Traurige Nachrichten aus Witten

Hilfloser Mann wird heldenhaft aus der Ruhr gerettet - dann kommt es zum Drama

Einsatz der Feuerwehr an der Ruhr in Witten.
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Einsatz der Feuerwehr an der Ruhr in Witten.

Am Kemnader See in Witten ist ein hilfloser Mann heldenhaft aus der Ruhr gerettet worden. Später starb er in einem Krankenhaus.

  • In Witten trieb am Donnerstag eine Person in der Ruhr.
  • Ein Passant entdeckte den hilflosen Mann und handelte sofort.
  • Die Feuerwehr spricht von einer "selbstlosen Leistung".

Update, Freitag (6. März), 15.20 Uhr: Witten - Traurige Nachrichten aus Witten. Der Mann, der am Donnerstagmorgen aus der Ruhr gerettet wurde, ist seinen lebensgefährlichen Verletzungen einen Tag später erlegen, wie der WDR berichtete.

Rettungsaktion an der Ruhr in Witten: Hilfe kam leider zu spät

Ein Passant, hatte den in der Ruhr treibenden Mann entdeckt und sofort völlig selbstlos eine Rettungsaktion gestartet. Er sprang selbst ins Wasser und zog den Mann aus der Strömung. Auch wenn der Verunglückte durch die mutige Aktion direkt von Einsatzkräften versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden konnte, kam die Hilfe zu spät. Er starb kurz darauf im Krankenhaus

Erstmeldung, Donnerstag (5. März), 12.00 Uhr: Dramatischer Einsatz am Kemnader See in Witten: Ein Mann wurde am Donnerstag (5. März) gegen 9 Uhr aus der Ruhr geborgen. Ein Passant hatte den im Wasser treibenden Mann von der Ruhrbrücke aus entdeckt und sofort reagiert.

Witten: Passant rettet Mann aus der Ruhr

Als der Passant den nahe der A43-Brücke in der Ruhr treibenden Mann entdeckte, hatte dieser den Kopf noch über Wasser. Dennoch erkannte er die dramatische Situation und rief sofort die Feuerwehr. Doch nicht nur das: Anschließend lief der Retter von der Brücke zum Fluss und sprang selbst in die Ruhr.

Gemeinsam mit den kurz darauf eintreffenden Rettungskräften gelang es ihm, den Mann aus den Fluten zu retten, noch bevor die Wasserrettung eintraf. "Das war eine selbstlose Leistung, die man nicht von jedem erwarten kann", sagt Heiko Szczepanski, Einsatzleiter der Feuerwehr Witten

Die Strömung in der Ruhr sei zurzeit sehr stark. Der Retter sei jedoch Sportler und habe die Gefahr der Situation abschätzen können, sagt der Einsatzleiter.

Witten: Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen aus der Ruhr geborgen

Der Rettungsdienst versorgte anschließend den Retter und ihren Kollegen sowie den Patienten. Dieser wurde lebensgefährlich verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Retter erlitten Unterkühlungen. Vor Ort waren drei Notärzte, einer davon kam mit einem Rettungshubschrauber zum Einsatzort. Wie und wo genau der Mann in die Ruhr geraten war, ist nach Angaben der Feuerwehr noch völlig unklar. Dies ermittelt nun die Polizei Witten.

Immer wieder kommt es zu tragischen Badeunfällen. So auch kürzlich in Duisburg: Hier sprang ein Mann ins Wasser, um das Spielzeug seiner Kinder rauszuholen - tragischerweise ertrank er dabei. Zum Entsetzen der Einsatzkräfte verhielten sich einige Zeugen regelrecht verantwortungslos - sie grillten ungestört weiter. 

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