Wahl 2020 in NRW

Duisburg: Skandal vor der Kommunalwahl: Razzien wegen Verdacht auf Wahlbetrug

Vor der Kommunalwahl in Duisburg gibt es den Verdacht auf Wahlbetrug.
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Vor der Kommunalwahl in Duisburg gibt es den Verdacht auf Wahlbetrug.

In Duisburg (NRW) gibt es vor der Kommunalwahl 2020 Ärger. Gegen mehrere Kandidaten wird wegen des Verdachts auf Wahlbetrug ermittelt. Es gab Razzien.

Duisburg – Ein Skandal erschüttert kurz vor der Kommunalwahl 2020 die Stadt Duisburg: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen mehrere Personen wegen des Verdachts auf Wahlfälschung. Es gab Razzien.

Duisburg: Verdacht auf Wahlbetrug – Durchsuchungen bei Kandidaten

Am Mittwoch (9. September) sind vier Objekte in Duisburg durchsucht worden. Laut einem Bericht der WAZ (Bezahlinhalt) soll es sich um drei Wohnungen und ein Büro handeln. Das gaben Staatsanwaltschaft und Polizei in Duisburg bekannt. Anlass war eine Sprachaufnahme, in der jemand angibt, Geld für mehrere Tausend Stimmen bezahlen zu wollen.

Ermittelt werde gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ihnen werde unter anderem Wahlfälschung im Zusammenhang mit der Kommunalwahl in NRW (alle Artikel auf RUHR24.de) am Sonntag vorgeworfen. Zwei der drei Beschuldigten treten nach Angaben der Staatsanwaltschaft als Kandidaten für zwei unterschiedliche Parteien bei der Kommunalwahl am Sonntag an. Welchen Parteien sie angehören, ist bislang unklar.

Wahlfälschung in Duisburg: Ermittler finden Beweismaterial bei Durchsuchungen

Die Durchsuchungen erhärteten den Verdacht offenbar: Die Ermittler fanden demnach "umfangreiches Beweismaterial". Es handele sich dabei unter anderem um dutzende Wahlunterlagen. Die Dokumente im hohen zweistelligen Bereich müssten nun ausgewertet werden. Dabei werde auch überprüft, ob es sich um Fälschungen handelt.

Die Wahlleitung in Duisburg ist informiert. Die Stadt hat bislang keine Stellung zu den Ermittlungen genommen. Auf die Kommunalwahl am Sonntag sollen die Ermittlungen zunächst keine Auswirkungen haben.