Nur ein Startelfeinsatz für Schalke

Torflaute beim S04: Ahmed Kutucu hat klare Meinung zu seiner Joker-Rolle

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Ahmed Kutucu bejubelt seinen Treffer gegen den SC Paderborn.

Ahmed Kutucu kommt beim FC Schalke 04 derzeit nicht über eine Rolle als Joker hinaus. Der Profi des S04 findet hierzu deutliche Worte.

  • Der FC Schalke 04 konnte in der Bundesliga-Rückrunde bislang lediglich drei Treffer erzielen.
  • Abhilfe könnte Ahmed Kutucu schaffen. 
  • Der Profi des S04 funktioniert bislang allerdings nur in einer ganze bestimmten Rolle. 

Gelsenkirchen - Beim S04 ist in der Bundesliga-Rückrunde die Torflaute ausgebrochen. Lediglich drei Treffer konnten die "Königsblauen" in den bisherigen fünf Partien erzielen. 

S04: Offensive des FC Schalke 04 hat Sand im Getriebe

Insbesondere im Sturmzentrum steckt beim FC Schalke 04, der auf Twitter wegen des neuen BVB-Sponsors stichelt, merklich Sand im Getriebe. Daran konnte bislang auch Winterneuzugang Michael Gregoritsch (25) nur wenig ändern. Seit seinem Premierentreffer zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach wartet der 25-Jährige auf einen weiteren Torerfolg.  

Die aktuelle Torflaute könnte dem FC Schalke 04, der am 23. Spieltag der Bundesliga auf RB Leipzig trifft (zum Live-Ticker), am Ende der Saison zum Verhängnis werden. Zumindest dann, wenn die "Knappen" in der kommenden Spielzeit auf die europäische Fußball-Bühne zurückkehren wollen.  

FC Schalke 04: Ahmed Kutucu könnte die Torflaute des S04 überwinden

Ein Hoffnungsträger, der das "königsblaue Dilemma" lösen könnte, ist Ahmed Kutucu (19), der trotz Liebeserklärung an den FC Schalke 04 noch gerne in der Premier League und in der Türkei spielen möchte. Schließlich erzielte der 19-Jährige in der laufenden Bundesliga-Saison bis dato drei Tore. Damit rangiert der Shootingstar immerhin auf Rang vier der vereinsinternen Torschützenliste

Bei Ahmed Kutucu gibt es jedoch einen entscheidenden Haken. Der türkische Nationalspieler funktioniert beim FC Schalke 04, dessen Partie gegen RB Leipzig live im TV und Live-Stream zu sehen ist, bislang nur als Einwechselspieler. Alle drei Saisontore erzielte der 19-Jährige als Joker. 

Seinen bisher einzigen Startelfeinsatz durfte Ahmed Kutucu im DFB-Pokal gegen Hertha BSC feiern. Für weitere Einsätze dieser Art konnte sich der Stürmer allerdings nicht empfehlen (RUHR24 bewertete die Leistung von Ahmed Kutucu im Pokalspiel zwischen dem S04 und Hertha BSC mit der Note 5).  

FC Schalke 04: Ahmed Kutucu äußert sich zu seiner Rolle als Einwechselspieler beim S04

Daher liegt die Frage auf der Hand, ob sich der 19-Jährige in seiner Rolle als Joker wohler fühlt. Dazu hat der Stürmer eine klare Meinung.

"Nein, das nicht, aber es klappt halt zu 100 Prozent", resümiert Ahmed Kutucu, dessen Vertrag beim FC Schalke 04 noch bis 2022 läuft. Dennoch liefert der Schalke-Profi auch eine Erklärung, warum ihm die Joker-Rolle so gut liegt.

Ahmed Kutucu: Darum liegt mir die Joker-Rolle beim FC Schalke 04

"Weil ich immer 100 Prozent gebe und dann die Frische mit ins Spiel bringe. Die anderen haben dann meist schon 60 oder 70 Minuten in den Beinen und denen fällt es dann schwer, wenn ich mit der Frische komme. Es klappt halt", so der 19-Jährige. 

Vor allem mit seiner Schnelligkeit kann der Stürmer die gegnerischen Abwehrreihen in den finalen Spielphasen vor arge Probleme stellen. Für David Wagner (48) gibt es derzeit folglich nur wenig Gründe, dies zu ändern. Auch ein anderer Joker hofft auf mehr Spielzeit: Rabbi Matondo will schon gegen RB Leipzig an seine starke Leistung aus der Hinrunde anknüpfen.

Video: Doppelpass diskutiert über Schalkes Torwart-Dilemma

Ohnehin deutete Schalke-Trainer David Wagner bereits im August des vergangenen Jahres an, dass Ahmed Kutucu beim S04 noch Zeit benötige: "Man darf nicht vergessen, dass Ahmed gerade erst aus der Jugend kommt. Er braucht Zeit und die soll er bekommen."

Im Bundesliga-Topspiel gegen RB Leipzig am Samstag (22. Februar) bekommt der 19-Jährige womöglich erneut die Chance, seine Qualitäten als Joker unter Beweis zu stellen. Der FC Schalke 04 hätte sicher nichts gegen ein abruptes Ende der "Rückrunden-Torflaute" einzuwenden.