Trotz des heißen Sommers: Was die Ruhr 2019 vor der Austrocknung gerettet hat

Die Ruhr. Foto: Ina Fassbender/dpa
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Die Ruhr. Foto: Ina Fassbender/dpa

Das Wasser aus den Talsperren im Sauerland sorgte im 2019 dafür, dass die Ruhr an einigen Stellen - zum Beispiel bei Schwerte - nicht ausgetrocknet ist.

Im noch immer währenden Sommer 2019 drohte der Ruhr an manchen Tagen an diversen Stellen eine Austrocknung. Nur aus einem Grund blieb der Fluss in Bewegung.

  • Aufgrund der Talsperren im Sauerland trocknete die Ruhr im Sommer 2019 nicht aus.
  • Die Ruhr hätte an 30 Tagen in diesem Sommer an einigen Stellen ohne Wasser sein können.
  • 2018 war die Situation noch dramatischer.

Viele erinnern sich noch an die dramatischen Bilder aus dem Sommer 2018. Gefühlt hatte es monatelang nicht geregnet. Die Talsperren im Sauerland hatten nur noch einen Füllstand von unter 50 Prozent - sogar noch im November.

Die Ruhr bei Schwerte hätte erneut trocken liegen können im Sommer 2019

Im Jahr 2019 hat sich die Situation etwas verändert. Zwar hätte es auch in diesem Sommer knapp 30 Tage geben können, an denen die Ruhr hätte trocken liegen können. Doch wie ein Sprecher vom Regionalverband Ruhr (RVR) gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa) jetzt sagte, sei die Lage nicht so dramatisch wie noch 2018.

Hin und wieder hat es geregnet. Der Füllstand der Talsperren im Sauerland liege aktuell bei 71 Prozent. Das Wasser dieser Talsperren wird auch in die Ruhr geleitet.

2018 gab es noch bis weit in den Winter einen niedrigen Pegel

"Seit Ende Juni wäre die Ruhr bei Schwerte (bei Dortmund, Anm. d. Red.) an 30 Tagen trocken gewesen, wenn die Talsperren nicht entsprechende Wasserabgaben geleistet hätten", sagte ein Sprecher des RVR gegenüber der dpa.

Übrigens wird in der Stadt Bochum im Ruhrgebiet darüber nachgedacht, eine Badestelle an der Ruhr einzurichten - für den Sommer 2021.

Noch im Jahr 2018 gab es im November das Phänomen, dass Besucher an den Talsperren weit in den Uferbereich spazieren gehen konnten. Davor hatte der RVR gewarnt - es habe Lebensgefahr bestanden durch Einsinken. Die Pegel waren auf einem Tiefststand. Erst im Januar 2019 hatte sich die Situation erholt. Aber: Die Wasserversorgung der Menschen im Ruhrgebiet war sowohl 2018 als auch 2019 nicht in Gefahr. mit dpa-Material