Bild: dpa

Shisha-Bars sind Treffpunkte für nette Abende, hitzige Diskussionen und Entspannung. Aber sie sind auch nicht ganz ungefährlich. Der Kohlenmonoxid-Gehalt ist dort häufig extrem hoch. Die Bild hat stichprobenartig in 18 Shisha-Bars im Ruhrgebiet – auch in Dortmund, Bochum und Essen – den Kohlenmonoxid-Wert kontrolliert. Das Ergebnis ist erschreckend.

Mit einem Profi-Messgerät hat ein Bild-Reporter die Bars mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Unter anderem in Essen, Duisburg, Bochum und Dortmund:

Kohlenmonoxid ist in zu großer Menge extrem gefährlich für den Menschen. Laut Bild-Test lag der Wert von acht Shisha-Bars über dem vom Umweltbundesamt vorgegebenen durchschnittlichen Kohlenmonoxid-Wert (30ppm) am Arbeitsplatz.

Shisha-Bars werden zur Gefahr – auch im Ruhrgebiet

Den höchsten Wert habe der Reporter in der Essener „Smokin‘ Aces“-Bar gemessen – 150 ppm. Das ist fünfmal so hoch wie der vorgesehene Wert! Auch eine Shisha-Bar in Dortmund liegt über dem Durchschnittswert – das „Inspire“ mit 35ppm. In den Shisha-Bars „Oxxo“, „Café Creme“ und „Vivre“ soll der Wert auch über 30 ppm gelegen haben. 

Die weiteren Ergebnisse:

  • Oxxo, Bochum – 116 ppm
  • Cafe Creme, Duisburg – 69 ppm
  • Vivre, Oberhausen – 56 ppm

„Je länger man dem Gas ausgesetzt ist, desto gefährlicher wird es. Man kann sogar daran sterben“, erklärte Dr. Dreyer von der Uniklinik Düsseldorf gegenüber der Bild.

Kohlenmonoxid ist ein starkes Atemgift und kann die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigen. Zudem kann es Auswirkungen auf das Zentralnervensystem haben. Es ist besonders gefährlich, da es farb-, geruch- und geschmacklos ist.

Auf Anfrage der Bild erklärte der „Inspire“-Sprecher: „Innen bieten wir keinen Tabak mehr an.“ Der Vivre-Chef habe sich nicht äußern wollen.

Am 1. März 2019 kam es in einer Shisha-Bar in Dortmund zu einer Razzia, bei der ein Polizist eine Mitarbeiterin geschlagen haben soll. Das Dortmunder Ordnungsamt kontrolliert regelmäßig Shisha Bars und stellt dabei immer wieder Gesetzesverstöße fest.