Bild: Sebastian Willnow/dpa

Die Mietpreisbremse soll verhindern, dass Mieten – vor allem in großen Städten – ins unermessliche steigen. Ob sie das tut oder nicht, darüber lässt sich streiten. Fest steht aber: Sie gilt nur für Neuvermietungen.

Für Wohnungen, die bereits vermietet sind, gilt sie nicht. Zwar darf die Miete hier innerhalb von drei Jahren ohnehin nur um maximal 20 Prozent erhöht werden – doch für viele Mieter ist auch das viel Geld.

Um hier gezielt einzugreifen, hat die Landesregierung NRW nun eine Verordnung verlassen, laut der die Miete bei bereits existierenden Mietverhältnissen um maximal 15 Prozent in drei Jahren erhöht werden darf. Die Verordnung gilt aber nicht überall, sondern nur in bestimmten Städten.

In diesen Städten dürfen Mieten nur noch um 15 Prozent erhöht werden:

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Düsseldorf, Erkrath, Essen, Hilden, Kleve, Langenfeld, Meerbusch, Mettmann, Monheim am Rhein, Mülheim an der Ruhr, Neuss, Ratingen, Solingen

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Aachen, Alfter, Bad Honnef, Bergisch Gladbach, Bonn, Bornheim, Brühl, Frechen, Hennef (Sieg), Hürth, Kerpen, Köln, Leverkusen, Overath, Rösrath, St. Augustin, Siegburg, Troisdorf, Wesseling

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Bielefeld, Paderborn

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Münster

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Bochum, Dortmund

Gültig ist die Verordnung ab 1. Juni für ein Jahr. Bereits seit fünf Jahren gibt es eine ähnliche Regelung. Nun wurden aber weitere Städte wie Dortmund und Bochum mit aufgenommen.

Steigerung von Mieten auch in Dortmund stärker begrenzt

„Wir waren bei der Einführung 2014 erstaunt, dass Dortmund nicht mit einbezogen war“, sagte Rainer Stücker, Vorsitzender des Mietervereins Dortmund, im Gespräch mit RUHR24. Umso glücklicher sei man nun über die aktuelle Entwicklung. „Das ist eine sehr gut funktionierende Regelung“, zieht Stücker Bilanz.

Denn auch Dortmund wird immer teurer. In den letzten zehn Jahren sind die Mieten dort im Durchschnitt um rund 35 Prozent gestiegen. In welchen Städten im Ruhrgebiet ihr am günstigsten wohnt, lest ihr hier.