuelle S04-Themen:

Wie genau soll das aussehen? "Indem er zeigt, dass er genau das will. Und indem er einsieht, in diesem Fall nicht richtiggelegen zu haben", so der Interimstrainer des S04 im Interview mit dem Fußball-Magazin weiter.

Bislang absolvierte Bentaleb in dieser Saison 33 Pflichtspiele, 25 von Beginn an und 18 über die volle Distanz. Mit acht Toren in allen Wettbewerben ist der 24-Jährige der treffsicherste Schütze in dieser Schalke-Spielzeit. Doch für sein Fehlverhalten zuletzt hatte bereits der neue Sportvorstand Jochen Schneider kein Verständnis gezeigt.