Bild: Polizei NRW

Die erste Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) des Landes NRW hat am Montag (4. Februar) in Bochum ihren Dienst aufgenommen. Sie soll zum Beispiel bei Fußballspielen und gewaltsamen Demonstrationen zum Einsatz kommen.

Die Polizei des Landes NRW will präsenter werden. Dazu hat sie nun eine neue Spezialeinheit in Bochum ins Leben gerufen. Die 46 Polizistinnen und Polizisten sind der Bereitschaftspolizei angehörig und speziell darauf geschult, Beweise zu sammeln und Straftäter festzunehmen.

Einheit ist ein Meilenstein

Bisher verfügte Nordrhein-Westfalen als einziges Bundesland nicht über eine derartige Spezialeinheit. Innenminister Herbert Reul freute sich deswegen besonders über die Ausweitung und sieht sie als „Meilenstein in der Geschichte der Landespolizei“.

Die Einheit soll künftig bei gewalttätigen Demonstrationen und Ausschreitungen bei Fußballspielen zum Einsatz kommen. Ihre Aufgabe wird es sein, Straftäter aus der Masse herauszuholen und Beweise zu sichern. Dazu tragen die Beamten eine spezielle Schutzausrüstung, zu denen auch eine Videokamera gehört. Diese soll vor Gericht einer schnelleren Überführung von Straftätern dienen und Beweise per Bild sichern.

„Die BFE soll in brenzligen Situationen gerichtsfeste Beweise sichern. Mit Köpfchen und notfalls auch mit Kraft. Das ist keine leichte Aufgabe. Deshalb haben die BFE-Angehörigen meinen besonderen Respekt“, sagte Reul zu der Arbeit der neuen Spezialeinheit in Bochum.

Anzahl der Einheiten erhöht

Die Einführung der BFE gehört zu den innenpolitischen Projekten der Landesregierung. Ursprünglich war dort in den Koalitionsverträgen die Installation von vier Einheiten festgelegt. Das hat sich aber nun geändert. Innenminister Reul hat die Anzahl auf insgesamt sechs Einheiten erhöht.

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Sie sollen bis zum Jahr 2021 in Bochum, Wuppertal und Köln ihre Dienste aufnehmen.