Autobahn bei Duisburg

Alles neu auf der A40: Bau der Rheinbrücke Neuenkamp beginnt

Die A40-Rheinbrücke bei Duisburg. Bis 2026 soll sie einem Neubau weichen.
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Die A40-Rheinbrücke bei Duisburg. Bis 2026 soll sie einem Neubau weichen.

An der Baustelle der neuen A40-Rheinbrücke Neuenkamp in Duisburg rollen erste Bagger an. Doch bis Autos darüber fahren können, wird es noch dauern.

  • Am Montag (16. Dezember) haben die Bauarbeiten an der neuen A40-Rheinbrücke begonnen.
  • Die alte Brücke Neuenkamp soll durch den Neubau ersetzt werden.
  • Rund 100.000 Fahrzeuge überqueren pro Tag die Brücke im Ruhrgebiet.

Duisburg/Ruhrgebiet - Rund 100.00 Fahrzeuge überqueren täglich auf der A40-Brücke Neuenkamp den Rhein - zu viel für das Bauwerk aus dem Jahr 1970. Ein Ersatz muss her. Für den beginnen nun die Arbeiten: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und sein NRW-Kollege Hendrik Wüst (CDU) haben die Bauarbeiten in Duisburg mit dem ersten Spatenstich am Montag (16. Dezember) offiziell eröffnet.

Allein die Eckdaten der neuen Rheinbrücke klingen beeindruckend. Sie soll 802 Meter lang werden und in 71 Metern Höhe auf acht Spuren - vier je Fahrtrichtung - über den Rhein führen. 250 Millionen Euro investiert der Bund in das Projekt, 365 Millionen in den gesamten Ausbau der A40.

Neue A40-Rheinbrücke: Bauarbeiten bei Duisburg sollen bis 2026 dauern

Fertig sein soll die neue Brücke bei Duisburg im Jahr 2026 -  es wird also noch dauern, bis erste Fahrzeuge auf ihr den Rhein überqueren können. Bereits nach der Hälfte der Bauzeit sollen aber erste Spuren für den Verkehr freigegeben werden.

Das soll die alte A40-Rheinbrücke entlasten. Die ist mit ihren fast 50 Jahren nicht für das hohe Verkehrsaufkommen ausgelegt, das heute im Ruhrgebiet herrscht. Besonders schwere Lastwagen sorgen dabei für Probleme. Um die besonders lastanfälligen äußeren Spuren der Brücke zu entlasten, rollt der Verkehr nur noch über zwei eingeschränkte Fahrspuren pro Richtung.

Lkw, die über die Rheinbrücke bei Duisburg wollen, werden gewogen

Außerdem werden bereits seit Monaten alle Lkw, die auf die Brücke bei Duisburg fahren wollen, gewogen. Sind sie zu schwer - über 40 Tonnen - oder ist das Gewicht falsch verteilt, werden sie aus dem Verkehr gezogen. Und das ist auch nötig: 1.188 Fahrzeuge wurden allein im November 2019 als zu schwer identifiziert.

Um etwaige Schäden früh zu erkennen, wird die Brücke zudem regelmäßig kontrolliert. So soll sie noch bis zur Fertigstellung des Neubaus benutzbar sein. "Wir wissen um die Bedeutung der A40-Rheinbrücke und sorgen dafür, dass der Verkehr bis zur Fertigstellung des Neubaus fließen kann", sagte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek laut einer Mitteilung.

A40: "Herzschlagader des Ruhrgebiets"

Um die Bedeutung der Rheinbrücke und der A40 weiß auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (45). "Die A40 ist eine der Herzschlagadern des Ruhrgebiets", sagte er. "Mit dem achtspurigen Ausbau machen wir die A40 fit für die Zukunft."

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