Kritik trifft Schauspielerin hart

Sophia Thomalla macht Werbung für dubiose Firma – „was man für Geld alles macht“

Sophia Thomalla bei einer Gala-Veranstaltung
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Sophia Thomalla ist als Werbegesicht erfolgreich. Für ihr neustes Engagement hagelt es jetzt jedoch Kritik.

Mit einem Hammer Goldklumpen zerschlagen – das ist die neue Werbung von Sophia Thomalla für eine Kryptowährung. Für diese Werbung bekommt sie Kritik.

Deutschland – Sophia Thomalla (31) macht so gut wie alles. Sie ist als Schauspielerin erfolgreich, aber auch als Influencerin, Model und Werbegesicht. Vor allem Letzteres. Und so kommt man im Alltag so gut wie gar nicht mehr um die 31-Jährige herum. Mit ihrer neuen Verpflichtung als Werbebotschafterin könnte sie sich jetzt jedoch ins Aus geschossen haben – denn es hagelt ordentlich Kritik.

Sophia Thomalla wirbt für Krypto-Projekt G999 – Inhaber ist umstritten

Die sportbegeisterte Sophia Thomalla wirbt nun für das Krypto-Projekt G999. Das ist ein Blockchain-Projekt der Hamburger Gold Standard Banking Cooperation AG. Wie das Handelsblatt berichtet, gehört diese Firma Josip Heit. Er ist in der Krypto-Szene bekannt und auch sehr umstritten – denn er soll in der Vergangenheit in ziemlich dubiose Geschäfte verwickelt gewesen sein.

So soll die Finanzaufsicht Ende 2019 die Rückabwicklung *der virtuellen Währung „Karatgold Coin“ angeordnet haben. Anleger sollen mit der Währung um Millionen gebracht worden sein. Der Grund: Eigentlich sollte „Karatgold Coin“ durch Goldreserven abgesichert gewesen sein. Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz berichtet, sei das aber nicht so gewesen.

Sophia Thomalla ist Werbegesicht von umstrittener Krypto-Währung und zerschlägt Gold

Auch wenn das Unternehmen G999 auf ihrer Internetseite angibt, um was es bei der Krypto-Währung geht, soll es laut Handelsblatt immer noch nicht klar sein, wer und was sich wirklich dahinter verbirgt. Ebenso zeigt sich auch die Krypto-Szene in den sozialen Netzwerken kritisch gegenüber G999 – seriös soll die demnach nicht sein.

Die Kritik richtet sich aber nicht nur an Projektleiter Josip Heit, sondern auch an Sophia Thomalla. Diese ist nämlich das Werbegesicht für das Projekt. Und die Werbung kann sich sehen lassen: Ein Bankenviertel in Dubai, Sophia möchte bei Josip Heit ein Konto eröffnen. Anschließend zerschlägt sie mit einem goldenen Hammer riesige Goldklumpen.

Sophia Thomalla in Werbung von G999 am New Yorker Times Square zu sehen

Auf Instagram teilt Sophia Thomalla, die bereits eine „Nahtoderfahrung“ hinter sich hat, ein Video von dem Werbespot, der am berühmten Times Square in New York ausgestrahlt wurde. Dazu die Worte: „Die digitale Währung ist meines Erachtens nicht aufzuhalten. Ich weiß, dass sie früher oder später kommen wird. Die Technologie und die Möglichkeiten dahinter sind einfach wahnsinnig beeindruckend.“

Privat läuft es bei Sophia Thomalla umso besser. Mit ihrem Partner, dem Fußballer Loris Karius, schwebt die Schauspielerin auf Wolke Sieben.

Sich selbst in einem Werbespot am Times Square sehen – prinzipiell etwas, worauf man stolz sein kann. Dennoch hagelt es in den sozialen Medien Kritik an der Werbung. Das schreiben die User:

  • „Der perfekte Grund um dir zu entfolgen. Was man für Geld alles macht.“
  • „Ist ja mega. Nicht, dass du für BTC Werbung machst... Aber leider für die falsche Firma bzw. fürs falsche System.“

Nach Kritik zu umstrittener Kryptowährung-Werbung: Anwalt von Sophia Thomalla schaltet sich ein

Auf der Videoplattform YouTube sollen die negativen Kommentare unter der Werbung sogar so heftig gewesen sein, dass der Kanalbeitreiber die Kommentare deaktiviert hat. Der Ärger rund um G999 zieht jetzt sogar so weite Kreise, dass sich der Anwalt von Sophia Thomalla eingeschaltet hat.

Video: Sophia Thomalla - sie präsentiert ihren Silvesterlook und ihre Fans sind aus dem Häuschen

Dieser hat gegenüber dem Handelsblatt erklärt, dass seine Klientin sich nicht zu dem Sachverhalt äußern wird. Der Grund: Sie werde sich nicht zu etwas äußern, „von denen sie keine Kenntnis hat und an denen sie weder beteiligt war, noch ist.“ Zumindest eine Sache könnte die 31-Jährige gelernt haben: Bevor ich für etwas werbe, sollte ich mich erst informieren, was das für ein Projekt ist.

*In einer früheren Version des Textes wurde die virtuelle Währung als die von Herrn Heit bezeichnet. Das entspricht laut Herrn Josip Heit nicht der Wahrheit. Er hat lediglich als „Chairman of the board“ bei Karatbars mitgewirkt. RUHR24.de bittet das zu entschuldigen.