Bild: Guido Kirchner/dpa

Die ehemaligen Schalke-Spieler Benedikt Höwedes (31) und Jefferson Farfan (34) haben mit Lokomotive Moskau den russischen Pokal gewonnen. Ausgerechnet gegen das Team, das vier Tage zuvor noch national für große sportliche Folgen gesorgt haben könnte.

Dmitri Barinov (22) hieß der goldene Torschütze, der Lokomotive Moskau am Mittwoch (22. Mai) zum russischen Pokalsieg geschossen hat. Der Champions-League-Gegner des S04 aus der Gruppenphase setzte sich mit 1:0 (1:0) gegen Ural Jekaterinburg durch.

Höwedes fehlte im Pokal-Finale wegen einer Muskelverletzung

Damit konnte Höwedes in seiner russischen Premierensaison direkt seinen ersten Titel mit Lok Moskau feiern. Der 31-Jährige fehlte allerdings genauso wie der zweite Ex-Schalker in Reihen der Hauptstädter, Farfan.

Letzterer fehlt wegen einer Hüftverletzung bereits länger. So verpasste Farfan bereits die vergangenen vier Pflichtspiele.

Ural Jekaterinburg könnte Champions-League-Ziele kaputt gemacht haben

Höwedes hingegen musste wegen einer Muskelverletzung passen, die der ehemalige Schalke-Kapitän sich vor dem Ligaspiel am vergangenen Wochenende gegen Ural Jekaterinburg (2:2) zuzog. Ob jenes Remis mittelfristig häufiger Gesprächsthema als der nun eingefahrene Titel sein wird?

Denn durch das Unentschieden am vorletzten Spieltag der aktuellen Saison, rutschte Lok Moskau vom so wichtigen zweiten Tabellenplatz auf den dritten Rang hinter FK Kradnodar ab. Letzterer gewann beim Tabellensechsten Arsenal Tula 3:0 (0:0) und steht wegen des besseren Torverhältnisses punktgleich vor dem Noch-Meister.

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Das Problem für Höwedes und Co.: Nur die ersten beiden Teams aus der Premier Liga qualifizieren sich direkt für die Champions League. Der Drittplatzierte muss noch in die Playoffs.

Eine Chance bietet sich Lok Moskau noch. Am Sonntag (26. Mai) empfängt der Tabellendritte den Tabellen-14. FK Ufa, während FK Krasnodar daheim gegen den Tabellenzehnten Rubin Kasan spielt.

Lokomotive Moskau kann den Meistertitel nicht verteidigen

Den Meistertitel verteidigen können Höwedes und Co. übrigens nicht mehr. Zenit St. Petersburg steht uneinholbar an der Tabellenspitze.

Immerhin: Komplett aus den Champions-League-Rängen fliegen kann Lok Moskau nicht mehr. Der Vorsprung auf den Tabellenvierten Spartak Moskau beträgt vor dem letzten Spieltag der Saison vier Punkte.

Höwedes absolvierte in dieser Spielzeit 26 Pflichtspiele (vier Tore). 17 Mal davon stand der Weltmeister von 2014 in der Startelf und spielte 14 Mal über die volle Distanz.

Aktuelle S04-Themen:

Spötter haben übrigens nun schon festgestellt, dass der gebürtige Haltener mindestens einen Titel pro Saison geholt hat, seit er Schalke verlassen hat. 2018 gewann der heute 31-Jährige mit Juventus Turin das Double aus Meisterschaft und Pokal, ehe Letzteres nun in Russland wiederholt wurde.