Vogelgrippe am Hengsteysee hat Auswirkungen für Dortmund

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Bei einer tot aufgefundenen Wildente am Hengsteysee wurde am 3. Januar hochpathogenes aviäres Influenzavirus H5N8 nachgewiesen.

Bei einer tot aufgefundenen Wildente in der Nähe des Koepchenwerks am Hengsteysee wurde am 3. Januar Vogelgrippe (hochpathogenes aviäres Influenzavirus H5N8) nachgewiesen. Somit wurde im Ennepe-Ruhr-Kreis der Ausbruch der Wildvogel-Geflügelpest erneut amtlich festgestellt.

Dortmund - Die Vogelgrippe hat eine gleichbleibend sehr starke Ausbreitungstendenz unter Wildvögeln. Seit dem 20. November 2016 wurden an Hengstey- und Harkortsee bei insgesamt sechs Wildenten H5N8 nachgewiesen. Die zu bildenden Restriktionsgebiete (Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet), die zuvor um jeden einzelnen verendet gefundenen Wildvogel anzulegen waren, wurden nun zu einem Gebiet zusammengefasst. Dieses Gebiet geht vom Ufer der Gewässer aus.

Die Wildvögel, bei denen Vogelgrippe (hochpathogenes Geflügelinfluenzavirus H5N8) nachgewiesen wurde, waren standorttreue Wildenten. Da sich die Tiere jedoch frei bewegen können, könnten zu jedem Zeitpunkt am Gewässerufer weitere verendete Wildvögel mit Nachweis von hochpathogenem Geflügelinfluenzavirus H5N8 gefunden werden. Aus diesem Grund sind die Restriktionszonen ausgehend vom Uferrand gebildet worden (Uferrandzonen).

Sperrbezirk betrifft auch Dortmund

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet ragen somit 1 bzw. 3 Kilometer in den Dortmunder Süden hinein. Insgesamt sind 29 Dortmunder Hobbygeflügelhalter betroffen.

Die vorgeschriebenen Fristen, in denen die Schutzmaßregeln gelten, laufen neu an. Für die auf dem Gebiet der Stadt Dortmund liegenden Restriktionszonen gelten ab dem 12. Januar 2017:

Für den Sperrbezirk (rote Umrandung in der Karte) gilt für 21 Tage ein Verbot für das Verbringen von gehaltenen Vögeln, Bruteiern, gewonnenem Fleisch oder tierischen Nebenprodukten (Schlachtabfällen) aus dem Bestand. In den Beständen ist unbedingt auf Hygiene zu achten: Nutzung von Desinfektionsmatten oder -wannen, Anwendung betriebseigener Schutzkleidung und Zugang zu den Tieren nur durch die betreuenden Personen. Zudem ist die Jagd auf Federwild verboten und gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung von Wildbeständen freigelassen werden.

Für das Beobachtungsgebiet (blaue Umrandung in der Karte) gilt für 15 Tage, dass gehaltene Vögel nicht aus dem Bestand verbracht werden dürfen. Es gilt für 30 Tage, dass zur Aufstockung von Wildbeständen gehaltene Vögel nicht freigelassen werden dürfen. Eine Jagd auf Federwild ist nur auf behördliche Anordnung möglich.

Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet haben Hunde- und Katzenhalter dafür zu sorgen, dass diese Tiere nicht frei umherlaufen können.

Übersicht Restriktionsgebiete:

Geflügelausstellungsverbot und Aufstallungspflicht

Ohne zeitliche Befristung gilt weiterhin in ganz Dortmund ein Geflügelausstellungsverbot und dass gehaltenes Geflügel aufzustallen ist.

Die Aufstallung des Geflügels mit gleichzeitiger Betriebshygiene ist die wirksamste Maßnahme, um eine Ansteckung durch infizierte Wildvögel zu verhindern. Daher wird noch einmal auf die Einhaltung der Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung (bis 1.000 Tiere) und Geflügelhobbyhaltungen gemäß Verordnung des Bundes vom 18. November 2016 hingewiesen. Mehr Infos findet ihr hier.

Kleinbetriebe bis 100 Stück Geflügel, bei denen innerhalb von 24 Stunden drei Tiere oder mehr plötzlich verenden, haben sich unverzüglich zu melden.

Für alle Geflügelhalter besteht Anmeldepflicht bei der Tierseuchenkasse.

Eine Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht weiterhin nicht. Im Umgang mit verendeten Vögel gelten die üblichen Hygieneempfehlungen.

Auskunft erteilt das Ordnungsamt der Stadt Dortmund, 32/2 Veterinärwesen, Telefon 0231/ 50-23970.