Hitzewelle in Deutschland 

Missachtung der Corona-Regeln: Polizei im Ruhrgebiet muss Schwimmbäder und Badeseen schließen

Viele Schwimmbäder und Seen, wie der Masurensee in Duisburg mussten schließen.
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Viele Schwimmbäder und Seen, wie der Masurensee in Duisburg mussten schließen.

Am Wochenende wurden zahlreiche Badeseen und Schwimmbäder geschlossen. Es gab massenhaft Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung. 

  • Zwei Männer aus Schwerte mussten von der Polizei aus dem Elsebad eskortiert werden.
  • In Duisburg wurde das gesamte Gelände am Masurensee geräumt
  • In vielen weiteren Teilen des Ruhrgebiets gab es ähnliche Zwischenfälle.

Ruhrgebiet - Aufgrund der aktuellen Hitzewelle zieht es viele Leute in Freibäder oder zu öffentlichen Badeseen. Doch wegen der aktuellen Corona-Pandemie ist ein normaler Badeausflug quasi unmöglich. RUHR24 berichtete bereits zuvor von einem drohenden Freibad-Chaos. Dennoch wurden Abstandsregeln und weitere Schutzmaßnahmen missachtet. Die Polizei musste deshalb bereits zu vielen Einsätzen im Ruhrgebiet ausrücken und teilweise konsequent eingreifen.

Ruhrgebiet: Männer missachtet Abstandsregeln im Elsebad Schwerte und beleidigen den Bademeister

So auch am Freitag (7. August) im Elsebad in Schwerte. Ein 40-jähriger und ein 36-jähriger Schwerter wollten sich nicht an die Sicherheitsabstände halten und sind von gesperrten Startblöcken im Freibad gesprungen. Als der Bademeister die Unruhestifter daraufhin zur Rede stellte, wurden sie aggressiv und beleidigten ihn. 

Als ein weiterer Angestellter die Männer wenig später aufforderte das Freibad zu verlassen, wurde auch dieser beleidigt. Der Aufforderung kamen sie nicht nach. Gegen 18.25 Uhr rief das Schwimmbad-Personal schließlich die Polizei

Ruhrgebiet: Polizei spricht nach Corona-Verstößen und Beleidigungen Platzverweise aus

Auch gegenüber den Beamten zeigte sich das Duo respektlos und aggressiv. Daraufhin eskortierte die Polizei die Männer aus dem Elsebad zu ihrem Fahrzeug und erteilten ihnen Platzverweise. Diese Maßnahmen wirkten sich jedoch immer noch nicht auf das Verhalten der beiden Schwerter aus. 

Einer der Beschuldigten beleidigte infolge dessen die Beamten, woraufhin diese eine Ermittlungsverfahren gegen beide einleiteten. Polizeihauptkommissar Andreas Vallieri, Leiter der Polizeiwache Schwerte, äußerte sich wenig später zu den Vorfällen im Elsebad

Coronavirus im Ruhrgebiet: Masurensee in Duisburg aufgrund von zahlreichen Verstößen geräumt

"Dieser Einsatz wurde von zahlreichen Besuchern des Elsebades beobachtet. Unsere Einsatzkräfte haben von den Badegästen vor Ort sehr viel Lob für ihre ruhige und professionelle Arbeit in dieser hitzigen Situation bekommen. Diese Worte der Anerkennung gegenüber unserer Kolleginnen und Kollegen haben mich sehr gefreut."

Vor dem Freibad gibt es teilweise sehr lange Warteschlangen.

Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Am Masurensee in Duisburg spielten sich am Wochenende ähnliche Szenen ab. Dort sah man ganze Menschenmassen die dicht an dicht am Ufer sitzen. 

Ruhrgebiet: Menschen springen nachts über den Zaun und brechen auf das Gelände vom Masurensee in Duisburg ein

Doch damit nicht genug. Es wurde gegrillt, Shisha geraucht und gebadet, ohne Abstand zu halten oder eine Schutzmaske zu tragen. Stadt und Ordnungsamt haben daraufhin schnell durchgegriffen und das gesamte Gelände geräumt. Anschließend wurde das Ufer und die Grünflächen um den See eingezäunt.

Trotzdem sollen noch in der Nacht in die ersten Menschen wieder über den Zaun geklettert sein. Auch in anderen Freibädern und Seen im Ruhrgebiet war der Andrang aufgrund der erhöhten Temperaturen zu spüren.

Nicht nur in Freibädern sind Polizei, Feuerwehr und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft im Einsatz, sondern auch an unbewachten Gewässern. Dort begeben sich Badegäste in Kanälen und Seen während des Hitze-Sommers immer wieder in Gefahr.

Coronavirus: Weitere Schwimmbäder im Ruhrgebiet mussten schließen

Vor den Eingängen bildeten sich kilometerlange Staus, Fußgänger hielten keinen Abstand in den Schlangen und zahlreiche weitere Verstöße waren erkennbar. Deshalb mussten auch in Hagen, wo Unbekannte zuletzt einen teuren Sportwagen zerstörten und ein fiese Botschaft hinterließen, und Essen Bäder geschlossen werden. 

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