Bild: Timm Schamberger/dpa

Alexander Nübel (22) bleibt auf Schalke das spannendste Thema. Der Klub will mit dem Torwart-Talent verlängern. In einem Interview sagt der 22-Jährige nun, dass er dieses Thema aus seinem „Kopf verbannt“ hat.

  • Der Vertrag von Alexander Nübel (22) ist bis zum 30. Juni 2020 gültig
  • Schalke will unbedingt mit dem Torwart-Talent verlängern
  • Der deutsche U21-Nationaltorwart spricht über seinen „gesunden“ Abstand zum Fußball-Business und wie er als S04 gehandelt hätte

Alexander Nübel (22), der laut Olaf Thon (53) nicht zum FC Bayern wechseln wird, kann laut eigener Aussage nichts damit anfangen, dass er „das neue Gesicht von Schalke“ werden soll. Darüber hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies (63) gesprochen, als er Sky-Experte Dietmar Hamann (45) in der Diskussion um den Torwart stark kritisierte.

Nübel hat einen gesunden Abstand zum Fußball-Business

„Ich habe zum gesamten Fußball-Business einen gesunden und notwendigen Abstand. Darum kann ich auch mit vermeintlichem Personenkult wenig anfangen“, so der 22-Jährige im Interview mit der Sport Bild.

„Ich weiß, was Herr Tönnies meint, aber Fußball ist und bleibt für mich immer noch ein Teamsport“, so Nübel, der laut eigener Aussage keine offene Zukunft hat, in der aktuellen Print-Ausgabe (29. Mai) des Sport-Magazins. Ob er Schalke, das zum Trainingsauftakt wegen Länderspiele wohl erst einmal auf einige S04-Spieler verzichten muss, über den Sommer hinaus erhalten bleibt?

Entscheidung über Zukunft fällt erst nach der U21-EM

Es bleibt dabei, dass der Torwart sich erst nach der U21-Europameisterschaft, bei der er wie auch zwei andere S04-Spieler im vorläufigen Kader der deutschen Mannschaft steht, entscheiden will, wie seine Zukunft aussehen soll. Das hatte sein Berater gegenüber RUHR24 auch bereits klargemacht.

Nübel soll bereits im Fokus von fünf internationalen Top-Klubs stehen. Sofern der 22-Jährige die Königsblauen tatsächlich schon in diesem Sommer verlässt, verdient sogar der SC Paderborn mit. Der Paderborner Jugendcoach und Nübels ehemaliger Trainer Cirrincione rät indes von einem Wechsel ab.

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Doch wieso will der Torwart erst noch das Turnier abwarten, ehe er sich über seine Zukunft entscheidet? „Den Klassenerhalt mit Schalke zu schaffen, war das erklärte Ziel. Jetzt konzentriere ich mich voll auf die U21-EM, denn auch hier haben wir Ziele. Gerade als Torwart muss man voll fokussiert sein und sollte sich von nichts ablenken lassen. Nach der EM ist noch ausreichend Zeit, mir über meine Zukunft Gedanken zu machen“, zitiert die Sport Bild den gebürtigen Paderborner.

Nübel, der vor der U21-EM von Stefan Kuntz gelobt wurde, lässt sich auch auf Nachfragen nicht aus seiner Reserve locken. Auch nicht angesprochen auf die Chancen des S04, ihn langfristig halten zu können. Der Nationalcoach ernannte ihn für die U21-EM nun zur Stammkraft. Auch gegen Österreich soll er starten.

Nübel hätte als Klub anders bei sich gehandelt

„Noch mal, dieses Thema habe ich völlig aus meinem Kopf verbannt. Ich richte meinen Fokus erst einmal auf die EM.“ Für die wurde Schalke-Stürmer Cedric Teuchert (22) übrigens aus dem finalen Kader gestrichen.

Etwas überrascht scheint Nübel, dessen Kontrahent Ralf Fährmann nicht an eine Schalke-Flucht denkt, aber zumindest über das Vorgehen des Klubs gewesen zu sein. Zumindest, was das Ende des Jahres 2018 betraf.

„Als Schalke 04 hätte ich sicher anders agiert, aber ich kenne nicht die Strategie des Klubs. Aus diesem Grund ist es müßig, darüber nachzudenken.“ Diese Kritik betonte er erneut im Kicker.

Ob der Torwart also bald auch in der Übersicht zu den Gerüchten und Transfers vom S04 auftaucht? So wie zum Beispiel der S04-Traum von Clemens Tönnies zu Sead Kolasinac. Der zu einem anderen muss hingegen begraben werden. Metzelder bestätigte zwar Gespräche mit Schalke, aber ebenso, dass daraus nichts wird.