Läden haben trotz Corona geöffnet

Lockdown-Ärger im Ruhr Park Bochum: Offene Geschäfte irritieren Kunden

Filiale von Ankerkraut im Ruhr Park in Bochum
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Trotz Corona-Lockdown haben einige Geschäfte im Ruhr Park Bochum weiterhin geöffnet.

Die Corona-Pandemie hat Weihnachtsshopping fast unmöglich gemacht. Einige Läden haben trotz Lockdown geöffnet - auch im Ruhr Park in Bochum. Viele Kunden sind irritiert.

Bochum - Wegen Corona herrscht in den Innenstädten derzeit gähnende Leere. Kein Wunder: Aufgrund des zweiten harten Lockdowns in diesem Jahr musste der Einzelhandel schließen. Letzte Besorgungen kurz vor den Weihnachtsfeiertagen können fast nur noch über den Onlinehandel erledigt werden. Einige wenige Geschäfte haben jedoch weiterhin geöffnet. So auch im Ruhr Park in Bochum.

EinkaufszentrumRuhr Park
OrtBochum
Flächerund 24.000 m²

Corona-Lockdown im Ruhr Park Bochum: Fast alle Geschäfte sind geschlossen

Seit dem 16. Dezember gilt er, der harte Corona-Lockdown in NRW. Laut den Regeln, die die Coronaschutzverordnung vorgibt, mussten die allermeisten Geschäfte schließen. Zu groß ist das Risiko, dass sich das Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen weiter ausbreitet. (Mehr Corona-News in NRW auf RUHR24.de).

In den Innenstädten sowie Einkaufszentren dürfen mindestens bis zum 10. Januar demnach nur Geschäfte geöffnet haben, die der Grundversorgung dienen. Das gilt auch für den Ruhr Park in Bochum. Auch hier stehen die Schutz- und Hygienemaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus an erster Stelle, wie es auf der Seite des Einkaufszentrums heißt.

Ruhr Park in Bochum: Einige Shops bieten „Click and Collect“ an, andere haben sogar geöffnet

Einige Shops in dem Center nahe der A40 wollten sich allerdings nicht geschlagen gegen. Sie bieten den Kunden im Ruhr Park einen Einkauf via „Click and Collet an. Der Kunde geht dabei ganz einfach auf die Website eines Shops und sucht sich das gewünschte Produkt aus. Kauf und Bezahlung werden online abgewickelt. Anschließend kann die Ware vor Ort am Geschäft unter Einhaltung der gängigen Hygiene-Vorschriften abgeholt werden.

In einzelnen Geschäften im Ruhr Park kann außerdem trotz Lockdown ganz normal weiter eingekauft werden - für sie gilt eine Ausnahme, weil sie die „Funktion der Grundversorgung“ erfüllen. Dazu gehören Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie der Einzelhandel für Lebensmittel, Apotheken, Drogerien, Banken und Sparkassen, Floristik, Optiker, Poststellen und Fotostudios.

Einige Läden im Ruhr Park haben trotz Lockdown geöffnet: Kunden sind verärgert

Vor allem Letztere sorgen bei einigen Kunden des Bochumer Einkaufszentrums jedoch für Unverständnis. So schreibt ein Nutzer unter einem Facebook-Beitrag des Ruhr Parks: „Es ist hart für alle, aber warum zum Teufel hat Picture People eine Ausnahmegenehmigung? Also fair den anderen Läden gegenüber ist das nicht.“

Weitere Kommentare pflichten ihm bei, auch sie verstehen nicht, warum Fotostudios trotz Lockdown weiter geöffnet haben dürfen. „Picture People ja, Friseure nein,krass“ und „Frage mich nur, ob es wirklich nötig ist, jetzt Fotos zu machen. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Es sind halt viele Dinge für mich nicht wirklich zu verstehen“ lauten weitere Kommentare auf der Facebook-Seite des Ruhr Parks.

Fotostudio im Ruhr Park Bochum hat geöffnet - Ausnahme im Corona-Lockdown?

Der Inhaber und Gründer von PicturePeople, Christian Peter, meldet sich bei der Diskussion auf Facebook schließlich selbst zu Wort und erklärt die Situation. „Wir sind als Dienstleister nicht von der Regelung der Einzelhandelsschließung betroffen. Es sind nur körpernahe Dienstleistungen verboten. ALLE anderen Dienstleister sind erlaubt, wenn die Regeln zu Abstand und Personenzahl eingehalten werden.“

Daran halte man sich, auch zum Schutze der Mitarbeiter des Fotostudios. Das Vorgehen sei selbstverständlich mit allen Behörden abgestimmt. Gleichzeitig weist Peter darauf hin: „Übrigens hat jedes Fotostudio geöffnet, da sind wir nicht die einzigen.“

Video: Corona – Shopping-Wahn vor dem Lockdown

Geschäfte im Ruhr Park Bochum teilweise geöffnet: Kunden äußern Zweifel an harten Lockdown

Doch es ist nicht nur das geöffnete Fotostudio, das die Gemüter der Ruhr-Park-Kunden auf Facebook erhitzt. Geschäfte wie Oil & Vinegar (Öle/Dips), die Süßwarenwelt (Süßwaren) oder Ankerkraut (Gewürze) dürfen derzeit ebenfalls ihren Verkauf weiter fortführen - ganz zum Ärger der Kunden. Dinge wie Essig, Öl und Gewürze könne man schließlich auch im Supermarkt bekommen, heißt es.

Weitere Kunden tun zudem ihre Meinung kund und äußern Zweifel an den erhofften Zweck, den die Schließungen im Einzelhandel im Kampf gegen die Corona-Pandemie bringen sollen. „Der Sinn eines ‚harten‘ Lockdowns erschließt sich mir nicht ganz, wenn - auch verteilt - recht viele Läden geöffnet haben, in oder vor denen es wieder zu Menschenansammlungen kommen kann“, heißt es in einem anderen Kommentar auf Facebook.