Schüsse in Lünen - Projektil trifft Küchenfenster

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Mehrere Schüsse schreckten Anwohner in Lünen am Donnerstagabend (10. Oktober) auf. Ein Projektil traf offenbar ein Küchenfenster. Hier die Infos.

Mehrere Schüsse schreckten Anwohner in Lünen am Donnerstagabend (10. Oktober) auf. Ein Projektil traf offenbar ein Küchenfenster.

  • Nachdem zwei Anwohner aus Lünen die Schüsse gehört hatten, alarmierten sie die Polizei.
  • Ein dumpfes Knallen machte die Lünener zudem auf einen Schaden am Küchenfenster aufmerksam.
  • Zwei benachbarte Männer hatten Schießübungen durchgeführt.

Schüsse in Lünen erschrecken Nachbarn

Der Schreck saß vermutlich tief, als zwei Anwohner der Straße "Am Triftenteich" in Lünen mehrere Schüsse aus ihrer Nachbarschaft vernahmen. Als sie dann auch noch feststellten, dass ein Projektil ihr Küchenfenster getroffen hatte, alarmierten sie die Polizei.

Besonders nach dem Anschlag in Halle am Mittwoch (9. Oktober), bei dem ein rechtsextremer Attentäter zwei Menschen erschoss, dürfte die Angst der Anwohner besonders groß gewesen sein.

Auch in Lünen ging die Polizei so denn in höchster Alarmbereitschaft vor. Gegen 19.30 Uhr machten Polizisten die Täter ausfindig. Mit gezogenen Waffen forderten die Beamten zwei junge Männer in der Wohnung eines benachbarten Mehrfamilienhauses auf, die Wohnungstür zu öffnen.

Lünen: Schüsse stellen sich als Schießübungen heraus

Erst als die Beamten die Druckluft-Pistole der 17- und 23-Jahre alten Brüder auffand mit der die Schüsse abgefeuert wurden, entspannte sich die Situation wieder. Die jungen Männer gaben an, Schießübungen durchgeführt zu haben. Dazu feuerten sie durch ein geöffnetes Fenster, um Plastikflaschen zu treffen, die sie auf der Fensterbank abgestellt hatten.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei trafen Projektile nicht nur das Küchenfenster der Nachbarn, sondern auch eine Grünanlage. In der hielt sich zum Zeitpunkt der abgegebenen Schüsse aber niemand auf. So gab es auch keine Verletzten durch die Schüsse.

Gefahr durch Gaspistolen

Dabei sind auch Gas- oder Schreckschusswaffen keineswegs ungefährlich. Erst kürzlich warnte die Polizei davor, dass von den Waffen eine große Gefahr ausgeht. Allerdings dürfen Gaspistolen mit dem kleinen Waffenschein besessen werden, der leicht zu beantragen ist. Die Träger der Waffenlizenz könnten laut Polizei die Gefahr durch ihre Waffe aber oft nicht einzuschätzen.

Die Polizisten stellten die Pistole, Munition und Gaskartuschen sicher. Gegen die Brüder wird nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigung ermittelt.

In Lünen bei Dortmund kam es Anfang Dezember zu einem schweren Verbrechen. Ein Sohn soll seine Mutter getötet haben. War es Mord? Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.