Tarife und Service

VRR: Änderungen ab Neujahr 2021 - Preise sind betroffen

Im VRR werden die Ticketpreise ab dem 1. August günstiger.
+
VRR-Fahrkarten können nicht mehr beim Fahrpersonal gekauft werden.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ändert ab Januar 2021 Tarife und Angebote. Wir fassen zusammen, was die wichtigsten Neuerungen sind.

Gelsenkirchen - Für gewöhnlich ärgern sich Kunden des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) pünktlich zum Jahreswechsel über die Erhöhung der Ticketpreise. Und ja, auch in 2021 steigen die Preise wieder. Das hat aber weniger mit der Preispolitik des Nahverkehrsverbundes zu tun, als mit der wegfallenden Corona-Steuererleichterung. Doch es gibt auch einige erfreuliche Neuerungen im VRR.

NameVerkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)
CEOJosé Luis Castrillo (seit 1. Januar 2014)
HauptsitzGelsenkirchen

VRR: Preise für Tickets steigen in 2021 - aber auf ein altes Niveau

Zunächst einmal die schlechte Nachricht: Die Preise im VRR steigen zum Jahreswechsel. Allerdings auf das Niveau der Zeit von vor der coronabedingten Mehrwertsteuersenkung in Höhe von drei Prozent. Zum 31. Dezember 2020 läuft diese ab. Damit kosten die Tickets im VRR ab dem 1. Januar wieder genauso viel, wie vor dem 1. Juli 2020.

Betroffen von der Preisänderung sind folgende Tickets:

  • Preisstufen „Kurzstrecke“ bis Preisstufe C
  • verbundweit gültige Tickets der Preisstufe D (BärenTicket, SchokoTicket, Semesterticket, VorkursTicket und das YoungTicketPLUS
  • 4er Tickets
  • 10er Tickets
  • 24-/48-StundenTickets
  • ZusatzTickets

Wer eines der oben genannten Tickets zum günstigeren „Corona-Preis“ noch bis zum 31. Dezember 2020 um 24 Uhr kauft, darf es bis zum 31. März 2021 nutzen. Danach können diese gegen Tickets mit dem neuen Preisstand eingetauscht werden. Man zahlt die Differenz zwischen altem und neuem Preis.

Gute Nachrichten für Fahrradfahrer im VRR-Gebiet - neues Ticket kommt

Gute Nachrichten gibt es dagegen für Radfahrer. Wer sein Fahrrad mit in die Bahn oder den Bus nimmt, der spart im VRR-Gebiet künftig ein bisschen Geld. So gibt es ab 2021 das sogenannte „FahrradTicket VRR“.

Statt für jede Fahrt mit Fahrrad 3,60 Euro zusätzlich zu bezahlen, müssen Radler künftig nur einmal den Preis zahlen und können das Ticket fürs Rad 24 Stunden auf beliebig vielen Fahrten durch das VRR-Gebiet nutzen.

„FahrradTicket VRR“ löst Zusatzticket fürs Fahrrad ab

Das bisherige Zusatzticket ist dann nur noch nötig, wenn der VRR-Raum samt Fahrrad verlassen oder die 1. Klasse mit einem Ticket der zweiten Klasse genutzt wird.

Änderungen gibt es auch bei Fahrten zwischen verschiedenen Verbundgebieten. Wer ein Ticket für den VRR-Raum hat und damit in ein anderes Verbundgebiet fahren will, konnte dafür bislang ein sogenanntes „EinfachWeiterTicket NRW“ kaufen. Das ging bisher aber nur für Fahrten aus dem VRR in den Verkehrsverbund Rhein-Sieg in Richtung Köln oder den Aachener Verkehrsverbund.

„EinfachWeiterTicket NRW“ in 2021 auch bei Fahrt aus VRR-Gebiet nach Westfalen gültig

Ab Januar 2021 ist das „EinfachWeiterTicket NRW“ auch für Fahrten in den westfälischen Raum im Rahmen des Westfalen Tarifs möglich. 6,80 Euro kostet dieses Erweiterungsticket.

Video: Das sind die günstigsten Städte für Bus und Bahn

Für Abo-Kunden greifen in 2021 zudem neue Kündigungsregeln. Wer sein Abo in den ersten zwölf Monaten des Vertrags kündigt, muss eine Gebühr von 20 Euro zahlen.

VRR plant 2021 mehrere Aktionen für Abo-Kunden

Apropos Abo-Kunden: Für sie sollen in 2021 Aktionen stattfinden, die 2020 nicht durchgeführt werden konnten. Inhaber des Tickets 2000 oder des BärenTickets sollen innerhalb eines Aktions-Zeitraums unter der Woche vor 19 Uhr eine weitere Person im Geltungsbereich des Tickets mitnehmen können.

Ticket-1000-Besitzer aller Preisstufen sollen 2021 außerdem die Möglichkeit haben, das Ticket 2000 derselben Preisstufe für drei Monate ohne Aufpreis zu testen.

Mehr zum Thema