Konkurrent von Manuel Neuer

Experte macht Alexander Nübel für München-Wechsel keine Hoffnung: "Jetzt zu den Bayern zu kommen ..."

Sport1-Experte Stefan Effenberg kann den Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern München nicht nachvollziehen.
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Sport1-Experte Stefan Effenberg kann den Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern München nicht nachvollziehen.

Sport1-Experte Stefan Effenberg kann den Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern München nicht nachvollziehen.

  • Der Berater von Alexander Nübel hat den Transfer zum FC Bayern München erneut verteidigt.
  • Stefan Backs traut dem aktuellen Ersatztorwart des FC Schalke 04 sogar zu, das Niveau von Manuel Neuer zu erreichen.
  • Stefan Effenberg prophezeit Alexander Nübel in seiner Sport1-Kolumne einen schwierigen Start beim FC Bayern München.

Update, Sonntag (5. April), 20.10 Uhr: Gelsenkirchen/München - Ganz Fußball-Deutschland diskutiert darüber, ob der Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern München, auf den Manuel Neuer mächtig sauer ist, eine gute Entscheidung gewesen ist. Der ehemalige FCB-Profi Stefan Effenberg vertritt dabei eine klare Meinung. In seiner aktuellen Sport1-Kolumne schreibt er: 

"Den Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern München verstehe ich nach wie vor nicht. Jetzt zu den Bayern zu kommen und den Anspruch haben zu spielen? Ich meine, da steht immer noch Manuel Neuer."

Alexander Nübel (FC Schalke 04): Steffan Effenberg sieht auch Sven Ulreich vor dem S04-Keeper

Doch damit nicht genug. Stefan Effenberg stellt sogar in Zweifel, dass Alexander Nübel die Nummer zwei hinter Manuel Neuer sein wird. Da gäbe es immerhin auch noch Sven Ulreich. Dieser sei "seit Jahren ein perfekter zweiter Torwart." Zudem würde Hansi Flick die Leistungen des Ersatzkeepers schätzen. "So einen loyalen Torwart mit dieser Qualität musst du halten", urteilt der Sport1-Experte.

Als logische Folge sieht der 51-Jährige daher eine direkte Ausleihe des Noch-S04-Torwarts. Dem FC Bayern München empfiehlt er, Alexander Nübel "für ein oder zwei Jahre irgendwo anders parken." Schließlich benötige er Spielpraxis, "um sich weiterzuentwickeln."

Update, Donnerstag (2. April), 16.45 Uhr: Ob Alexander Nübel (23) es schafft, Manuel Neuer (34) beim FC Bayern München als Torwart abzulösen, dazu will der Berater des aktuellen Schalke-Torhüters keine Prognose abgeben. "Das kann man nicht vorhersehen", so Stefan Backs im Interview mit fussball.news.

Alexander Nübel (FC Schalke 04): Manuel Neuer (FC Bayern München) ist ein Vorbild

"Aber wenn Alex nicht der Meinung wäre, er könne es bei Bayern packen, wäre er den Schritt nicht gegangen", ergänzt Stefan Backs weiter. Zudem kommt dem Berater in der Diskussion um den Transfer von Alexander Nübel zum FC Bayern München vor allem ein Aspekt viel zu kurz.

Demnach will der 23-Jährige diesen Schritt auch machen, weil "Manuel Neuer ein Vorbild von Alex ist." Unter dem 34-Jährigen wollte der aktuelle Ersatztorwart des FC Schalke 04 als Torwart und Profi reifen.

Alexander Nübel (FC Schalke 04) kann Level von Manuel Neuer (FC Bayern München) erreichen

Der Berater von Alexander Nübel sagt, dass sein Klient ein ähnlicher Spielertyp wie Manuel Neuer sei. In dem Zusammenhang geht Stefan Backs sogar noch einen Schritt weiter.

"Die Zukunft von Alexander Nübel bei Bayern München kann noch keiner seriös vorhersagen. Wer sagt denn, dass Alex in zwei Jahren nicht das Level von Manuel Neuer erreichen kann?"

Alexander Nübel (FC Schalke 04) kann beim FC Bayern München ähnlichen Weg wie beim S04 einschlagen

Grund zur Hoffnung gebe die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit. Schließlich sei Alexander Nübel einst als dritter Torwart zum FC Schalke 04 gewechselt. Ohne wenig Spielpraxis habe sich dieser "am Ende trotzdem beim S04 durchgesetzt", so Stefan Backs.

Update, Mittwoch (1. April), 11.10 Uhr: Eigentlich galt Schalke-Torhüter Alexander Nübel (23), der sich zuletzt zur Coronavirus-Situation auf Schalke äußerte, als der vermeintliche "Gewinner" der Corona-Krise. Sein Wechsel zum FC Bayern wurde finalisiert, noch bevor das Coronavirus die Gehaltsstrukturen im Profifußball möglicherweise nachhaltig verändern wird.

Alexander Nübel wechselt möglicherweise erst nach dem 1. Juli ablösefrei vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München.

