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Am 20. Dezember fuhr ein 32-jähriger Mann in eine Gruppe wartender Menschen an einer Bushaltestelle in Recklinghausen. Acht Menschen wurden dabei verletzt, eine Rentnerin starb. Nun soll die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Fahrer erhoben haben.

Einige der Verletzten erlitten an dem Tag, als der 32-jährige seinen Wagen gegen 15 Uhr auf die Bushaltestelle lenkte, Knochenbrüche und Prellungen. Für eine 88-jährige Seniorin kam jede Hilfe zu spät.

Mann versuchte, Selbstmord zu begehen

„Vor dem Schwurgericht geht es um Mord und siebenfachen versuchtem Mord“, sagte ein Sprecher des Landgerichts Bochum der Bild-Zeitung. Außerdem müsse er sich wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Fahren ohne Führerschein und Sachbeschädigung verantworten.

Der polizeibekannte Mann soll an dem 20. Dezember versucht haben, Selbstmord zu begehen. Das habe er noch an der Unfallstelle zu Zeugen gesagt. Später wurde außerdem klar, dass er unter Medikamenteneinfluss stand.

Fahrer momentan in Psychiatrie

Das spricht unter anderem dafür, dass der Amokfahrer möglicherweise vermindert schuldfähig ist.

Noch im Krankenhaus wurde der 32-Jährige festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ordnete kurz darauf seine Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie an.