Alte Debatte befeuert

Ruhrgebiet: Schwerer Unfall an zentralem Kreisverkehr endet für Frau tödlich

Unna Kreishaus-Kreisel
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In Unna am Kreishaus-Kreisel hat es einen tödlichen Unfall gegeben (Archivbild).

An einem Kreisverkehr in Unna (bei Dortmund) hat ein schwerer Fehler zu einem Unfall geführt. Die Polizei gab jetzt den Tod einer Frau bekannt.

Unna – Der schwere Unfall in hatte sich bereits am Mittwoch (2. Juni) ereignet. In der Nähe des über die Stadt Unna hinaus bekannten Kreishaus-Kreisels war dabei eine Frau verunglückt. Jetzt ist sie ihren Verletzungen erlegen. Das befeuert eine alte Debatte.

StadtUnna
Einwohner60.848 (2020)
BürgermeisterDirk Wigant (CDU)

Unna bei Dortmund: Mann missachtet rote Ampel und fährt ungebremst auf 54-Jährige

Nach Informationen der Polizei Kreis Unna habe eine 54-jährige Frau die Straße am Kreishaus-Kreisel überqueren wollen. Die Frau habe grün an der für sie vorgesehenen Ampel gehabt und dementsprechend die Straße ordnungsgemäß überqueren dürfen.

Nach Aussagen von Zeugen habe ein 75-jähriger Autofahrer die für ihn vorgesehene rote Ampel missachtet und die Frau ohne zu bremsen angefahren. Dabei habe die Frau schwerste Verletzungen erlitten (alle Blaulicht-News im Ruhrgebiet bei RUHR24).

Ein Rettungshubschrauber brachte die Verletzte anschließend in ein Krankenhaus. Am Montag (7. Juni) ging die Polizei Kreis Unna mit der traurigen Nachricht an die Öffentlichkeit, dass die Frau ihren Verletzungen erlegen ist.

Unna: Unfall am Kreishaus-Kreisel – zweieinhalbstündige Sperrung

Die Unfallstelle war nach Angaben der Polizei Unna für zweieinhalb Stunden gesperrt. Ein Sachverständiger wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Dortmund hinzugezogen. Zudem wurde das Auto des 75-jährigen Mannes aus Hamm sichergestellt.

Der Unfall in Unna am Kreishaus-Kreisel dürfte die Diskussion um die Fahrtauglichkeit von Senioren erneut befeuern. Im März 2021 kam es in Dortmund an einer Kindertagesstätte zu einem Unfall, bei dem ein 84-Jähriger ebenfalls eine rote Ampel übersah und ein vierjähriges Kind anfuhr. Der Junge verstarb kurze Zeit später.

Unfall in Unna erinnert an tragischen Vorfall in Dortmund im März 2021

Die Familie des verstorbenen Kindes wandte sich in einem Appell an den Bundestag und startete eine Petition. Der Inhalt: Autofahrer über 65 Jahren sollen regelmäßig ihre Fahrtüchtigkeit testen lassen.

Die Fahrerlaubnis dürfe nicht ein Leben lang gültig sein, äußerte sich die Familie des Kindes gegenüber RUHR24 im März. In anderen Ländern, wie beispielsweise Spanien, Großbritannien oder der Schweiz, ist eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit ab einem gewissen Alter normal.

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