Bild: Roland Weihrauch/dpa

Diese Aktion war nicht nur leichtsinnig, sondern vor auch lebensgefährlich: Mitglieder des YouTube-Kanals „Dark Underground“ sind illegal in die Zeche Prosper Haniel in Bottrop eingedrungen.

Die Zeche in Bottrop ist seit Dezember 2018 geschlossen. Die Bergleute sind derzeit damit beschäftigt, das Bergwerk zurückzubauen. Wie der YouTuber in dem Video erzählt, sind sie 3,5 Kilometer in die Tiefe gewandert, bei einer Neigung von 12,5 Grad. Illegal in das Bergwerk einzudringen ist lebensgefährlich.

Nicht nur auf dem YouTube-Kanal der Truppe kann man die leichtsinnige Aktion verfolgen. Auch empörte Facebook-Nutzer teilen das Video.

Trotz Lebensgefahr steigen YouTuber bei Prosper Haniel in Bottrop ein

Das hat die YouTuber nicht davon abgehalten einen Eingang zu dem Bergwerk Prosper Haniel zu suchen und ihren Abstieg in das stillgelegte Werk zu filmen. Beim Einstieg in die Zeche schauen sich zwei Mitglieder sogar noch nach Überwachungskameras um – währenddessen sie sich gegenseitig filmen. Zwar sind manche von ihnen in dem Video unkenntlich gemacht, aber andere sind klar zu erkennen.

In Jeans und Sweatshirts mit handelsüblichen Taschenlampen begehen sie den Abstieg. Eine Frau hat sich dabei Blasen gelaufen und zieht sich zwischenzeitlich sogar die Schuhe aus und geht einfach in Socken weiter durch die Zeche.

Vorbei an Wasser und Strom weiter in die Tiefe

Vorbei an defekten Wasserleitungen und an die Seite geschobenen Trafos gelangt die Truppe zu einer Wettertür. Diese haben sie mit bloßen Händen aufgehalten. Das ist lebensgefährlich. Es gab bereits Fälle, bei denen Menschen in Wettertüren eingeklemmt wurden und starben.

Während sie an einem weiteren Trafo vorbeigehen, warnt ein Mitglied noch mit den Worten „an dem Teil würde ich nicht so nah vorbei gehen, da ist eine Menge Strom drauf.“ Die Antwort: „Ach das ist ein Trafo. Ja, da passiert aber nichts.“ Zuletzt sind die YouTuber auf ein Schienenfahrrad gestiegen und sind weiter in die Tiefe gefahren. Auch das ist gefährlich.

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Wie die Bild berichtet, ist derzeit nicht klar, wie die Personen auf das Gelände von Prosper Haniel kommen konnten. „Wir prüfen das Video. Wenn es bei uns Schwachstellen gibt, werden wir die abschaffen“, zitiert die Bild den RAG-Sprecher Christof Beike. Eine Anzeige hat das Unternehmen nicht erstattet.