Bild: Caroline Seidel/dpa

Den Talsperren im Ruhrgebiet fehlt Wasser – und zwar nicht gerade wenig. Wie der Ruhrverband mitteilte, geben die Talsperren immer noch deutlich mehr Wasser ab als sie erhalten. Es regnet einfach nicht genug.

Nun warnt der Wasserwirtschaftsverband Spaziergänger: Das Betreten der ausgetrockneten Uferbereiche ist lebensgefährlich.

Spaziergänge dort sind „lebensgefährlicher Leichtsinn“

Der Anblick der Ruhrtalsperren ist wirklich ungewöhnlich. Die Biggetalsperre in Olpe zum Beispiel trägt momentan 16 Meter weniger als bei einem Vollstau. Trotz Warnung des Ruhrverbandes waren am Sonntag schon wieder Spaziergänger auf dem trockengefallenen Bereichen unterwegs.

Spaziergänger gehen durch das Flussbett und den Uferbereich der Bigge, welche durch die Trockenheit freigelegt sind. Die sonst nicht sichtbaren Bereiche der Talsperre sind gefährlich, weil man leicht einsinken kann. Foto: Caroline Seidel/dpa
Spaziergänger gehen durch das Flussbett und den Uferbereich der Bigge, welche durch die Trockenheit freigelegt sind. Doch das ist gefährlich. Foto: Caroline Seidel/dpa

Dabei war der Ruhrverband in seiner Warnung mehr als deutlich: Auf den trockenen Bereichen spazieren zu gehen, sei „lebensgefährlicher Leichtsinn“. Der Boden ist nämlich nicht überall tragfähig. „Es besteht Gefahr, einzusinken und sich nicht mehr selbst befreien zu können“, schreibt der Wasserwirtschaftsverband in einer Mitteilung.

Füllstand der Talsperren bei unter 50 Prozent

Der Füllstand aller Talsperren liegt bei unter der Hälfte des Vollstatus – um genau zu sein bei 47 Prozent. Und der Stand fällt weiter: Die Stauseen geben, nach dem Stand von Sonntag Morgen, pro Sekunde 8,3 Kubikmeter Wasser an die Ruhr ab. Zufließen tun allerdings nur 1,6 Kubikmeter pro Sekunde. Regen ist immer noch nicht in Sicht.

Weitere News auf Dortmund24: 

Mehr als 4,6 Millionen Menschen werden durch das Talsperrensystem der Ruhr mit sauberem Trinkwasser versorgt. Zuletzt erklärte ein Verbandssprecher: „Ohne das zusätzliche Wasser aus den Talsperren wäre die Ruhr in Villigst bei Schwerte bereits seit Juli 2018 von wenigen Unterbrechungen abgesehen durchgängig trockengefallen.“ (mit dpa-Material)