VRR-Hammer: Trennung von Deutscher Bahn! 28.000 Kunden betroffen

Ein VRR-Schild in einer Bahnhofsvorhalle der Deutschen Bahn. Foto: Roland Weihrauch/dpa
+
Ein VRR-Schild in einer Bahnhofsvorhalle der Deutschen Bahn. Foto: Roland Weihrauch/dpa

28.000 Kunden sind davon betroffen. Der VRR beendet die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Nachfolger wird Transdev. Hier die Infos.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wechselt ab dem 15. Dezember seinen Dienstleister. Der Vertrag mit der Deutschen Bahn wurde gekündigt, dafür wird jetzt der Dienstleister Transdev kommen. Das bedeutet vor allem einige drastische Änderungen für Fahrgäste im gesamten Ruhrgebiet.

  • Ab dem 15. Dezember übernimmt Transdev den Verkauf von Tickets im VRR-Gebiet.
  • Der Vertrag mit der Deutschen Bahn ist ausgelaufen.
  • 28.000 Ticketkunden müssen ein neues Abo abschließen.

Ticketverkauf im VRR übernimmt Transdev: Deutsche Bahn verliert Vertrag

Ab dem 15. Dezember übernimmt Transdev den Verkauf von Tickets im Gebiet der VRR. Den Verkauf der Tickets hat vorher die Deutsche Bahn übernommen, dessen Vertrag lief aber aus.

Das ist aber nicht der einzige Vertrag, den der VRR, der sich nun zu den Circle-Line-Plänen im Ruhrgebiet geäußert hat, jetzt gekündigt hat. Auch der geplante Umbau der S1 und S4 zur Eurobahn wurde auf Eis gelegt.

Wegen VRR: Abotickets bei der Deutschen Bahn verfallen

Aber schon jetzt müssen sich Fahrgäste auf einige Neuerungen einstellen. Besonders betroffen sind die vielen Abokunden, die es im VRR-Gebiet gibt.

Denn: Alte Abos bei der Deutschen Bahn verfallen! Aufgrund von Datenschutzrichtlinien können die bisherigen Abotickets nicht an Transdev überschrieben werden.

28.000 Kunden im VRR-Gebiet betroffen

Von dieser wichtigen Änderung sind rund 28.000 Kunden im VRR-Gebiet - das demnächst aufgrund der zu erreichenden Klimaziele preislich reformiert werden könnte -  betroffen. Daher werden seit Anfang Juni Rundschreiben verschickt, dass auf die Neuerung hinweisen soll. Kunden müssen jetzt bei dem neuen Anbieter ein Abo abschließen.

Aber nicht nur für die Abokunden ändert sich einiges, auch Pendler und andere Reisende sind von den Änderungen betroffen. Seit Mitte September werden nach und nach die Ticketautomaten derDeutschen Bahn an den Bahnhöfen im Ruhrgebiet durch Automaten von Transdev ersetzt.

Kunden im VRR-Gebiet müssen sich auf Änderungen gefasst machen

Die neuen Ticketautomaten lassen sich vor allem durch die Farbe unterscheiden: Die neuen Automaten kommen in einem satten grün. Die alten Ticketautomaten der Deutschen Bahn, die in der Coronavirus-Krise Gutscheine für Bahncard-Kunden anbietet, sind rot.

Das Problem: Wer mit Nah- und Fernverkehr reisen möchte, muss nun zwei Ticketautomaten benutzen. Da zeigen sich die neuen Automaten aber kooperativ. Wer schon zuvor ein Ticket gekauft hat, kann den Barcode am Automaten scannen lassen.

VRR erhöht Anfang 2020 seine Presie

Danach wird der Reisende direkt auf die Menüseite weitergeleitet. Das erleichtert den Neukauf von Fahrscheinen, schreibt der VRR, der Anfang 2020 seine Preise erhöhen wird, in einer Pressemitteilung.

Da das neue System am Anfang kompliziert erscheinen mag, kaufen auch einige ihre Tickets in den Kundenzentren der Deutschen Bahn. Aber auch diese werden Opfer des neuen Vertrages.

VRR kündigt an, dass Kundencenter schließen werden

"Es ist schon so, dass teilweise ein DB-Kundencenter schließt. Dafür macht aber ein anderes auf", so VRR-Sprecher Dino Niemann. Einige Kundenzentren an größeren Hauptbahnhöfen werden durch Kundenzentren von Transdev ersetzt.

An kleineren Bahnhöfen im VRR-Gebiet werden die Ticketschalter in lokale Geschäfte integriert. An 30 weiteren Standorten werden Kioske oder Buchläden den Vertrieb übernehmen.

Wie sieht die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs im Rhein-Ruhrgebiet eigentlich aus? Aus Bochum gibt es die Idee einer sogenannten Circe-Line, dem Tokio-Konzept. Wäre das etwas für den Nahverkehr im Rhein-Ruhrgebiet