Alexander Nübel (FC Schalke 04): Wechsel zum FC Bayern München erst nach dem 1. Juli?

Ganz ohne Einbußen wird der 23-Jährige die schwierige Phase jedoch nicht überstehen. So berichtet es die SportBild in ihrer aktuellen Ausgabe. Denn UEFA und FIFA ziehen in Erwägung, dass die aktuelle Saison über den 30. Juni hinausgehen könnte.

Eigentlich wechselt Alexander Nübel, der zuletzt einen Seitenhieb von einem Berater eines Bayern-Torwarts bekam, zum 1. Juli vom FC Schalke 04 zum FC Bayern. Ist die aktuelle Spielzeit bis zu diesem Zeitpunkt nicht beendet, würden auslaufende Verträge wohl automatisch bis zum faktischen Ende der Saison laufen.

Coronavirus trifft Schalke-Torhüter Alexander Nübel: Keine Wohnung und 12.500 Euro weniger am Tag?

Heißt für den Schlussmann: Ab dem 1. Juli müsste Alexander Nübel täglich auf knapp 12.500 Euro Gehalt verzichten. Denn in München wird der gebürtige Paderborner im Monat 450.000 Euro verdienen - auf Schalke sind es gegenwärtig rund 80.000 Euro.

Unklar ist noch, wie die zuständigen Verbände mit solchen Vertragskonstellationen umgehen werden. Dass Alexander Nübel freiwillig auf die Gehaltserhöhung verzichtet, erscheint ebenso unwahrscheinlich, wie dass der FC Schalke 04 die Gehaltszahlung der Bayern übernimmt oder der Rekordmeister selbst dafür aufkommt, obwohl der Spieler noch gar nicht da ist.

Alexander Nübel muss sich möglicherweise eine neue Bleibe für die letzten Wochen beim S04 suchen.

Auch privat müsste der Noch-S04-Torhüter einiges umorganisieren. Seine Zuhause in Herten hat er gekündigt, für die Zeit ab Juli sucht er eine neue Wohnung in München.

Ursprungsmeldung vom 27. März, 8.48 Uhr: In Zeiten des Coronavirus ist nichts mehr sicher. Selbst gestandene Top-Klubs im Fußball müssen ihre Planungen entweder komplett überdenken oder auf unbestimmte Zeit sogar auf Eis legen.

Manuel Neuer (FC Bayern München) bekommt Konkurrenz von Alexander Nübel (FC Schalke 04)

Es gibt aber auch Ausnahmen - trotz Coronavirus (Live-Ticker zum Fußball). So ist der FC Bayern München nach wie vor gewillt, den Vertrag mit Manuel Neuer (33) zu verlängern, der am Freitag (27. März) 34 Jahre alt wird.

Fragt sich nur, wie sehr der Deutsche Rekordmeister den deutschen Nationaltorwart halten will, der ab der kommenden Saison Konkurrenz von Alexander Nübel erhält. Der 23-Jährige wechselt bekanntlich ablösefrei vom FC Schalke 04 zum Branchenprimus.

Manuel Neuer (FC Bayern München): Baldiger Konkurrent von Alexander Nübel hat noch keinen neuen Vertrag

Am Mittwoch (25. März) verließ Thomas Kroth (60) laut Bild.de (Bezahlschranke), Berater von Manuel Neuer, die Geschäftsstelle des FC Bayern München "erneut ohne Einigung". Der derzeitige Vertrag läuft am 30. Juni 2021 aus.

Angeblich verlangt der Torwart einen "derart langfristigen Vertrag, dass sich die Bayern mehr als schwertun, das mächtige Gesamtpaket zu stemmen". Eine Vertragsverlängerung ist also nach wie vor alles andere als eine beschlossene Sache.

Alexander Nübel (FC Schalke 04): Experten und Hansi Flick prognostizieren schweren Stand

Das dürfte Alexander Nübel, dessen Berater froh über den frühen Transfer vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München ist, alles andere als gleichgültig sein. Schließlich prognostizieren nicht nur Experten dem 23-Jährigen einen schweren Stand beim Deutschen Rekordmeister.

Selbst die Prognose von Trainer Hansi Flick (55) für Alexander Nübel beim FC Bayern klingt düster. Wenn Manuel Neuer aber spätestens im Sommer 2021 die Segel an der Säbener Straße streicht, wäre der Noch-Torwart des S04 in einer viel komfortableren Situation.

Alexander Nübel (FC Schalke 04): Schwierige Vorbereitung auf FC Bayern München

Zuletzt war es für Alexander Nübel alles andere als komfortabel. Nach wiederholt schweren Patzern musste der (vermutlich) baldige Konkurrent von Manuel Neuer beim FC Schalke 04, der wegen des Coronavirus drastische Maßnahmen trifft, auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Eine gute Vorbereitung für den FC Bayern München und den Kampf um den Platz zwischen den Pfosten sieht anders aus. Doch wer weiß, wie zeitnah der 23-Jährige doch schon im Tor beim Serienmeister steht.