Bild: dpa

Wie sehr sich die Jobbeschreibung eines Stalkers und die eines Polizisten ähneln, wird einigen vielleicht erst jetzt deutlich. Die Augen öffnet uns seit Donnerstag eine kuriose Stellenanzeige der Polizei Hamm. Was sie sucht? Jemanden der gerne Fotos von Fremden macht und dafür auch mal durchs Gebüsch kriecht.

Vielleicht fühlen sich aber auch eher passionierte Erpresser angesprochen. Denn später soll für das gemachte Foto auch noch Geld verlangt werden.

So sieht die Stellenanzeige der Polizei aus:

Sie machen gerne Fotos von Fremden? Sie mögen schnelle Autos? Um an ein Foto zu kommen, lauern sie den Leuten zur Not…

Gepostet von Polizei NRW Hamm am Mittwoch, 6. Februar 2019

In Wirklichkeit ist die Polizei Hamm natürlich auf der Suche nach neuen Kollegen für die Verkehrsüberwachung – und die sollen vor allem Temposünder blitzen. Neue Polizeibeamte werden nicht gesucht.

Normale Stellenanzeige wirkte langweilig

Warum aber diese Art der Stellenanzeige? Schließlich wird hier jemand für einen seriösen und wichtigen Job gesucht. „Wir hatten es bereits mit einer normalen Stellenausschreibung versucht“, sagt Julia Breitenstein, Pressesprecherin bei der Polizei Hamm. Darauf hätte es aber vor allem Sprüche mit den typischen Klischees gegeben.

„Es ist ein wirklich techniklastiger Job. Und Stellenauschreibungen zu solchen Jobs wirken schnell langweilig“, so die Pressesprecherin. Also versuchte man es bei der Polizei Hamm mal mit einem neuen Weg, um genügend Aufmerksamkeit zu bekommen.

Schnupperkurs bei der Drogenfahndung?

Die Kommentare bei Facebook zu dieser Stellenausschreibung zeigen, dass die Polizei Hamm auf jeden Fall viele Lacher auf ihrer Seite haben.

Doch die große Gaudi scheint tatsächlich auch taugliche Bewerber anzuziehen. Schon wenige Stunden nach Veröffentlichung der Anzeige gingen die ersten „ernst zu nehmenden Bewerbungen ein“, weiß Julia Breitenstein.

Vorschläge für eine Erweiterung des Jobprofils haben die Kommentatoren aber auch schon:

Kommentar zur Ausschreibung der Polizei Hamm

Vielleicht kommt die Drogenfahndung dem Wunsch nach einem Schnupperkurs ja nach.

Aktuelle Top-Themen:

Eine Ähnlichkeit der Stellenbeschreibung zu dem „Jobprofil“ eines Stalkers oder Spanners sieht die Polizeisprecherin im übrigen nicht.