Frau lebensgefährlich verletzt

Rätselhaftes Verbrechen im Ruhrgebiet: Spur führt Polizei nach Norwegen

Essen A40 Ruhrgebiet Polizeiabsperrung
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Ein rätselhaftes Verbrechen im Ruhrgebiet ist gelöst worden - ein Mann wurde in Norwegen festgenommen.

Durch eine Zusammenarbeit verschiedener Polizeistellen im In- und Ausland ist ein Mann aus dem Ruhrgebiet in Norwegen festgenommen worden.

Ruhrgebiet - In der Nacht auf den 22. Oktober erhielt die Polizei Essen einen Hinweis. Eine stark blutende Frau habe in einem Treppenhaus in einem Wohnhaus in Essen-Altendorf gelegen. Beim Eintreffen der Polizei bestätigte sich der Hinweis. Beamten fanden eine 25-jährige Frau mit mehreren lebensgefährlichen Stichverletzungen.

RegionRuhrgebiet
Einwohner5.112.050 Einwohner
Fläche4.435 km²

Rätselhaftes Verbrechen im Ruhrgebiet gelöst: Mann aus Essen in Norwegen festgenommen

Doch das vermeintliche Verbrechen stellte die Ermittler vor ein Rätsel. Dies ist jetzt gelöst. Wie die Polizei Essen mitteilt, gingen die Ermittlungen über die Stadtgrenzen von Essen und gar Staatsgrenzen Deutschlands hinaus.

Die Ermittlungen seien intensiv gewesen. Man habe sowohl mit nationalen Institutionen wie der Staatsanwaltschaft Essen, dem LKA und dem BKA als auch mit den Polizeibehörden in Dänemark und Norwegen eng zusammen garbeitet.

Rätselhaftes Verbrechen im Ruhrgebiet: Polizei Essen arbeitet mit LKA, dänischer und norwegischer Polizei zusammen

Den Ermittlern ist es gelungen, nachdem sich die Hinweise verdichtet hatten, einen 21-jährigen Tatverdächtigen Ende Oktober in Norwegen, in der Stadt Tönsberg, festzunehmen. Der Fahndungserfolg geht laut Polizei auf das sogenannte Netzwerk europäischer Zielfahndungsdienststellen (ENFAST - European Network of Fugitive Active Search Teams) zurück.

Dieses Netzwerk soll die internationale Zusammenarbeit bei der Suche nach Kriminellen erleichtern. So habe man den Fluchtweg des 21-Jährigen nachverfolgen können.

Die Spur führte die Polizei nach Norwegen (Symbolbild).

Am 20. November überstellte das LKA NRW den Tatverdächtigen an die Mordkommission der Essener Polizei. Mittlerweile hätte sich der Tatverdacht weiter erhärtet. Die Ermittlungen zum Verbrechen dauern an. Der Tatverdächtige befindet sich aktuell in der JVA Essen.

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