Fund im November 2020

Ruhrgebiet: Gefundener menschlicher Schädel löst 25 Jahre alten Vermisstenfall

Das Technische Hilfswerk
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In Wetter im Ruhrgebiet fand man einen menschlichen Schädel. Nun steht fest, zu wem er gehörte. (Symbolbild)

In Wetter im Ruhrgebiet fanden Arbeiter vor einigen Monaten einen menschlichen Schädel. Nun steht fest, dass er einem Mann gehörte. Er galt als vermisst.

Wetter (Ruhr) - Ein vor drei Monaten gefundener Schädel eines Menschen hat Licht in einen bislang ungeklärten Vermisstenfall gebracht.

StadtWetter (Ruhr)
Einwohner27.392 (2019)
Fläche31,47 km²

November 2020: Arbeiter finden menschlichen Schädel am Harkortberg in Wetter

Der Schädel war im November vergangenen Jahres bei Arbeiten am Harkortberg in Wetter (Ruhrgebiet) gefunden worden. Jetzt steht fest, dass es sich dabei um die sterblichen Überreste eines 36-jährigen Mannes aus Hamm handelte. Das erklärt die Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis in einer aktuellen Mitteilung (mehr News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de.).

Nachdem der Schädel am 17. November 2020 an einer kaum zugänglichen Stelle in etwa 15 Meter Höhe in einem Hangsicherungsnetz gefunden worden war, brachte man ihn ins Anthropologische Institut in Göttingen. Die Untersuchungen sollten „weitere Erkenntnisse insbesondere zur Identität des Toten“ bringen, schreibt die Polizei weiter.

In Wetter im Ruhrgebiet fand man einen menschlichen Schädel. Nun steht fest, zu wem er gehörte.

Schädel-Fund in Wetter im Ruhrgebiet löst Vermisstenfall von 1995 auf

Dort erstellten die Experten zunächst ein sogenanntes DNA-Muster. Dieses Muster wurde anschließend mit der Vermisstendatenbank des Landeskriminalamts NRW abgeglichen. Dabei kam man zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Denn das DNA-Muster des Schädels aus Wetter konnte einer Vermisstenmeldung aus dem Jahr 1995 zugeordnet werden. Demnach handelt es sich um einen 1959 geborenen Mann aus Hamm, der sich damals im nicht weit entfernten Herdecker Krankenhaus behandeln ließ. Vermisst gemeldet worden war der Mann vor 25 Jahren von seiner Mutter und seinem Bruder.

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Gefundener Schädel gehört zu vermissten Mann: Polizei geht von einem tragischen Unglück aus

Weitere Ermittlungen bei Angehörigen haben außerdem ergeben, dass der damals 36-Jährige ohne jegliche Hinweise auf seinen Aufenthalt verschwand. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es ebenfalls nicht. Die Polizei geht deshalb von einem „tragischen Unglück“ aus.

Der Schädel des Mannes befinde sich derzeit auf dem Weg von Göttingen nach Schwelm, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er soll anschließend den Angehörigen übergeben werden.

Im Rahmen der Suche an dem Steilhang in Wetter fand die Polizei noch weitere Knochenteile. Diese waren allerdings, wie sich später herausstellte, alle tierischen Ursprungs. Mit dpa-Material

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