Bild: Stadt Bochum

Sechs verkaufsoffene Sonntage gibt es nach dem Willen der Stadt Bochum 2019. Doch die Gewerkschaft Verdi wehrt sich dagegen – und will alle sechs Termine verhindern.

Update, Freitag (8. März),14.21 Uhr: Der Rat der Stadt Bochum hat nun die sechs verkaufsoffenen Sonntage beschlossen. Ein zusätzlicher verkaufsoffener Sonntag am 1. Dezember im Rahmen eines Weihnachtsmarkts im Ruhr-Park wurde vom Rat abgelehnt. Das sind die fixen Termine:

  • 19. Mai: Bochum-Linden (Kirmes)
  • 16. Juni: Bochum-Langendreer („Bänke raus“)
  • 30. Juni: Bochum-Wattenscheid („WAT 602“)
  • 8. September: Innenstadt („Weinfest und Musiksommer“)
  • 15. September: Linden und Wattenscheid („Lindener Meile“ und „Wattenscheider Weinfest“)
  • 8. Dezember: Innenstadt („Weihnachtsmarakt“)

Ihr wollt wissen, wo noch mehr verkaufsoffene Sonntage im Ruhrgebiet stattfinden? Dann schaut doch mal hier in unserer Übersicht für 2019 nach.

Erstmeldung, Dienstag (5. März), 17.30 Uhr: Die Gewerkschaft bleibt damit ihrer Linie treu.
Verdi spricht sich prinzipiell gegen verkaufsoffene Sonntage aus. Der arbeitsfreie Sonntag bilde laut der Gewerkschaft „eine Ruheinsel, in der Menschen ihre Zeit nach ihren Bedürfnissen verbringen können.“

Rat Bochum will entscheiden

Am Donnerstag (7. März) will der Rat der Stadt Bochum über die Termine entscheiden.

Zur Debatte stehen folgende Termine:

  • 19. Mai: Bochum-Linden (Kirmes)
  • 16. Juni: Bochum-Langendreer („Bänke raus“)
  • 30. Juni: Bochum-Wattenscheid („WAT 602“)
  • 8. September: Innenstadt („Weinfest und Musiksommer“)
  • 15. September: Linden und Wattenscheid („Lindener Meile“ und „Wattenscheider Weinfest“)
  • 8. Dezember: Innenstadt („Weihnachtsmarakt“)

Der Einzelhandelsverband Ruhr-Lippe hatte laut WAZ sogar noch mehr Termine vorgeschlagen – etwa für den Ruhr Park. Doch weil die Stadt in der Vergangenheit gerichtliche Schlappen einbüßte, strich sie diese Termine von der Liste.

Landtag ebnete Weg für mehr verkaufsoffene Sonntage

Zum Hintergrund: Der Landtag von Nordrhein-Westfalen einigte sich im März 2018, die Anzahl der zulässigen verkaufsoffenen Sonntage von bis dato vier auf acht zu erhöhen. 

Geschäfte dürfen an diesen Tagen maximal fünf Stunden geöffnet haben – aber erst ab 13 Uhr. Verkaufsoffene Sonntage müssen außerdem immer im Zusammenhang mit örtlichen Festen, Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen erfolgen.

Aktuelle Top-Themen:

Ob Verdi gegen die sechs Termine klagen will, steht laut WAZ allerdings noch nicht fest.