Im Zuge der Corona-Maßnahmen

Preise im VRR werden günstiger - doch es gibt einen Haken

Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) profitieren Fahrgäste in Bus und Bahn von der reduzierten Mehrwertsteuer - allerdings später als gewollt.

  • Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) profitieren Fahrgäste von der Senkung der Mehrwertsteuer.
  • Ab dem 1. August gilt im Verbund eine neue Preistabelle - zunächst bis Jahresende.
  • Eigentlich greift die Maßnahme der Bundesregierung bereits ab dem 1. Juli.

Gelsenkirchen - Es geht Schlag auf Schlag beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Nachdem im VRR die Testphase für das nextTicket 2.0 begonnen hat*, dürfen sich Fahrgäste schon bald über die nächsten Vergünstigungen freuen. Grund dafür ist das Coronavirus, berichtet RUHR24.de*.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

VRR

Gründung

1. Januar 1980

CEO

José Luis Castrillo (seit 1. Januar 2014)

Zentrale

Gelsenkirchen

VRR: Reduzierte Mehrwertsteuer wirkt sich auf Preise für Bus und Bahn aus

Anfang des Monats hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Konjunkturpaket beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu mildern. Im 130 Milliarden Euro umfassenden Paket ist auch eine Senkung der Mehrwertsteuer enthalten.

Die Senkung der Mehrwertsteuer in Deutschland greift ab dem 1. Juli 2020. Der Plan sieht vor, dass Unternehmen die reduzierte Steuer durch günstigere Produkte an die Kunden weitergeben. Im VRR hat das vergünstigte Ticketpreise für Bus- und Bahnfahrer zur Folge.

Reduzierte Mehrwertsteuer ab dem 1. Juli: VRR gelingt Systemumstellung erst zum 1. August

Allerdings gibt es die günstigeren Tickets erst ab dem 1. August, wenn der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) seine Preise entsprechend der allgemeinen Absenkung des Mehrwertsteuer-Satzes von sieben auf fünf Prozent anpasst. Wie Radio Essen berichtet, könne man die Systeme nicht rechtzeitig bis zum 1. Juli umstellen.

Dann aber profitieren die Kunden auf den meisten Strecken vom reduzierten Steuersatz. Durch die Rundung der Preise auf volle 5 beziehungsweise 10 Cent kann es jedoch vorkommen, dass die Abweichungen zu den bisherigen Preisen entweder leicht über oder leicht unter den zwei Prozentpunkten liegen.

Der VRR passt seine Ticketpreise entsprechend der allgemeinen Absenkung des ermäßigten Mehrwertsteuer-Satzes an.

Reduziert wird beispielsweise der Preis für das von umstrittenen Werbemaßnahmen begleitete Schoko-Ticket*. Ein 4er Ticket für Erwachsene (Preisstufe A) wird 20 Cent günstiger, ein 4er Ticket für Erwachsene (Preisstufe K/Kurzstrecke) wird um 10 Cent ermäßigt. Eine Preistabelle mit den ab dem 1. August geltenden Tarifen findet sich hier. Die Ermäßigungen gelten für die Dauer der Absenkung des ermäßigten Mehrwertsteuer-Satzes - also zunächst bis Jahresende.

VRR bedankt sich mit weiterer Aktion für Treue während der Corona-Krise

Darüber hinaus beginnt am Samstag (27. Juni) eine Sommerferienaktion, die sich bis zum 11. August hinzieht. Alle VRR-Abo-Kunden und Nutzer des VRR-Sozialtickets können während der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen montags bis freitags ganztägig im gesamten Verbund unterwegs sein und sogar ein Fahrrad mitnehmen.

An den Wochenenden ist es zudem möglich durch ganz NRW zu reisen. Damit wollen sich der Verbund und die im VRR zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen bei ihren Stammkunden für die Treue während der Corona-Krise bedanken.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa; Collage: RUHR24

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